“Das war für uns ein Tiefschlag in die Magengrube”

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Ferienflieger wie Tui oder der Reiseanbieter DER Touristik haben bereits alle Pauschalreisen auf die Insel gestrichen, bieten ihren Kunden Umbuchung oder frühere Abreise an. Für die Menschen auf Mallorca und dem Rest der Balearen ist das eine Katastrophe. 35 Prozent der Wirtschaftsleistung der Region stammen aus dem Tourismus.

Philipp Luther von Watson hat mit dem deutschen Hotelier Bernd Hartmann (Hotel Alce) aus Palma de Mallorca gesprochen.

watson: Die Bundesregierung hat am Freitagabend beschlossen, Mallorca zum Risikogebiet zu erklären und eine Reisewarnung auszusprechen. Was haben Sie empfunden, als sie von der Entscheidung mitbekommen haben?

Bernd Hartmann: Das war für uns ein Tiefschlag in die Magengrube, wir sind alle sehr niedergeschlagen. Unsere Existenz hier auf Mallorca ist jetzt unmittelbar bedroht. Im Endeffekt erleben wir hier gerade drei Winter am Stück: den vergangenen Winter, dann die mit dem Lockdown praktisch ausgefallene Sommersaison 2020 und jetzt kommt schon der nächste. Wir müssen jetzt sehen, wie wir das überleben. Und es geht ja nicht nur um uns, sondern wir sorgen uns auch um unsere 10 Mitarbeiter. Und dann kommen solche Genickschläge, die für uns nach wie vor unvorstellbar sind.

watson: Können Sie aus Sicht von vor Ort die Entscheidung nachvollziehen?

Bernd Hartmann: Nein überhaupt nicht. Wir Hoteliers haben die strengen Auflagen der Regierung erfüllt, haben die Hygienevorschriften penibel umgesetzt, Investitionen dafür getätigt und dann kommt sowas. Diese Reisewarnung trifft mit uns die Falschen.

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