Deepfakes und schädliche True-Crime-Videos strenger bekämpfen

Vorlesen lassen? ↑↑⇑⇑↑↑ | Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

Die spanische Regierung hat einen neuen Gesetzentwurf verabschiedet, der Menschen besser vor dem Missbrauch ihres Bildes, ihrer Stimme und ihres Namens schützen soll. Dabei geht es vor allem um Deepfakes, gefälschte Videos und gefälschte Töne, die mit künstlicher Intelligenz erstellt wurden und zunehmend Probleme verursachen.

Gemäß dem Vorschlag gelten Deepfakes künftig als Verletzung des Rechts auf Ehre und Privatsphäre, insbesondere wenn sie ohne Zustimmung für kommerzielle oder Werbezwecke verwendet werden. Denken Sie beispielsweise an gefälschte Videos, in denen jemand Dinge zu sagen oder zu tun scheint, die nie geschehen sind.

Es gibt jedoch Ausnahmen. Satire, Humor und Fiktion bleiben erlaubt, solange deutlich gemacht wird, dass es sich um mit künstlicher Intelligenz erstellte Bilder oder Stimmen handelt. Dies gilt insbesondere für bekannte Personen mit einer öffentlichen Rolle.

Lesetipp:  Kuba von der Liste der Länder, die den Terrorismus fördern, gestrichen
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! Mit nur einem Klick zum Angebot! -|-- Gustav Knudsen | Michelle

Auch sogenannte True-Crime-Videos erhalten besondere Aufmerksamkeit. Dabei handelt es sich um Videos über echte Straftaten, die häufig online verbreitet werden. Wenn solche Inhalte die Ehre oder Privatsphäre von Opfern oder deren Familien verletzen, kann dies künftig als Verstoß angesehen werden, auch wenn der Urheber damit kein Geld verdient.

Ein wichtiger Punkt im Gesetz betrifft die Einwilligung. Das Teilen von Fotos oder Videos in sozialen Medien bedeutet nicht, dass andere dieses Material frei wiederverwenden dürfen. Die Einwilligung gilt nur für die Plattform, auf der der Inhalt ursprünglich veröffentlicht wurde.
Darüber hinaus werden die Rechte der Hinterbliebenen erweitert. Partner und Familienangehörige können gegen die Verwendung des Bildes oder der Stimme einer verstorbenen Person vorgehen. Außerdem kann jemand festlegen, dass sein Bild oder seine Stimme nach seinem Tod nicht kommerziell genutzt werden darf.

Für Minderjährige gelten strengere Regeln. Erst ab 16 Jahren dürfen Jugendliche selbst die Zustimmung zur Verwendung ihrer Bilder geben. Jüngere Kinder fallen unter die Verantwortung der Eltern oder Erziehungsberechtigten.

Die Regierung betont, dass journalistische und nachrichtenrelevante Informationen nicht automatisch unter dieses Gesetz fallen. Wenn etwas eindeutig von gesellschaftlichem Interesse ist, bleibt die Veröffentlichung erlaubt.

Schließlich sieht der Gesetzentwurf vor, dass Schadensersatzzahlungen bei Verstößen ernsthaft sein müssen. Symbolische Beträge reichen nicht aus. Opfer können sogar verlangen, dass ein Gerichtsurteil offiziell veröffentlicht wird.

Quelle: Agenturen