Dekret zur Begrenzung des Weinbaupotentials auf den Balearen wird angenommen

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Der Regierungsrat hat das Dekret zur Festlegung der allgemeinen Grundsätze für die Kontrolle des Weinbaupotenzials, des Weinregisters und der Meldepflicht im Weinsektor auf den Balearen – und somit auch auf Mallorca – im Rahmen der Entwicklung europäischer und nationaler Vorschriften gebilligt.

Darüber hinaus werden die Sorten esperó de gall, callet negrella und mancès de tibús in die Kategorie der auf den Balearen zugelassenen Keltertraubensorten aufgenommen.

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Ziel dieses Dekrets ist es, die Verordnungen der Autonomen Gemeinschaft der Balearen an die neue Regelung des Weinbaupotenzials in der Europäischen Union anzupassen, die durch die Verordnung (EU) 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 eingeführt wurde, mit der die Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse geschaffen und die Verordnungen (EWG) 922/72, (EWG) 234/79, (EG) 1037/2001 und (EG) 1234/2007 sowie die nachfolgenden delegierten und Durchführungsverordnungen, die sie entwickelt haben, aufgehoben wurden.

Diese Regelung sieht vor, dass ab dem 1. Januar 2016 ein neues, auf Genehmigungen basierendes System für die Bewirtschaftung von Rebpflanzungen in der Europäischen Union das bis zum 31. Dezember 2015 geltende System der Wiederbepflanzungsrechte für Reben ersetzt. Daher muss nach diesem neuen System jede Person oder Weinbaueinheit, die Reben pflanzen möchte, zunächst eine Genehmigung einholen, entweder durch Umwandlung der im Weinbaukataster gehaltenen Rechte in eine Pflanzgenehmigung oder, auf Antrag, durch Streichung der Pflanzung einer ihrem Besitz entsprechenden Fläche (Wiederbepflanzung).

Darüber hinaus ist vorgesehen, dass die betroffenen Personen oder Einrichtungen im Rahmen des Schutzmechanismus Genehmigungen für Neuanpflanzungen erhalten können, wobei jedes Jahr Genehmigungen für höchstens 1 % der im Vorjahr auf nationaler Ebene mit Reben bepflanzten Fläche zur Verfügung gestellt werden müssen. Zu diesem Zweck legt sie die Regeln für die Erteilung von Genehmigungen für Neuanpflanzungen fest und bestimmt die Kriterien für die Förderungswürdigkeit und die Priorität, die anzuwenden sind.

Auf Antrag des Instituts für landwirtschaftliche und fischereiliche Forschung und Ausbildung, das zur Generaldirektion Landwirtschaft, Viehzucht und ländliche Entwicklung gehört, werden mit diesem Erlass auch die erwarteten Sorten von Galle, Callet negrella und Mancès de tibús in die Kategorie der auf den Balearen zugelassenen Keltertraubensorten aufgenommen, nachdem diese autochthonen Sorten nach einigen Jahren der Rückgewinnung wieder in die Kategorie der zugelassenen Keltertraubensorten aufgenommen wurden.