Demnächst auch Mallorca? Hunde mit Rucksäcken streuen Samen

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In einem interessanten neuen Ansatz für den Naturschutz werden im Vereinigten Königreich Hunde mit Rucksäcken eingesetzt, um die Artenvielfalt in städtischen Naturschutzgebieten zu fördern. Bei diesem einzigartigen Projekt, das in der englischen Stadt Lewes begann, werden Hundebesitzer gezielt eingesetzt, um Pflanzensamen zu streuen, wie es früher die Wölfe taten. Würde sich dieses Konzept auch für die spanische Natur eignen?

Die Idee, Hunde für die Verbreitung von Saatgut einzusetzen, wurde durch die historische Rolle der Wölfe in Ökosystemen inspiriert. Wölfe spielten vor ihrer Ausrottung im Vereinigten Königreich um 1760 eine wichtige Rolle. Sie streiften über große Gebiete und legten nachts oft mehr als 20 Kilometer zurück. Bei diesen Wanderungen blieben Samen von Wildblumen und Gräsern in ihrem Fell zurück und trugen so unbeabsichtigt zur Ausbreitung von Pflanzenarten über große Entfernungen bei. Dieser natürliche Prozess war für die Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Gesundheit des Ökosystems von entscheidender Bedeutung.

Da es in vielen modernen Landschaften, insbesondere in städtischen Gebieten, keine Wölfe und andere große Raubtiere mehr gibt, ist die Suche nach alternativen Methoden der Samenverbreitung von entscheidender Bedeutung. Das Projekt in Lewes, das vom Railway Land Wildlife Trust geleitet wurde, sah eine Möglichkeit in den täglichen Aktivitäten von Hundebesitzern. Durch die Ausrüstung von Hunden mit speziell entwickelten Rucksäcken, die mit Samen gefüllt sind, wird versucht, die Wirkung von Wölfen auf die Vegetation nachzuahmen.

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Das Verfahren ist so einfach wie genial. Hundebesitzer, die an dem Projekt teilnehmen, können bei den Mitarbeitern Rucksäcke mit Samen von Wildblumen und Gräsern abholen. Diese Rucksäcke sind mit kleinen Löchern versehen, durch die die Samen nach und nach gestreut werden, während der Hund durch das Naturschutzgebiet läuft. Das Saatgut wird mit Sand vermischt, was nicht nur zu einer gleichmäßigen Verteilung beiträgt, sondern es auch ermöglicht, die Wege der Hunde zu verfolgen.

Der Einsatz von Hunden für diese Aufgabe hat mehrere Vorteile. Erstens können Hunde Gebiete erreichen, die für Menschen schwer zugänglich sind, so dass das Saatgut auch in entlegenere Ecken gelangt. Außerdem legen Hunde bei ihren Spaziergängen oft mehr Fläche zurück als ihre Besitzer, was zu einer breiteren und effizienteren Ausbreitung der Samen führt.

Obwohl sich das Projekt noch in der Anfangsphase befindet, sind die ersten Anzeichen vielversprechend. Allerdings handelt es sich bei vielen der ausgebrachten Samen um mehrjährige Pflanzen, so dass sich die volle Wirkung erst nach einigen Jahren zeigen wird.

Ob dies auch in Spanien ein Erfolg werden könnte? Schließlich gibt es in Spanien viel Natur und immer mehr Hundebesitzer, die gerne in der Natur spazieren gehen. Wenn man dies mit Naturschutz oder Renaturierung verbindet, könnten Hunde eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der spanischen Natur spielen. Im Moment ist das englische Projekt noch so neu, dass es in Spanien noch nicht diskutiert wird, aber wer weiß, vielleicht kann man in Zukunft Hunde mit Rucksäcken in der spanischen Natur antreffen. Das könnte eine interessante Entwicklung für Natur- und Hundeliebhaber in Spanien sein.

Quelle: Agenturen