Den “kleinen Scheissern” auf der Spur

Der beste Freund des Menschen

Der beste Freund des Menschen

Mit einem DNA-Abgleich möchte die Gemeinde Son Servera Hundehaltern auf die Schliche kommen, die die Exkremente ihrer vierbeinigen Freunde nicht ordnungsgemäss entsorgen. Alle Hundehalter werden künftig verpflichtet eine DNA-Probe ihres Tieres abzugeben.

Die in einer Datenbank gespeicherten Informationen sollen helfen die Verursacher der “Hundehaufen” zu identifizieren – und vor Allem zu belangen.


Bereits seit dem Jahr 2017 wird in Málaga mit einer solchen DNA-Datenbank gearbeitet, ähnliche Projekte gibt es in Esporles, London und Neapel. In Deutschland, in der Nähe von Magdeburg wurde ein solches Projekt aus Datenschutz- und Kostengründen verworfen.

Die Daten, die auf einem 128-Bit Chip gespeichert werden, ermöglichen es, das genetische Profil der Hunde der Gemeinde zu erfassen, mit dem Ziel, durch den Hundekot die Haustiere zu identifizieren, die sich “unkontrolliert entleeren”, heisst es von der Gemeinde.

Besser als bei George Orwell

Durch die Exkremente wird man ein genetisches Profil bekommen, wer das Tier ist (und somit sein Halter), seine Rasse, Farbe des Fells, Größe, Alter, etc. Der Stadtrat, der kürzlich die Verordnung zur Regulierung verabschiedet hat, hat die Geschäftsführung an die Firma Far Gabinet d’Estudis übertragen, die für die Durchführung verantwortlich sein wird.

Bald wird eine Kampagne beginnen, die Nachbarn zu informieren, welche Schritte zu unternehmen sind, um die Gemeindeverordnung einzuhalten. Der erste Schritt besteht darin, sich an das Konsistorium zu wenden, um die Registrierung im “ADN-CAN-Projekt” zu beantragen, wo sie auch darüber informiert werden, wie sie die entsprechende Blut- oder Speichelanalyse durchführen können, um die genetische Datenbank des Tieres zu erstellen, die obligatorisch ist.

Die genetische Information dieser Datenbank wird mit derjenigen verknüpft, die derzeit mit der Implantation des Mikrochips existiert. Die ersten 300, die im Projekt registriert sind, erhalten einen Rabatt von 50% auf die Kosten für die Analyse und Eintragung in das Gemeindeverzeichnis, die 60 Euro betragen werden.

Nach der Kampagne wird es obligatorisch sein, dass alle Hunde in der Gemeinde in dieser Volkszählung registriert werden. Wer dies nicht tut, kann mit einer Geldstrafe von 50 Euro bestraft werden. Dies wird durch die Verordnung festgelegt, die auch von den Haltern, die mit dem Hund spazieren gehen, verlangt, eine Flasche Wasser mit sich zu tragen, um den Urin des Tieres beim Wasserlassen auf der Straße zu verdünnen.

Wie der Umweltrat Miquel Espases erklärte, können die Verantwortlichen des Unternehmens nach Beginn des Projekts, das in Kürze stattfinden wird, Hundekot von der Straße entfernen, um zu analysieren und zu wissen, welche Rasse, Größe oder Haare es hat, und dann die örtliche Polizei informieren, die Kontrollen zur Ortung des Hundes durchführt.

Umfangreiche Schulungen vonnöten

Wird der Besitzer des Tieres gefunden, wird er zunächst nicht bestraft, sondern ist verpflichtet, die Analyse zur Eintragung in das Gemeindeverzeichnis durchzuführen. Um die Entfernung von Exkrementen und deren genetische Identifizierung durchzuführen, führt das Unternehmen Schulungen durch, sowohl für Agenten der lokalen Polizei der UMA, als auch für die Betreiber der Straßenreinigung, wenn sie eine Entfernung von Exkrementen für die Analyse und DNA-Identifikation durchführen müssen, geben Sie den Agenten Bescheid, den Ort und das Datum der Sammlung zu bestätigen.

Mit der Genehmigung dieser Gemeindeverordnung sollen zuverlässigere Daten über die Hundepopulation der Gemeinde vorliegen, da die aktuellen, die aus der Umsetzung an ihrem Tag des Mikrochips stammen, nicht ganz korrekt sind, da sie in vielen Fällen Aufzeichnungen von Tieren enthalten, die aufgrund ihres Alters tot sein müssten.

Sanktionen bis zu 15.000 Euro

Die Verordnung sieht ein Strafmass vor, das von 50 Euro für geringfügige Verstöße, wie z.B. die Nicht-Eintragung in das städtische DNA-Register oder die Nicht-Sammlung von Stuhlgang bei Tieren, bis hin zu Strafen von hundert bis tausend Euro reicht, wenn sie als schwerwiegend eingestuft werden, wie z.B. Tiermissbrauch oder Nichtimpfung oder Durchführung von Pflichtmedizinbehandlungen. Und sogar Bußgelder zwischen 5.000 und 15.000 Euro für sehr schwere Verstöße.

Die Oppositionsparteien, die dieses ADN-CAN-Projekt unterstützten, baten auch das Regierungsteam von Son Servera, bei Bedarf effektiver zu handeln, um die Verordnung einzuhalten und nicht in einer Verordnung ohne kommunale Kontrolle zu bleiben.

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