Die Europäische Union hat am Dienstag (05.08.2025) jegliche Pläne für „demografische und territoriale Veränderungen“ im Gazastreifen abgelehnt und versichert, dass ihre Ablehnung auf der Achtung des Völkerrechts beruht, vor dem Hintergrund der möglichen Entscheidung der Regierung von Benjamin Netanjahu, den gesamten Gazastreifen im Rahmen ihrer Militäroffensive zu besetzen.
„Wir haben sehr deutlich gemacht, dass die EU jeden Versuch, die demografische und territoriale Situation in Gaza zu verändern, einschließlich der israelischen Besetzung Gazas, ablehnt. All dies basiert auf dem Völkerrecht, und wir haben dazu mehrfach Stellung genommen“, erklärte die Sprecherin für Außenpolitik der EU, Anitta Hipper, auf einer Pressekonferenz in der EU-Hauptstadt.
Die Sprecherin der europäischen Diplomatie betonte, dass Gaza integraler Bestandteil des künftigen palästinensischen Staates sein muss, und erinnerte damit an die konsolidierte Position der EU zu dieser Frage. Sie betonte außerdem, dass die Hamas „keine Rolle in der künftigen Regierung und Sicherheit Gazas spielen darf“.
Diese Woche trifft sich das Kabinett von Netanjahu zu einer Sitzung, in der über eine Ausweitung der Offensive gegen den Gazastreifen entschieden werden könnte. In diesem Zusammenhang berichten israelische Medien, dass die israelischen Behörden ihre Maßnahmen ausweiten und das gesamte palästinensische Küstengebiet besetzen werden.
In Bezug auf die Schritte Israels zur Verbesserung der humanitären Lage in Gaza nach der vor etwa einem Monat mit der EU erzielten Vereinbarung betonte die Sprecherin, dass „einige positive Entwicklungen“ zu verzeichnen seien, die Krise insgesamt jedoch zeige, dass „noch viel zu tun bleibt“ und die ergriffenen Maßnahmen unzureichend sind.
Die EU verfolgt zwar weiterhin die Verschlechterung der humanitären Lage und wird entsprechend der Entwicklung vor Ort handeln, doch die Verhandlungen mit Israel über den Zugang zum Gazastreifen und die Möglichkeit, sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen, werden fortgesetzt, ohne dass die EU bisher über konkrete Ergebnisse dieser Gespräche berichtet hat.
Quelle: Agenturen




