Der Aneto-Gletscher in den Pyrenäen, der größte Spaniens, steht kurz vor dem Verschwinden. Forscher berichten, dass der Gletscher nun in drei Teile zerfallen ist. Einer dieser Teile bewegt sich nicht mehr und wird daher nicht mehr als echter Gletscher angesehen, sondern als sogenannter Heler.
Während des hydrologischen Jahres 2024 bis 2025 verlor der Gletscher durchschnittlich mehr als 1 Meter an Dicke, wobei an einigen Stellen fast 4 Meter verschwanden. Dadurch bleiben nur noch 30 Hektar aktives Eis übrig, ein Bruchteil dessen, was vor Jahrzehnten noch vorhanden war.
Die Forscher verwendeten Drohnen und 3D-Modelle, um die Situation genau zu erfassen. Daraus geht nicht nur hervor, dass der Gletscher dünner wird, sondern auch, dass er immer schneller zerfällt. Ein wenig Neuschnee an einigen Stellen reichte nicht aus, um die großen Verluste auszugleichen.
Auch andere Gletscher in den Pyrenäen haben es derzeit schwer. Eisfelder wie Ossoue, Monte Perdido, Llardana und los Infiernos schrumpfen alle und zeigen denselben Rückgang wie der Aneto. Dabei geht es vor allem um den Verlust an Volumen und das Verschwinden des typischen fließenden Eises.
Wissenschaftler warnen davor, dass diese südlichen europäischen Gletscher in den kommenden Jahren vollständig verschwinden könnten, wenn die Temperaturen weiter steigen. Der Aneto gilt bereits fast als totes Eis. Experten zufolge ist es unwahrscheinlich, dass der Gletscher noch lange bestehen bleibt. Vielleicht halten die letzten Gletscher der Pyrenäen noch zehn bis zwanzig Jahre durch.
Quelle: Agenturen




