Der US-Präsident Donald Trump hat am Montag (13.04.2026) von seinem Account im sozialen Netzwerk „Truth Social“ das Bild entfernt, das er einen Tag zuvor gepostet hatte und auf dem er als Jesus Christus dargestellt war – nachdem es eine Welle der Kritik von katholischen Vereinigungen und Vertretern gegeben hatte, die dem Präsidenten normalerweise wohlgesonnen sind.
Auf dem Bild, das offenbar mit künstlicher Intelligenz erstellt worden war, war Trump als Jesus Christus zu sehen, wie er einen bettlägerigen Kranken zu heilen schien. Der Beitrag löste bei denjenigen, die die Äußerungen des Präsidenten normalerweise unterstützen, beispielloses Unbehagen aus. So bedauerte beispielsweise Isabel Brown, Moderatorin eines katholischen Podcasts des Medienunternehmens Daily Wire und einflussreiche konservative Persönlichkeit, dass „dieser Beitrag, offen gesagt, widerwärtig und inakzeptabel ist, aber auch eine tiefgreifende Fehlinterpretation des amerikanischen Volkes darstellt, das inmitten unserer zerrissenen Kultur eine echte und wunderschöne Wiederbelebung des Glaubens an Christus erlebt“.
Michael Knowles, ein weiterer konservativer katholischer Podcaster, der mit Trump sympathisiert, äußerte sich unmissverständlich und versicherte, dass „es dem Präsidenten sowohl spirituell als auch politisch zuträglich ist, das Foto zu löschen, unabhängig von der Absicht“.
Nach der Kontroverse und nachdem es mehr als zwölf Stunden lang auf dem offiziellen Konto zu sehen war, wurde das Bild ohne jegliche Erklärung seitens Trumps oder des Weißen Hauses gelöscht. Im vergangenen Jahr hatte der Präsident bereits ein Bild von sich in Papstkleidung veröffentlicht, das offenbar durch künstliche Intelligenz erzeugt worden war.
Kurz bevor er das umstrittene Bild am Sonntag in den sozialen Netzwerken veröffentlichte, schrieb der Präsident eine Nachricht, in der er Papst Leo XIV. attackierte und ihn als „schwach im Umgang mit Kriminalität“ und „schrecklich in der Außenpolitik“ bezeichnete.
Nach der Kritik des Pontifex am Krieg im Iran erklärte Trump, er wolle „keinen Papst, der den Präsidenten der Vereinigten Staaten kritisiert“, wenn dieser „genau das tut, wofür er gewählt wurde, und zwar mit einem erdrutschartigen Sieg/einer erdrutschartigen Mehrheit“.
Quelle: Agenturen





