Der iranische Botschafter in Pakistan, Reza Amiri Moghadam, hat am Donnerstag (09.04.2026) die offizielle Mitteilung zurückgezogen, in der er die Ankunft einer Delegation seines Landes in Islamabad für Friedensverhandlungen mit den Vereinigten Staaten bestätigt hatte.
Der Diplomat hatte zunächst im sozialen Netzwerk X bestätigt, dass die von Premierminister Shehbaz Sharif eingeladene Delegation trotz der „Skepsis der Öffentlichkeit“ heute Abend in der pakistanischen Hauptstadt eintreffen werde, um „ernsthafte Gespräche“ zu führen.
Die Nachricht wurde jedoch wenige Stunden später gelöscht, ohne dass die iranische diplomatische Delegation klargestellt hat, ob die Reise der Unterhändler weiterhin geplant ist oder verschoben wurde.
Das Weiße Haus hält seinerseits an der Entsendung eines hochrangigen Verhandlungsteams für die Gespräche an diesem Wochenende fest. „Ich kann bekannt geben, dass der Präsident sein Verhandlungsteam unter der Leitung des Vizepräsidenten (JD Vance), des Sonderbeauftragten für Friedensmissionen und Jared Kushner nach Islamabad entsendet“, teilte das US-Pressebüro mit.
US-Präsident Donald Trump warnte gestern, dass er seine Streitkräfte rund um den Iran stationiert halten werde, bis das Abkommen erfüllt sei, und drohte mit einer „größeren und stärkeren“ Offensive im Falle einer Nichteinhaltung.
Der Präsident betonte, dass es nur eine einzige Reihe von für die USA akzeptablen „wesentlichen Punkten“ gebe, die hinter verschlossenen Türen diskutiert würden.
Die iranische Delegation strebt ihrerseits an, dass sich die Gespräche um ihren eigenen Zehn-Punkte-Vorschlag drehen, der Garantien für die Nichtverbreitung von Atomwaffen und die Wiederöffnung der Straße von Hormus im Austausch für die Aufhebung der Sanktionen und den Rückzug der US-Streitkräfte aus der Region bietet.
Diese Unsicherheit entsteht, während der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif nach Berichten über neue Angriffe auf iranischem Boden zu „größtmöglicher Zurückhaltung“ aufruft.
Die von Pakistan vermittelte 14-tägige Waffenruhe trat am frühen Mittwochmorgen in Kraft, kaum zehn Minuten bevor ein Ultimatum des Weißen Hauses ablief, das mit unmittelbar bevorstehenden Bombardements gegen kritische Infrastrukturen im Iran drohte.
Quelle: Agenturen




