Der neue Vulkan auf La Palma soll Tajogaite heissen?

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Es wird ein Name für den neuen Vulkan auf La Palma gesucht. Am Dienstag (12.10.2021) schlug das Vulkanologische Institut der Kanarischen Inseln (Involcan) den Namen “Tajogaite” vor, der auf das Erbe der Ureinwohner und den Ort, an dem der Eruptionsprozess begann, zurückgeht.

Involcan hat jedoch in seinen sozialen Netzwerken angegeben, dass das letzte Wort über die Bezeichnung des aktuellen Ausbruchs, der noch keinen Namen hat, bei den palmeros und palmeras liegt.

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Der neue Vulkan auf La Palma soll Tajogaite heissen?

Involcan hat diesen Vorschlag im Zusammenhang mit dem Gedenken an den zehnten Jahrestag des Ausbruchs des Tagoro (2011-2012), des Unterwasservulkans von El Hierro und einem der 17 historischen Ausbrüche auf den Kanarischen Inseln, am 12. Oktober gemacht.

“Wir sind uns bewusst, dass für einige die Unterwassereruption von El Hierro am 10. Oktober 2011 begann, aber eine starke und deutliche Verfärbung des Meerwassers, die am 12. Oktober entdeckt wurde, war die deutlichste Beobachtung des Beginns dieser Unterwassereruption als Folge einer starken Wechselwirkung zwischen sauren vulkanischen Gasen und alkalischem Meerwasser, die für die Erzeugung einer unvergleichlichen Farbpalette im Meer verantwortlich ist”.

Die Eruption des Tagoro (2011-2012) dauerte 145 Tage und war damit die zweitlängste aller historischen Eruptionen auf den Kanarischen Inseln. Das Gesamtvolumen des ausgestoßenen Materials dieser submarinen Eruption belief sich auf 329 Millionen Kubikmeter.

Manche fragen Vulkanologen, “warum man die Ephemeride eines Vulkanausbruchs auf den Kanarischen Inseln feiert”, da viele Menschen vulkanische Aktivität mit Zerstörung assoziieren.

Die Antwort von Involcan ist ganz einfach: Dank der magmatischen Aktivität in diesem Teil des Planeten und der unzähligen Eruptionen, die sich auf diesen Inseln im Laufe der Jahrmillionen ereignet haben, konnten die Kanarischen Inseln entstehen.

Ohne diese vulkanische Aktivität wären die Kanarischen Inseln nicht entstanden und damit auch nicht die Gesellschaft des Archipels, führt Involcan aus, denn obwohl man sich bewusst ist, dass vulkanische Aktivität eine Quelle der Zerstörung sein kann, insbesondere für Gemeinschaften, die in der Nähe eines eruptiven Prozesses leben, sind diese Zeitspannen doch viel kürzer als die, in denen vulkanische Aktivität als Quelle des Aufbaus wirkt und zur sozioökonomischen Entwicklung der Gemeinschaften beiträgt, die in vulkanischen Gebieten leben.

Die 17 historischen Ausbrüche auf den Kanarischen Inseln beginnen genau mit dem Ausbruch von Tacande auf La Palma (1430-1447) und setzen sich fort mit dem Ausbruch, den Christoph Kolumbus 1492 an einem unbestimmten Ort auf Teneriffa beobachtete.