Deutschland meldet mehr als 17.000 neue COVID-Fälle, Inzidenz steigt weiter an

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Die Gesundheitsbehörden haben in den letzten Tagen mehr als 17.000 Fälle des Coronavirus und 90 Todesfälle bestätigt. Die Gesundheitsbehörden erwägen ernsthaft, wegen des unkontrollierten Anstiegs der Inzidenzrate eine “harte Abriegelung” zu erklären.

Das Robert-Koch-Institut, die für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten zuständige Regierungsstelle, hat mitgeteilt, dass in den letzten 24 Stunden 17.176 Fälle festgestellt wurden, die zusammen mit den Todesfällen eine Gesamtzahl von 2.772.401 Infektionen bzw. 75.870 Todesfällen ergeben. Die oben genannte Rate erreicht nun 129,7 Fälle pro 100.000 Einwohner bis sieben Tage, fünf Punkte höher als am Samstag (27.03.2021) und zehn Punkte über Freitag.

Deutschland meldet mehr als 17.000 neue COVID-Fälle, Inzidenz steigt weiter an

Andererseits bezifferte man die Gesamtzahl der bisher an COVID-19, der durch das neue Coronavirus verursachten Krankheit, erkrankten Menschen auf etwa 2.484.600, davon etwa 7.200 in den letzten 24 Stunden.

In Anbetracht der Situation hat der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn es als notwendig erachtet, dass das Land in eine neue “harte” Periode von 10 bis 14 Tagen eintritt, um zu versuchen, die neue Welle von Coronavirusfällen einzudämmen, die Ansteckungen im ganzen Land ausgelöst hat.

“In Anbetracht der Zahlen, einschließlich dessen, was diesen Samstag passiert ist, werden wir 10 bis 14 Tage brauchen, in denen wir unsere Kontakte und unsere Mobilität wirklich einschränken müssen”, sagte der Minister.

Spahns Äußerungen decken sich mit der Auffassung des Chefs der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, der zur Entlastung der Stationen einen Mix aus “harter Einschließung, Impfungen und Tests” empfiehlt und die Politik auffordert, kurzfristige Wiedereröffnungsmaßnahmen zu vergessen, sagte er der “Rheinischen Post”.

Tatsächlich hat eine aktuelle Umfrage ergeben, dass eine Mehrheit der Deutschen eher für eine Verschärfung als für eine Lockerung der Maßnahmen ist. Laut einer Umfrage des ZDF wollen 36 Prozent die Maßnahmen verschärfen, während 31 Prozent die derzeitigen Einschränkungen beibehalten wollen. Nur ein Viertel der Befragten sprach sich für eine Lockerung der Maßnahmen aus.