Deutschland verlängert Pandemie-Beschränkungen bis zum 18. April

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Deutschland wird die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der wirtschaftlichen Tätigkeit bis zum 18. April verlängern, berichteten deutsche Medien am Montag (22.03.2021).

Das ist eine der Vereinbarungen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der 16 Bundesländer bei ihrem virtuellen Treffen zur Analyse der Situation der Coronavirus-Pandemie im Land getroffen haben, deren Ergebnisse am Ende des Treffens der Presse mitgeteilt werden sollen.

Deutschland verlängert Pandemie-Beschränkungen bis zum 18. April

Auch Deutschland wird von seinem Deeskalationsfahrplan, der vor zwei Wochen mit der eingeschränkten Wiedereröffnung einiger Einzelhandelsgeschäfte aufgrund der sich verschärfenden Situation einen ersten Schritt gemacht hat, einen Schritt zurückgehen.

Die kumulative Inzidenz der letzten sieben Tage liegt bei 107,3 Fällen pro 100.000 Einwohner, mit einem deutlichen Aufwärtstrend seit Mitte Februar.

Bei der letzten Sitzung in diesem Format am 3. März wurde neben der Festlegung der Schritte zur Deeskalation auch eine “Notbremse” für den Fall festgelegt, dass die kumulierte Inzidenz an mehr als drei Tagen in Folge 100 Fälle übersteigt. In diesem Fall sollte ein Schritt zurück zur Normalität gemacht werden.

Laut “Spiegel” sind sich Merkel und die Länderchefs einig, dass die “Notbremse” unter den gegebenen Umständen bundesweit “konsequent” gezogen werden soll.

Das bedeutet, dass Versammlungen wieder auf eine Person zusätzlich zu den Zusammenwohnenden beschränkt werden sollen und dass Einzelhandelsgeschäfte, Museen und Sportzentren bereits 14 Tage, nachdem sie wieder öffnen durften, ihre Türen wieder schließen müssen.

Einige Medien wie die “Bild”-Zeitung weisen darauf hin, dass zu den Themen, über die noch keine Einigung erzielt wurde, auch das Osterfest gehört und die Frage, ob an diesen Tagen eine Ausnahme von den Beschränkungen für Familienzusammenkünfte gemacht werden soll, wie es an Weihnachten der Fall war.

Ein weiteres Thema, das diskutiert wird, ist der nationale und internationale Tourismus während der bevorstehenden Osterferien, insbesondere nachdem die deutschen Behörden die Balearen, das internationale Reiseziel Nummer eins für Deutsche, von der Liste der Risikogebiete gestrichen haben.

Die dritte Sprecherin der Bundesregierung, Martina Fietz, sagte am Montag, dass Berlin erwägt, die Möglichkeit von Touristenreisen nicht nur an das Auftreten der Pandemie in den Zielländern zu koppeln, sondern auch an die Entwicklung dieser Variable im eigenen Land.

“Die Bundesregierung ist sehr darauf bedacht, dass wir nicht auf ein exponentielles Wachstum zusteuern und daher die Stufen der Deeskalation nur bei einer stabilen oder rückläufigen Inzidenz erfolgen können. Das ist der Kontext, in dem Urlaubsreisen, ob im Ausland oder zu Hause, behandelt werden”, sagte er.