DGT-Umweltzeichen sollen überarbeitet werden

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Die spanische Regierung wird daran arbeiten, die Verteilung der Umweltplaketten der DGT, besser bekannt als DGT-Aufkleber, zu verbessern. Diese Labels werden je nach Emissionsniveau des Fahrzeugs vergeben und sind derzeit in vier Gruppen eingeteilt: 0 Emissionen, Eco, C und B. Etwas, das sich während dieser 2021 ändern könnte.

Die Regierung wird eine Überprüfung der Merkmale durchführen, die für die Lieferung eines bestimmten Abzeichens der DGT erforderlich sind. Das bedeutet, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass einige Maßnahmen verschärft werden, um Fahrzeuge besser zu klassifizieren, vor allem im Hinblick auf Eco-Labels, um die in den letzten Jahren der meiste Wirbel gemacht wurde.

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DGT-Umweltzeichen sollen überarbeitet werden

Die DGT (Dirección General de Tráfico) wird zusammen mit der Automobilbranche einen neuen Vorschlag präsentieren. Die Änderungen werden sich darauf konzentrieren, die aktuellen Standards für die Vergabe solcher Plaketten zu überarbeiten oder, vielleicht, die bestehende Liste um ein anderes Abzeichen zu erweitern.

Zurzeit gibt es viele Fahrzeuge mit Öko-Label, die dank der so genannten Mikro-Hybridisierung ein falsches Spiel treiben. Es handelt sich dabei nicht um konventionelle Hybridfahrzeuge, wie z.B. einen Toyota Prius oder einen Hyundai Ioniq Hybrid, sondern diese “Mild Hybrid”-Modelle profitieren von kleinen 12V- oder 48V-Batterien, die den Verbrennungsmotor in einigen Phasen größerer Last, insbesondere beim Anfahren, leicht unterstützen. Dies führt zu einer leichten Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs.

Doch das Pikareske spielt ihnen in die Karten, denn diese Modelle tragen das begehrte Eco-Label der DGT mit den damit verbundenen Vorteilen, doch nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein: Leichte Hybride können sich nicht mit 100% elektrischem Antrieb bewegen.

Zu beachten ist auch, dass das Eco-Label für Hybridmodelle, Plug-in-Hybride mit einer Reichweite von bis zu 40 km und CNG- (Compressed Natural Gas) oder LPG- (Liquefied Petroleum Gas) Fahrzeuge vergeben wird.

DGT erwägt die Option, ein neues Unterscheidungsmerkmal D aufzunehmen, in das die bereits erwähnten leichten Hybride und möglicherweise neue Diesel- und Benzinfahrzeuge mit einem sehr niedrigen Emissionsniveau aufgenommen würden.

Auch im Bereich der Motorräder wird gearbeitet. Derzeit gibt es viele zweirädrige Modelle, die die Euro-5-Norm erfüllen, aber nicht als ECO-Fahrzeuge eingestuft wurden. Ein Motorrad mit Euro 5-Zulassung produziert weniger Emissionen als ein vierrädriges Fahrzeug mit ECO-Label, so dass sich die Möglichkeit ergibt, dass diese Motorräder als ECO eingestuft werden können und die gleichen Vorteile haben wie ein vierrädriges Fahrzeug mit diesem Label.

Die aktuelle Klassifizierung der Abzeichen der DGT ist wie folgt:

– 0 Emissionskennzeichnung: Dadurch werden die effizientesten Fahrzeuge identifiziert. Folgende Fahrzeuge haben Anspruch auf dieses Label: Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV), Elektrofahrzeuge mit verlängerter Reichweite (REEV), Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEV) mit einer Reichweite von 40 km und Brennstoffzellenfahrzeuge.

– ECO-Label: Hybridfahrzeuge, Gasfahrzeuge oder beides. Plug-in-Elektrofahrzeuge mit einer Reichweite von weniger als 40 km, Nicht-Plug-in-Hybride (HEV), Fahrzeuge, die mit Erdgas und Gas (CNG und LNG) oder Flüssiggas (LPG) betrieben werden, kommen für dieses Label in Frage. Außerdem müssen sie die Kriterien für das Etikett C erfüllen.

– Etikett C: Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die den EURO-Normen zur Schadstoffreduzierung entsprechen. Autos und Kleintransporter mit Benzinmotoren, die ab Januar 2006 zugelassen wurden, und Dieselmotoren, die ab September 2015 zugelassen wurden, sind für dieses Label berechtigt. Fahrzeuge mit mehr als 8 Sitzplätzen und schwere Nutzfahrzeuge, sowohl Benzin- als auch Dieselfahrzeuge, die seit 2014 zugelassen wurden.

– Etikett B: Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die nicht den neuesten EURO-Emissionsvorschriften, aber den vorherigen entsprechen. Autos und Kleintransporter mit Benzinmotoren, die seit dem 1. Januar 2001 zugelassen sind, und Dieselmotoren ab 2006 qualifizieren sich für dieses Label. Fahrzeuge mit mehr als 8 Sitzplätzen und schwere Nutzfahrzeuge, sowohl Benzin- als auch Dieselfahrzeuge, die seit 2006 zugelassen wurden.