Die Conselleria d’Agricultura gründet eine “Banco de Tierras de Mallorca”

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Die Aufgabe der landwirtschaftlichen Tätigkeit hat auch zu einem Rückgang der nutzbaren Ackerfläche auf den Balearen geführt, die in nur zehn Jahren (zwischen 2006 und 2016) um 21 % zurückgegangen ist. Parallel zu diesem Anstieg der Zahl der aufgegebenen Betriebe haben viele Landwirte und Viehzüchter Schwierigkeiten, Ackerland in ausreichender Größe oder zu vernünftigen Preisen zu bekommen.

Dies sind einige der Haupthindernisse, mit denen sich junge Menschen konfrontiert sehen, die sich für einen Beruf in der Landwirtschaft oder Viehzucht entscheiden. Die Gewährleistung der Nachhaltigkeit und der Lebensfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe ist der Schlüssel für die Rentabilität dieser Arbeit und für den fehlenden Generationswechsel.

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Die Conselleria d'Agricultura gründet eine "Banco de Tierras de Mallorca"
Die Conselleria d'Agricultura gründet eine "Banco de Tierras de Mallorca"

Angesichts dieser Situation haben verschiedene Regionalregierungen die Landbanken gefördert, ein Register, das die Vermittlung zwischen den Eigentümern von stillgelegten landwirtschaftlichen Betrieben und den an deren Bewirtschaftung interessierten Fachleuten ermöglicht. Die Conselleria d’Agricultura hat bereits mit der Gründung der “Banco de Tierras de Mallorca” begonnen.

Das Projekt wird nun öffentlich ausgestellt, bevor die Stadträtin Mae de la Concha ein Dekret verfasst, das die Organisation und den Betrieb des Projekts festlegt. Eine Zahl, die bereits im Agrargesetz 3/2019 vom 31. Januar vorgesehen war, aber noch nicht in Kraft getreten war.

Mit der Einrichtung der “Landbank” soll der Zugang zu Grund und Boden für junge Menschen und Berufstätige erleichtert, der Verlust an nutzbarem Land gestoppt und die überhöhten Preise, die derzeit für Grundstücke verlangt werden, gesenkt werden. Gerade der starke wirtschaftliche Druck auf die Nutzung des Bodens für andere Wirtschaftszweige als die Landwirtschaft erklärt den hohen Preis für landwirtschaftliche Flächen und seinen ständigen Aufwärtstrend.

Dies geht aus dem Bericht der Conselleria d’Agricultura hervor, der darauf hinweist, dass der Preis für landwirtschaftliche Flächen in den letzten zwanzig Jahren um 55 % gestiegen ist, d. h. von 12,80 Euro pro Hektar im Jahr 2001 auf 19,976 Euro/Hektar im Jahr 2019.

Dieser Anstieg ist nicht vergleichbar mit dem auf dem Festland, wo der Anstieg 35 % beträgt. Hinzu kommt der fehlende Generationswechsel: 61,2 % der landwirtschaftlichen Flächen auf den Balearen sind im Besitz von Personen über 55 Jahren, während nur 4,5 % der Flächen im Besitz von Personen unter 35 Jahren sind.

Schwierigkeiten “beim Zugang zu Grund und Boden, die sich beim Eintritt in den Sektor zeigen”, heißt es im Erläuterungsbericht des Projekts, in dem auch auf das Problem der Eingliederung junger Menschen hingewiesen wird.

Angesichts dieser komplexen Situation muss das Projekt “Landwirtschaft” (das jetzt öffentlich ausgestellt wird) die Systeme und Bedingungen für die Übertragung der Nutzung und Verwertung der verfügbaren landwirtschaftlichen Flächen festlegen und dynamische Maßnahmen zur Steigerung von Angebot und Nachfrage entwickeln.

Außerdem ist geplant, eine digitale Plattform einzurichten, auf der alle verfügbaren Grundstücke sowie eine Beschreibung der Eigenschaften des Grundstücks, ob es über Einrichtungen verfügt usw. angeboten werden.