Betrug und Fälschung kommen in Spanien immer häufiger vor und sorgen bei vielen Menschen für Unruhe. Eine aktuelle Studie von Mastercard zeigt, dass Cyberkriminalität für die meisten Spanier ein wachsendes Problem darstellt, das ihren Alltag beeinträchtigt. Vor allem Online-Aktivitäten scheinen ein großes Risiko darzustellen.
Laut der Studie sind 80 Prozent der Spanier heute besorgter über Cybersicherheit als noch vor zwei Jahren. Dieser Prozentsatz liegt über dem europäischen Durchschnitt. Viele Menschen geben an, dass es ihnen schwerer fällt, ihre persönlichen Daten online zu schützen als ihr eigenes Zuhause.
Fast jeder hat inzwischen schon einmal einen Betrugsversuch erlebt. So geben 81 Prozent der Befragten an, dass sie im letzten Jahr mindestens einmal von Betrügern angesprochen wurden. Junge Menschen sind dabei besonders gefährdet, vor allem diejenigen der Generation Z, die viel online unterwegs sind.
Die häufigste Form des Betrugs in Spanien betrifft Online-Käufe. Etwa 42 Prozent der Opfer hatten mit gefälschten Online-Shops, falschen Angeboten oder Verkäufern zu tun, die Produkte verkaufen, aber nie liefern. Oft handelt es sich um attraktive Preise, die zu gut sind, um wahr zu sein.
Auch Investitionsbetrug ist ein großes Problem. Etwa 34 Prozent der Opfer wurden durch gefälschte Investitionen betrogen, oft in Verbindung mit Kryptowährungen. Betrüger versprechen hohe Gewinne, verschwinden aber, sobald das Geld überwiesen wurde. Darüber hinaus waren 33 Prozent von Identitätsdiebstahl betroffen, beispielsweise durch gefälschte Nachrichten, in denen nach persönlichen Daten gefragt wurde.
Auch romantischer Betrug ist weit verbreitet. Etwa 30 Prozent der Opfer überwiesen Geld an jemanden, der sich online als potenzieller Partner ausgab, in Wirklichkeit aber ein gefälschtes Konto nutzte. Schließlich sind auch Reise- und Ticketbetrug beliebt, wobei 28 Prozent mit falschen Angeboten für Reisen oder Veranstaltungen getäuscht wurden, die nie stattfanden.
Quelle: Agenturen





