Die Woche | 02.03. – 08.03.2019

Kritik und Zuversicht – deutsche Reiseveranstalter zwiegespalten
Die deutschen Reiseveranstalter haben auf der Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin ihre Mallorca-Prognosen für den kommenden Sommer bekannt gegeben.
Während die Verantwortlichen bei FTI und Thomas Cook zuversichtlich in die kommenden Monate blicken, hagelt es von anderer Seite Kritik – so zum Beispiel auch von Nils Lübbe, Produkt-Chef bei DER TOURISTIK. Er kritisiert die gestiegenen Preisen auf Mallorca und verweist gleichzeitig auf die angezogenen Buchungen in den Konkurrenzdestinationen. Aber auch das negative Mallorca-Image, das aktuell in der Öffentlichkeit präsentiert wird, gibt Anlass zur Kritik, so Andreas Rüttgers, touristischer Leiter bei Schauinsland. Rüttgers spricht von einem Rückgang von 15 bis 20 Prozent für den Gesamtmarkt auf Mallorca.


Streiks bei Palmas Stadtbussen angekündigt
Bei Palmas städtischem Verkehrsunternehmen EMT steht ein Streik ins Haus. Zwischen dem 25. und 27. März werden die Mitarbeiter nur stundenweise in den Ausstand treten und zwar zwischen 8.00 Uhr und 10.00 Uhr und zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr. Für den 1. April ist unterdessen ein 24-Stunden-Streik angesetzt. Die Gewerkschaften schließen aber auch nicht aus, dass noch weitere Streiktage hinzukommen. Grund für den Arbeitsausstand bei Palmas EMT-Mitarbeitern ist eine aktuelle Ausschreibung der Verkehrsbetriebe, über die neue Busfahrer gesucht werden. Die Gewerkschaften kritisieren, dass potentielle Bewerber dafür keinerlei schriftliche Prüfung ablegen müssen, wie es bisher der Fall war. Bewertet werden ausschließlich Fahrerfahrung und zum Beispiel Sprachkenntnisse. Damit hätten zum Beispiel arbeitslose Busfahrer, die über wenig praktische Fahrererfahrung verfügen, kaum eine Chance auf einen der Plätze.

Mallorca wird bei internationalen Filmemachern immer beliebter.
Laut Paula Ginard, Mallorcas Direktorin für Tourismus, spielt auch im Bereich “Film” die Nachhaltigkeit eine große Rolle.
Die Mallorca Film Commission zum Beispiel beteiligt sich an Initiativen des Green Film Shootings, das Kriterien für audiovisuelle Produktionen aufstellt. Dazu gehören zum Beispiel nachhaltiger Energieverbrauch, die Nutzung von regionalen Bio-Produkten bei Dreharbeiten sowie das Benutzen umweltschonender Verkehrsmittel. Angedacht ist auch, künftig einen Filmpreis auf Mallorca auszuloben, der von der Tourismusstiftung vergeben wird.
Mallorca war bereits Drehort für zahlreiche Produktionen, auch aus Deutschland. Darunter die Kult-Serie “Hotel Paradies” oder “Ein Sommer auf Mallorca“. Selbst Serien mit großem Budget wurden auf der Insel gedreht, wie zum Beispiel “The Night Manager ” oder “Turn Up Charlie”.

Carrefour-Kunden auf Mallorca können eigene Behälter mitbringen
Kunden der Supermarktkette Carrefour können beim Lebensmitteleinkauf in Zukunft bewusst auf Verpackungen verzichten. Um den Verbrauch von Plastik zu reduzieren und das Verwenden von Mehrwegpackungen zu fördern, haben Käufer ab sofort die Möglichkeit, beim Einkauf an der Fleisch- und Fischtheke bei Carrefour ihre eigenen Behälter zu verwenden. Voraussetzung ist, dass die Boxen mit Deckeln verschließbar sind und entweder aus Glas oder Kunststoff bestehen. Auch Obst können die Kunden auf diese Weise selbst verpacken. Mit dieser Maßnahme will sich das Unternehmen für die Reduzierung von Kunststoffmaterialien engagieren und seinen Kunden eine nachhaltigere Alternative anbieten. Die Neuerung gilt auch für die Carrefour-Märkte auf Mallorca.

Polizei ermittelt wegen illegalem Pay TV in Kneipen auf Mallorca
Beamte der spanischen Nationalpolizei haben am Dienstag (05.03) eine groß angelegte Inspektion in mehr als 100 Kneipen auf Mallorca durchgeführt. Im Visier hatten sie ganz konkret Lokale, die Fußballspiele im Fernsehen live übertragen. Ihr Verdacht: Statt legalen Pay TV Receivern nutzen viele Gastronomen dafür gehackte Decoder. Und dieser Verdacht bestätigte sich in vielen Fällen, 75 Prozent der Pay TV-Empfänger, die bei den Verdächtigen in Palma gefunden wurden, waren illegal. Auf Mallorca fanden die Kontrollen gestern vor allem in Palma statt, es wurden aber auch Kneipen in anderen Gemeinden wie Llucmajor, Marratxí und Calvià inspiziert. Es handelt sich dabei um eine spanienweite Aktion der spanischen Nationalpolizei, in deren Zuge mehr als 800 Kneipen kontrolliert wurden.

Unmut in Port de Sòller wegen Neuvergabe der Terrassenplätze
Unter den Gastronomen in Port de Sòller auf Mallorca herrscht in diesen Tagen Unmut: Grund dafür ist laut Tageszeitung Diario de Mallorca die Neuvergabe der Terrassenplätze durch die Hafenbehörde. Hintergrund dafür war, dass ein Restaurant in erster Meereslinie beim Hafenamt Platz für Tische und Stühle im Freien beantragt hatte. Um dieser Forderung gerecht werden zu können mussten bereits vorhandene Terrassenplätze modifiziert werden. Für eines der Lokale hat das zur Folge, dass der Betrieb nun gar keine Außenterrasse mehr bewirtschaften darf. Auch anderen ansässigen Restaurants könnte das laut Hafenbehörde passieren, wenn weitere Gastronomen Anspruch auf Terrassenplätze erheben.
Unterdessen werfen die betroffenen Gastronomen in Port de Sòller der Hafenbehörde, die Plätze für Außenbewirtschaftung einseitig und zu Gunsten einzelner Lokale zu vergeben.

Umbauarbeiten am Yachthafen Molinar beginnen noch im März
Die balearische Hafenbehörde hat jetzt den Umbau des Yachthafens Molinar bestätigt und gleichzeitig den Starttermin bekannt gegeben. Ab dem 18. März, so heißt es in einer Pressemitteilung, soll die Baufirma ACSA mit der Modernisierung des Yachthafens in Palmas gleichnamigem Stadtviertel beginnen. Neben einem neuen Gebäude soll bei den Arbeiten zum einen die Promenade um rund 3.000 Quadratmeter erweitert werden, weiter ist der Bau eines neuen Wellenbrechers geplant, der den Hafen in Zukunft besser schützen soll. Das Restaurant und der angrenzende Segelclub „Club Marítimo Molinar“ soll laut den neuen Plänen ebenfalls saniert werden.

Neuer Kreisverkehr für Son Verí auf Mallorca
Son Veri auf Mallorca bekommt einen neuen Kreisverkehr. Gestern hat der zuständige Inselrat für Verkehr das Projekt offiziell präsentiert. Geplant ist, an der Landstraße Ma-6014, wo momentan Abbiegespuren in das Wohngebiet führen, einen Kreisverkehr zu errichten. Grund für die Maßnahme ist die hohe Unfallquote an dieser Stelle. Durchschnittlich 22.000 Fahrzeuge passieren täglich die Strecke nach Son Verí und um die 12.000 Personen leben in dem angrenzenden Wohngebiet.
Der neue Kreisverkehr, der das Autofahren sicherer machen soll, kostet die Balearenregierung um die 2,4 Millionen Euro. Nach Beginn werden die Bauarbeiten etwa neun Monate in Anspruch nehmen.

Arbeitslosenquote auf den Balearen gesunken
Die Zahl der Arbeitslosen auf den Balearen ist gesunken. Das zeigen aktuelle Daten des Arbeitsministeriums. Insgesamt waren im Februar auf den Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera rund 58.000 Menschen ohne Job, das sind 2,12 Prozent weniger, als im Vorjahresmonat. Mit über 80 Prozent kommen laut den Daten des Ministeriums die meisten Arbeitssuchenden aus dem Dienstleistungssektor. Neben der insgesamt niedrigeren Arbeitslosenquote sind auch insbesondere weniger junge Menschen auf den Balearen auf der Suche nach einem Job. Wie Bel Busquets, der Minister für Innovation, Forschung und Tourismus, bekannt gegeben hat, hat sich ihre Zahl in den letzten vier Jahren halbiert.

Fahrerflucht – jetzt auch in Spanien eine Straftat
Ab sofort wird der Tatbestand der Fahrerflucht in Spanien als Straftat geahndet. Grund dafür ist eine entsprechende Änderung des Gesetzestextes, die jetzt in Kraft getreten ist. Bis dato wurde das unerlaubte Entfernen vom Unfallort in Spanien nicht behördlich geahndet und die Richter hatten, sofern es zum Prozess kam, Interpretationsspielraum. Dieser fällt ab sofort weg und bei Fahrerflucht drohen in Spanien beispielsweise bis zu sechs Jahre Gefängnis, wenn bei einem Unfall zwei Personen ums Leben gekommen sind. Auch bei Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit, Alkohol oder Drogen am Steuer gelten in Spanien ab sofort höhere Strafen.

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