Die Woche | 03.02. – 09.02.2018

Grippewelle auf den Balearen überstanden?
Die Mediziner sprechen bei der diesjährigen saisonalen Grippe von einer Epidemie. Jetzt sieht alles danach aus, als wäre sie überstanden – zumindest, wenn man die aktuellen Daten betrachtet: So ist die Zahl der Grippefälle auf den Balearen in der letzten Woche auf gut 170 Erkrankte von je 100.000 Einwohner gesunken. Das ist ein Rückgang von über 20 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Zu Hochzeiten lag die Zahl noch bei gut 290 Grippefällen auf je 100.000 Einwohner.
Palmas Landeskrankenhaus Son Espases stellte extra neues Fachpersonal ein, um den Ansturm der Notfallpatienten in den Griff zu bekommen. Zum ersten Mal in der siebenjährigen Geschichte des Großklinikums mussten sogar Patienten wieder nach Hause geschickt werden, da alle Notfallbetten belegt waren.
Auch wenn die Grippewelle langsam überwunden ist, sorgt sie in Spanien für weitaus mehr Todesfälle als im letzten Jahr.

Weniger Autos auf Formentera
Der Inselrat von Mallorcas Nachbarinsel Formentera erarbeitet derzeit ein neues Umwelt- und Nachhaltigkeitsgesetz. Ein zentraler Punkt darin sieht vor, die Anzahl an Autos, die auf der kleinen Insel fahren dürfen, zu limitieren und gleichzeitig die Nutzung von Elektroautos anzukurbeln. Besonders in der Sommersaison steigt die Anzahl an Fahrzeugen, die auf den Straßen von Formentera fahren, auf fast das Doppelte an. Im August sind dort um die 60.000 PKW, Mopeds und Motorräder unterwegs und das, obwohl die vorhandenen Straßen auf Formentera eine Gesamtlänge von weniger als 40 Kilometern haben.

Rockband Primal Scream bei Mallorca Live Festival
Am 11. und 12. Mai findet auf Mallorca wieder das „Mallorca Live Festival“ statt.
Jetzt haben die Organisatoren den zweiten Headliner bekannt gegeben: Bei der dritten Ausgabe des größten Indie-Festivals der Insel steht neben dem britischen Elektro-Trio The Prodigy auch die schottische Rockband Primal Scream auf der Bühne.
Damit füllt sich die Liste des Line-Ups langsam. Auch die Indie Rock Band Polock aus Valencia und die Katalanen Muchachito Bombo Infierno sind beim diesjährigen „Mallorca Live Festival“ auf dem ehemaligen Gelände des Aquaparks in Magaluf zu Gast.
Alle Infos und weitere Bands gibt es online auf www.mallorcalivefestival.com.

Wasserreserven auf Mallorca noch immer nicht im grünen Bereich
Trotz des Regens in den letzten Wochen kann die Balearenregierung auf Mallorca noch immer keine Entwarnung vor einer drohenden Dürre geben. In zwei Bereichen der Insel gilt nach wie vor die Warnstufe „Vorwarnung“. Zur Erklärung: Die Warnskala für Trockenheit hat insgesamt vier Stufen, sie reichen von „stabil“ über „Vorwarnung“ und „Alarm“ bis zu „Notstand“.
Doch in den Bereichen „Sierra de Tramuntana Süd“ und „Manacor-Felanitx“ sind die Wasservorräte noch immer nicht im grünen Bereich. Das hat das balearische Umweltministerium jetzt bekannt gegeben. Die Balearenregierung hat eine neue Regelung auf den Weg gebracht, um im Falle einer drohenden Dürre besser handeln zu können. So wird die Stufe „Vorwarnung“ erst herabgesetzt, wenn die Bereiche in drei aufeinanderfolgenden Monaten einen bestimmten Grenzwert nicht überschritten haben.

Vier Wachtürme auf Mallorca werden restauriert
Mallorcas Inselrat will die Wachtürme, die sich an Mallorcas Küste befinden, vor dem Verfall retten. Konkret geht es derzeit um vier Bauten, die restauriert werden sollen: Die Wehrtürme von Banyalbufar, Alcúdia, Andratx und Llucmajor.
Am Dienstag (6.2.) haben die Verantwortlichen des Inselrats, Francesc Miralles und Kika Coll, den Turm an der Cala Pi besichtigt, wo die Arbeiten bereits aufgenommen wurden. Die Politikerinnen erklärten, dass in diesem Fall der Bodenbelag, das Dach und die Treppe erneuert sowie die Innenwände verdichtet werden, so dass keine Feuchtigkeit mehr in das Gebäude eindringen kann.
Nach der Restaurierung sollen die Wachtürme für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Rund 500.000 Euro – so hoch ist das Budget für die Arbeiten.
Die Bauten an Mallorcas Küsten stehen seit 1998 unter Denkmalschutz, ursprünglich dienten sie zu Verteidigungszwecken. Die meisten von ihnen stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Parkplätze sollen mit Solaranlagen ausgestattet werden
Bis zum Jahr 2025 werden auf den Balearen alle öffentlichen und privaten Parkplätze, die über 1.000 Quadratmeter groß sind, überdacht, so dass auf den Markisen Solaranlagen installiert werden können. Das hat die Balearenregierung nun im Rahmen des neuen Klimaschutzgesetzes beschlossen.
Mit diesen Fotovoltaik-Feldern sollen dann die Gebäude, zu denen der jeweilige Parkplatz gehört, also zum Beispiel Supermärkte, mit Sonnenenergie versorgt werden.
Außerdem ist geplant, in den kommenden Jahren deutlich mehr Ladestationen für Elektroautos auf den Parkplätzen der Inseln zu errichten.
Durch diese Maßnahmen will die Balearenregierung den Anteil der erneuerbaren Energien auf Mallorca und den Nachbarinseln von momentan zwei Prozent auf 3,5 Prozent erhöhen.

Palma will die Straßen in allen Stadtteilen täglich säubern
Im vergangenen Jahr hagelte es von Seiten der Anwohner massive Kritik in Bezug auf die Sauberkeit der Inselhauptstadt Palma, an vielen Ecken stapelte sich der Müll fast meterweise. Jetzt hat das Rathaus seinen neuen Reinigungsplan vorgestellt. Dieser sieht vor, dass alle Straßen in den 35 Stadtteilen täglich gereinigt werden, entweder zu Fuß oder mit einem Kehrfahrzeug. Einmal im Monat kommt auch ein Reinigungsfahrzeug zum Einsatz, um die Straßen mit Wasser zu säubern. Nach und nach wird der neue Reinigungsplan ausgeweitet.
In der Nacht sind 20 Müllfahrzeuge in Palma unterwegs, um die Abfallcontainer zu leeren oder den entsorgten Speermüll einzusammeln.
Die Stadt Palma investiert fünf Millionen Euro. Mit dem Geld werden nicht nur neue Reinigungsfahrzeuge bezahlt sondern auch neue Mitarbeiter eingestellt, so Palmas Bürgermeister Antoni Noguera.

Job-Messe in Palma – diesmal im Kongresspalast
Am 21. und 22. Februar findet auf Mallorca wieder die Messe für Arbeitssuchende, die „Fira de l’Ocupació“ statt – diesmal in Palmas Kongresspalast.
Rund 45 Unternehmen werden dort mit einem Stand vertreten sein und insgesamt etwa 1.600 Jobs vergeben. Ziel der Messe ist es, einen direkten Kontakt zwischen Arbeitssuchenden und Unternehmen herzustellen. Auch ihre Bewerbungsunterlagen können potentielle Arbeitnehmer hier abgeben.
Daneben bietet die Job-Messe in Palma aber auch Workshops und Info-Veranstaltungen und bietet Hilfestellungen bei der Jobsuche.
Die teilnehmenden Firmen kommen aus ganz unterschiedlichen Branchen.
Mehr Infos zu der Job-Messe, den ausgeschriebenen Stellen sowie die Öffnungszeiten finden Sie unter http://web.palmaactiva.com/fira2018/ca/index.php

Palmas Richter beschweren sich über defektes Informatiksystem
Die Richter in Mallorcas Inselhauptstadt Palma beschweren sich über das Informatiksystem, das in den Büros verwendet wird. Das schreibt die Tageszeitung Ultima Hora. Grund ist, dass es immer wieder zu Ausfällen kommt, Akten können nicht geladen werden etc. Ein Zustand, der bereits seit November 2016 besteht, damals wurde das neue Computersystem im Gerichtsgebäude installiert. Probleme gab es von Anfang an, allerdings konnten einige bis heute nicht gelöst werden. Palmas Richter haben deswegen sogar schon auf offener Straße demonstriert. Ein Grund, warum es in Sachen Lösungsfindung so langsam voran geht ist, dass jedes Problem zunächst der Zentrale in Madrid gemeldet werden muss. Für die Bürger, die das Gericht in Palma aufsuchen müssen, bedeutet dieser Zustand, dass sie oftmals lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen.

Illegale Kindergeburtstagspartys in Palmas Parc Bellver
In Mallorcas Inselhauptstadt Palma sieht man sie nahezu an jedem Wochenende: Kindergeburtstagspartys, die in öffentlichen Parks gefeiert werden. Der Stadt Palma sind sie jedoch ein Dorn im Auge, vor allem, wenn sie im Wald um das Schloss Bellver oder im Parc de la Mar stattfinden.
Laut einem Nutzungsplan, der 2016 in Kraft getreten ist, sind öffentliche Partys ohne Genehmigung hier nämlich verboten. Grund ist, dass insbesondere der sogenannte „bosque bellver“ in den letzten Jahren stark gelitten hat. Laut einer Studie sind bereits 20 Prozent der Oberfläche von Erosion betroffen. Schuld daran sind aber auch die vielen Spaziergänger, Radfahrer und Hundebesitzer. Um den Park besser zu schützen, hat die Stadt Palma jetzt mehr Polizeipräsenz gefordert. Unter anderem sollen die Beamten auch illegal abgehaltene Kindergeburtstagsfeiern unterbinden. In anderen Parks der Inselhauptstadt werden sie meist geduldet, obwohl hier theoretisch auch eine Genehmigung eingeholt werden müsste.

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