Die Woche | 04.05. – 10.05.2019

Der Wochenrückblick - präsentiert von Das Inselradio

Der Wochenrückblick - präsentiert von Das Inselradio

Neues Gesetz zur Arbeitszeiterfassung in Spanien
Spanienweit und damit auch auf Mallorca tritt am Sonntag (12.5.) ein neues Gesetz in Kraft, welches sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer betrifft. Die neue Rechtsverordnung sieht vor, dass Unternehmen in Spanien dazu verpflichtet sind, die Arbeitszeiten der Angestellten zu dokumentieren. Damit will die Regierung vor allem das Problem der Schwarzarbeit bekämpfen. Immer häufiger ist nur ein Teil der Arbeitszeit zwischen den Unternehmen und Angestellten vertraglich geregelt, der Rest des Gehalts wird oftmals in bar ausgezahlt. Damit soll nun Schluss sein. Betrieben bleibt zunächst selbst überlassen, ob sie digitale Stempeluhren benutzen oder ob sie auf veraltete Papierkartenstempelgeräte setzen.

Zukunft der kleinen Strandbar an der Cala Torta weiter ungeklärt
Die Zukunft der kleinen Strandbar an der Cala Torta in Mallorcas Nordosten bleibt weiter ungeklärt. Anfang Mai hatte das Chiringuito in diesem Jahr erstmals eröffnet, am Donnerstag (9.5.) hat die balearische Umweltbehörde die Bar inspiziert und festgestellt, dass die Betriebsgenehmigung der Strandbar seit über einem Jahr abgelaufen ist.


Durch eine Änderung im Küstenschutzgesetz müssen Strandbars außerdem demontierbar sein und einen Mindestabstand zur Dünenlandschaft haben. Beides trifft im Falle des kleinen Chiringuitos an der Cala Torta, das dort seit 1968 betrieben wird, nicht zu. Ob die Bar geschlossen werden muss, ist aktuell unklar. Die spanische Küstenbehörde hat nun Gelder zur Verfügung gestellt mit denen eine abbaubare Bar errichtet werden könnte.

Weitere 40.000 Euro für Palmas Viertel Son Banya
Bis zum 30. April sollten ursprünglich alle Häuser in Palmas Problemviertel Son Banya abgerissen sein.
Das Problem ist, dass die Bewohner in dem Gebiet mittlerweile neue Barracken aus Metall oder Holz errichtet haben.
Aus diesem Grund muss das Rathaus von Palma jetzt noch einmal rund 40.000 Euro in die Hand nehmen, um auch die neu errichteten Hütten dem Erdboden gleichzumachen.
Außerdem muss die Stadt ein Unternehmen beauftragen, das dafür sorgt, dass keine neuen Barracken in Son Banya errichtet werden. Die Stadt lässt jetzt auch Schilder in dem Viertel anbringen, auf denen auf ein Bauverbot hingewiesen wird.

Einsatz gegen Hütchenspieler an der Playa de Palma
Die spanische Nationalpolizei ist am Mittwoch (8.5.) in einem großen Einsatz gegen Hütchenspieler an der Playa de Palma vorgegangen. Um die 40 Beamten waren daran beteiligt, sie konnten mehrere Personen festnehmen, von denen einige zu organisierten Banden gehören.
Die Hütchenspieler sind vor allem während der Frühlings- und Sommermonate an der Playa de Palma auf Mallorca aktiv. Sie haben vor allem Touristen im Visier, die sie anlocken, bei dem manipulierten Glücksspiel mitzumachen. Nicht selten verlieren die Opfer dabei hunderte von Euro nicht nur beim Spiel, sondern auch durch die Mitglieder der Betrügerbande, die während des Spiels unbemerkt Geldbeutel oder Wertsachen stehlen. Anwohner und ansässige Geschäftsinhaber fordern schon länger ein härteres Vorgehen gegen diese Art von organisierten Banden.

Vermisste Mallorquinerin in Paris gefunden
Die junge Mallorquinerin aus Palmanova, die seit dem 1. Mai in Paris als vermisst galt, wurde gefunden.
Die französische Polizei hat bekannt gegeben, dass die junge Studentin verwirrt und orientierungslos in den Straßen von Paris umhergestreift sei. Da sie keinerlei Ausweispapiere bei sich trug, wurde sie in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Die Ärzte kontaktierten dann die Eltern, die ihre Tochter identifizierten.
Die junge Frau wurde rund eine Woche lang gesucht, ihr Rucksack mit Handy und Ausweis war bereits vor einigen Tagen in der Nähe der Universität, an der sie studierte, entdeckt worden.
Was mit ihr passiert ist, ist noch nicht bekannt. Die Familie der Mallorquinerin hat die Öffentlichkeit darum gebeten, die Privatsphäre der Studentin zu respektieren.

Kinder auf den Balearen müssen Impfung wiederholen
Kinder und Jugendliche, die zwischen den Jahren 2001 und 2007 auf den Balearen geboren wurden, müssen eine Impfung wiederholen. Konkret handelt es sich um die Meningokokken-Impfung. Meningokokken sind weltweit vorkommende Bakterien, die eine bakterielle Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen können. Die Impfung wird den Kindern auf den Balearen mit vier Monaten, zwölf Monaten und zwölf Jahren verabreicht. Vor kurzem wurde allerdings die Dosis, die mit zwölf Jahren geimpft wird, modifiziert. Sie soll nun auch vor verschiedenen Unterarten der Meningokokken schützen.
Deswegen müssen alle zwischen 13- und 18-Jährigen, die noch die alte Impfdosis bekommen haben, das Prozedere wiederholen. Das balearisches Gesundheitsministerium rechnet damit, dass der neue Impfstoff gegen Meningokokken ab dem letzten Quartal dieses Jahres in den Gesundheitszentren der Inseln vorrätig ist.

Arbeitslosigkeit im April auf den Balearen gesunken
Die Zahl der Arbeitslosen auf den Balearen ist im April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp zwei Prozent zurückgegangen. Somit waren letzten Monat etwa 44.700 Menschen auf den Inseln arbeitslos, 900 weniger, als im April 2018. Diese Daten hat das spanische Arbeitsamt jetzt bekannt gegeben.
Aber nicht nur auf den Balearen, sondern landesweit hat die Arbeitslosigkeit im April im Vorjahresvergleich abgenommen. So waren letzten Monat 3,16 Millionen Menschen in Spanien ohne Job.
Die gute Entwicklung des letzten Monats, so die Experten, lag unter anderem daran, dass Ostern in diesem Jahr im April war.

Desolater Zustand an Palmas Cala Gamba seit zwei Jahren
Seit mittlerweile fast zwei Jahren befindet sich die Meerespromenade an Palmas Cala Gamba in einem desolaten Zustand und nichts wird dagegen unternommen. Seit Monaten sammeln sich Unrat und Algen in der kleinen Bucht an und verursachen einen Fäulnisgeruch. Anwohner müssen deswegen ihre Fenster meist geschlossen halten.
Hinzu kommt, dass Anfang 2018 dort ein Teil der Küstenbegrenzungsmauer eingestürzt ist. Das hatte zur Folge, dass die Promenade teilweise abgesperrt werden musste und Fußgänger bis heute an dieser Stelle über den Fahrradweg laufen müssen. Bisher haben sich weder Balearenregierung noch Küstenverwaltung des Problems angenommen. Der Grund: Weder die eine noch die andere Instanz sieht sich in der Verantwortung. Momentan sieht es nicht danach aus, dass sich am Zustand der Cala Gamba noch vor den Kommunalwahlen am 26. Mai etwas ändern wird.

Weniger Briten machen Urlaub auf Mallorca
Im Sommer kommen weniger Briten auf die Balearen, als im Vorjahr. Die Buchungen von Pauschalreisen sind aktuell um bis zu fünf Prozent zurückgegangen, heißt es von Seiten des Fremdenverkehrsinstituts Turespaña. Spanienweit spricht man dort von einem Rückgang von drei Prozent.
Allerdings gehören Mallorca und die Nachbarinseln nach wie vor spanienweit zu den beliebtesten Reisezielen der Briten. 40 Prozent der Briten, die in diesem Jahr Urlaub machen, kommen nach Spanien, die meisten von ihnen auf die Balearen.
Generell reisen die Briten in diesem Jahr weniger innerhalb der EU. Sie buchen erstmals wieder verstärkt Urlaub in Tunesien, Ägypten und in der Türkei.

Erweiterung von Palmas Sa Riera-Park für den Herbst geplant
Palmas Sa Riera-Park, der sich etwas außerhalb des Stadtzentrums befindet, soll, wenn alles nach Plan läuft, ab diesem Herbst erweitert werden. Das schreibt heute die Tageszeitung Ultima Hora. Angedacht ist, den bisher noch brach liegenden, westlichen Teil des Parks in einen Stadtwald zu verwandeln. Dadurch soll auch eine Verbindung zwischen dem Parque Son Dameto und der Plaça Barcelona entstehen, beide Orte sollen künftig über einen Fahrradweg erreichbar sein.
Bisher ist Palmas Sa Riera-Park noch zweigeteilt, auch deswegen, weil in der Mitte der gleichnamige Sturzbach verläuft. Vom Kreisverkehr am Stadtfriedhof bis ins Viertel Es Fortí reicht die Parkanlage, die 2007 eingeweiht wurde. Der westliche Teil des Sa Riera-Parks ist völlig unbebaut und wird bisher nicht als Park genutzt.

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