Die Woche | 05. – 11.10.2019

Mallorca-Hotels könnten auf Ökosteuer sitzen bleiben
Die Hoteliers auf Mallorca und den Nachbarinseln könnten auf der Touristensteuer sitzen bleiben, die sie für Thomas Cook-Urlauber gezahlt haben.
Die Balearenregierung hatte den Hotels ursprünglich versprochen, dass sie das Geld zurückbekommen, musste dann aber doch feststellen, dass dieses Vorhaben so nicht umgesetzt werden kann. Es sei einfach falsch, sich am Topf der Ökosteuer zu bedienen, um die Hotels zu entschädigen. Außerdem sei streng geregelt, wofür die Einnahmen aus der Touristensteuer ausgegeben werden, heißt es von Seiten der regierenden Sozialisten.
Damit die Hotels doch noch an ihr Geld kommen, prüft die Balearenregierung jetzt, ob das Geld zum Beispiel aus einem anderen Etat genommen werden kann. Es geht um drei Millionen Euro.


US-Konzern will Thomas Cook-Angestellte übernehmen
Ein US-amerikanisches Unternehmen will ehemalige Thomas Cook-Angestellte aus Großbritannien und Spanien übernehmen. Das wäre auch ein Lichtblick für hunderte betroffene Arbeitnehmer auf Mallorca.
Diese Information hat Gloria Guevara, die Vorsitzende des World Travel & Tourism Councils, auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Um welche Firma es sich genau handelt, dazu konnte sie allerdings keine weiteren Details bekannt geben. Nur, dass es ein großes Unternehmen und kein Reiseveranstalter ist, mit Niederlassungen in Großbritannien. Vor allem im Bereich Reservierungen bestehe dort ein Interesse an dem ehemaligen Personal von Thomas Cook.

Mallorca – der Ground Zero des Kampfes gegen Klimawandel.
Kaum eine andere Weltregion ist vom Klimawandel so stark bedroht wie die Mittelmeerregion – inklusive Barcelona, Rom und Mallorca.
„Wir müssen handeln“, rief Nasser Kamel, der Generalsekretär der Union für den Mittelmeerraum beim Regionalforum in Barcelona.
Der deutsche Ökologe und Geograf sprach bei seiner Präsentation von der Mittelmeerregion als “Hotspot” und “Ground Zero” des Kampfes gegen Klimawandel.
Die Erwärmung schreite in diesem Gebiet derzeit um 20 Prozent schneller voran als im globalen Durchschnitt, heißt es. Die Durchschnittstemperatur in Barcelona und Rom sowie auf Mallorca werde sich bis 2040 um 2,2 Grad erhöhen. Der Meeresspiegel könnte bis 2100 um mehr als einen Meter ansteigen – dabei sollen ganze Inseln und Küstenstreifen völlig verschwinden. Die vorgestellte Studie wurde von mehr als 600 Wissenschaftlern aus 35 Ländern erstellt.

Verkehrsrekord auf Mallorcas Vía de Cintura
Mallorcas Vía de Cintura hat im vergangenen Jahr einen neuen Verkehrsrekord gebrochen: Fast 190.000 Fahrzeuge täglich wurden auf der Strecke zwischen dem Son Hugo-Schwimmbad und der Ausfahrt nach Sóller gezählt. Das entspricht einem Anstieg um über 32.000 Fahrzeuge im Vergleich zu 2013. Damit ist dieser Abschnitt der mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in ganz Palma. Vor allem in den Wintermonaten und zur Rush Hour am Morgen. Stark befahren ist auch der darauf folgende Abschnitt in Fahrtrichtung Andratx und die Zufahrt nach Palma aus Inca kommend. Im Gegensatz dazu ist das Verkehrsaufkommen auf der Landstraße zwischen Palma und Manacor in den letzten Jahre nicht nennenswert angestiegen.

Schwedischer Wissenschaftler auf Mallorca angeklagt
Ein schwedischer Wissenschaftler soll auf Mallorca versucht haben, ein Zimmermädchen sexuell zu missbrauchen. Der Vorfall passierte am 27. September in einem Hotel in Can Pastilla. Dort ging der 66-Jährige, der unter anderem Professor für Biochemie an der Universität von Oslo war, in ein Zimmer, in dem ein Zimmermädchen gerade sauber machte und fing an, sie an den Brüsten zu berühren. Die Frau konnte auf den Balkon flüchten und um Hilfe rufen. Sie erstattete Anzeige gegen den Schweden. Die Staatsanwaltschaft fordert 1,5 Jahre Gefängnis sowie die Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 1.000 Euro von ihm.

Jahrestag der Flutkatastrophe auf Mallorca
Am 9. Oktober 2018 Jahr kamen 13 Menschen auf Mallorca bei der Flutkatastrophe von Sant Llorenç ums Leben, zahlreiche Häuser wurden zerstört, viele Menschen verloren ihr Hab und Gut.
Mittlerweile sind die meisten Straßen, Brücken und Gebäude wieder repariert. Möglich war das unter anderem durch Spenden von Privatpersonen und von der Balearenregierung. Von den versprochenen 20 Millionen Euro, die die Zentralregierung in Madrid zum Wiederaufbau beisteuern wollte, kam bislang noch Cent an, heißt es.

39 Jahre Haft für Diebesbande auf Mallorca
Zehn Mitglieder der Diebesbande „Los Lobato“ wurden jetzt auf Mallorca zu einer Gesamt-Freiheitsstrafe von 39 Jahren verurteilt.
Der Familienclan besteht aus zwölf Personen, die ersten Festnahmen erfolgten bereits 2017. Insgesamt soll die Bande mehr als 400 Einbrüche begangen und dabei rund zehn Millionen Euro erbeutet haben.
Vergangene Woche waren über 100 Beamte der Guardia Civil im Einsatz, um gleichzeitig mehrere Hausdurchsuchungen durchzuführen. Zuvor hatten die Beamten monatelang die Clan-Mitglieder beobachtet und die Verstecke für das Diebesgut ausfindig gemacht.

Palma will neue Kathedralen-Beleuchtung trotz Einwände
Trotz großer Einwände von Seiten der Denkmalschutzvereinigung ARCA, will die Stadt Palma eine neue Beleuchtung an der Kathedrale anbringen. Eigentlich hatte man sich bereits darauf geeinigt, dass anstatt bunten Lichtern nur weiße installiert werden sollen. Doch nun ist die Denkmalschutzvereinigung doch komplett gegen das vorgestellte Projekt und fordert einen neuen Vorschlag. Der Grund sind die geplanten Laternenmasten, denn die sollen sechs Meter hoch und somit einen Meter höher sein als die, die momentan vor der Kathedrale stehen. Stadträtin Angélica Pastor hat erklärt, dass die Stadt das Projekt wie geplant umsetzen will, die Entscheidung liegt jetzt aber bei Mallorcas Inselrat.

Mallorcas Flughafen wird für 590 Millionen Euro umgebaut
Mallorcas Flughafen Son Sant Joan soll in den kommenden vier Jahren für insgesamt fast 590 Millionen Euro umgebaut, saniert und modernisiert werden.
Bei den Arbeiten handelt es sich um Anpassungen im Bereich der Infrastruktur sowie um umweltschutztechnische Maßnahmen.
Laut Angaben des Flughafenbetreibers Aena fließt der größte Teil des Geldes, nämlich über 220 Millionen Euro, in die Modernisierung des Check-In-Terminals und in den Ankunftsbereich. Weiteres Geld wird unter anderem in den Umbau der Zufahrtsstraßen zu den Parkplätzen, in die Erneuerung der Klimaanlagen und in das Gepäckabfertigungssystem gesteckt.
Außerdem ist eine neue Fußgängerbrücke geplant, durch die die Wege zu den Terminals verkürzt werden.
Es handelt sich um den größten Umbau des Flughafens Son Sant Joan seit seiner Eröffnung 1997.

Bar Bosch in Palma muss jetzt sonntags schließen
Die bekannte Bar Bosch in Palmas Zentrum muss jetzt sonntags schließen. Bislang hatte das Lokal, das es bereits seit 1936 gibt, jeden Tag ogeöffnet, ab sofort sind die neuen Öffnungszeiten montags bis samstags von 7:30 Uhr morgens bis 1:00 Uhr nachts.
Grund ist, dass der Betreiber Onofre Flexas laut einer neuen Gastronomie-Verordnung seinen Mitarbeitern keine weiteren Extra-Stunden bezahlen darf und, um weiterhin sonntags öffnen zu dürfen, zwölf weitere Personen einstellen müsste. 40 Angestellte hat die Bar Bosch aber bereits, und Zusatzpersonal würde sich nicht lohnen, heißt es.

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