Die Woche | 08.07. – 14.07.2017

63 Prozent Wasserreserven auf den Balearen Ende Juni
Die Wasserreserven auf den Balearen waren Ende Juni zu 63 Prozent gefüllt, vier Prozent weniger, als im Vormonat.
Jetzt hat das balearische Umweltministerium wegen der drohenden Dürre für Mallorcas Norden die Warnstufe „prealerta“, also „Vorwarnung“, ausgerufen.
Insgesamt hat die Warnskala für Trockenheit vier Stufen, sie reichen von „Stabil“ über „Vorwarnung“ und „Alarm“ bis zu „Notstand“.
Im Vergleich zum Vorjahr gibt es auf Mallorca, Menorca und Co. Aber deutlich mehr Wasserreserven: 2016 kämpften die Balearen im Sommer kontinuierlich gegen die anhaltende Trockenheit, so mussten zum Beispiel Orte in Mallorcas Tramuntanagebirge per LKW mit Wasser beliefert werden. Zudem war es verboten, Pools mit Wasser aus der Leitung zu füllen oder Gärten zu bewässern.

Blutspender benötigt
Auf den Balearen werden Blutspender gesucht. Zwar werden Spenden aller Blutgruppen benötigt, besonders knapp sind derzeit jedoch die Reserven der Gruppen AB-negativ, B-negativ, 0-positiv, A-positiv und B-positiv. Hier reichen die Vorräte maximal drei Tage, heißt es von Seiten der balearischen Blutbank.
Jeder, der gesund und zwischen 18 und 65 Jahre alt ist und mindestens 50 Kilogramm wiegt, kann Blut abgeben. Die Verantwortlichen weisen darauf hin, dass die Blutspende nur etwa 30 Minuten in Anspruch nimmt.
Mehr Infos gibt es online unter www.donasang.org

Alkoholverbot auf Balearen-Flügen gefordert
Die Balearenregierung will den Alkoholkonsum der Passagiere auf Flügen von und nach Mallorca und Co. einschränken. Die Verantwortlichen fordern auch strengere Kontrollen an den Flughäfen. So dürfte man bereits angetrunkenen Reisenden keinen Alkohol mehr verkaufen, heißt es. Der entsprechende Antrag wurde bereits bei der Zentralregierung in Madrid, sowie in Brüssel eingereicht.
Vor allem auf Flügen zwischen Großbritannien und Mallorca bzw. Ibiza kommt es regelmäßig zu Zwischenfällen in Folge von zu hohem Alkoholkonsum. Hinzu kommt, dass randalierende Reisende eine Gefahr für andere Fluggäste darstellen, aber auch das Personal an Bord der Maschinen und am Flughafen gefährden.

3,6 Millionen Flugreisende im Juni an Mallorcas Airport
Auch im Monat Juni verzeichnete Mallorcas Airport wieder einen Passagierrekord. Über 3,6 Millionen Flugreisende wurden am Flughafen Son Sant Joan abgefertigt, das waren etwa acht Prozent mehr, als im Vorjahresmonat. Außerdem registrierte Flughafenbetreiber AENA auch mehr Flugbewegungen: Über 25.000 Flugzeuge sind im vergangenen Monat von hier gestartet oder auf dem Airport gelandet.
Wie bereits in den Vormonaten kamen die meisten internationalen Touristen aus Deutschland, nämlich rund 1,3 Millionen Passagiere; gefolgt von den Briten mit rund 841.000 Urlaubern.
Insgesamt kamen in der ersten Jahreshälfte rund 11,4 Millionen Menschen auf Mallorca an, sieben Prozent mehr, als in den ersten sechs Monaten des letzten Jahres.
Diese Daten hat Flughafenbetreiber AENA jetzt veröffentlicht.

Calvià will britische Presse verklagen
Die Gemeinde Calvià will die britische Regenbogenpresse verklagen. Das schreibt die spanische Zeitung El Mundo. Auslöser ist eine Publikation in der britischen Zeitung „The Sun“ in dieser Woche. Darin schreibt die Autorin von kriegsähnlichen Zuständen in Magaluf – und zwar unter der Überschrift „Violence replaces Sex“. Gleichzeitig erhebt der Artikel aber auch schwere Vorwürfe gegen die Lokalpolizei von Calvià. Unter anderem spricht die Autorin von unterlassener Hilfeleistung von Seiten der Beamten und sie wirft ihnen vor, in einem Fall mit ihren Fahrzeugen eine Rettungsgasse für die Krankenwagen versperrt zu haben.
Die Gemeinde Calvià prüft jetzt, rechtliche Mittel gegen die britische Zeitung einzuleiten.

Keine neuen Hotels und Ferienunterkünfte für Palma
In Mallorcas Inselhauptstadt Palma werden vorerst keine neuen Hotels entstehen. Baustadtrat José Hila und Bürgermeister Antoni Noguera haben angekündigt, dass es in den kommenden zwölf Monaten keine Genehmigungen für den Betrieb von neuen Unterkünften geben wird. Ausgenommen davon sind sogenannte 5-Sterne-Boutique Hotels, die unter anderem nicht mehr als 20 Betten haben dürfen.
Diese Regelung betrifft vier Stadtviertel von Palma, darunter Santa Catalina und die gesamte Innenstadt. Außer Hotels sind von der neuen Regelung aber auch Jugendherbergen und vor allem private Ferienunterkünfte betroffen. D.h. ab sofort werden in den genannten Vierteln keine weiteren Genehmigungen für eine kommerzielle Ferienvermietung erteilt. Mit dieser Maßnahme will die Stadt Palma verhindern, dass der Tourismus in der Inselhauptstadt aus den Fugen gerät. Gleichzeitig schaffen sich die Verantwortlichen auf diese Weise ein Jahr Bedenkzeit, um zu überlegen, welche Regelungen längerfristig greifen können, um insbesondere die Ferienvermietung in Palma besser kontrollieren zu können.

Vier Flüchtlingsboote in fünf Tagen auf Mallorca gelandet
Es ist das vierte Flüchtlingsboot innerhalb von nur fünf Tagen, das am Dienstag früh (11.7.) die Küste von Mallorca erreicht hat. Gegen 5:00 Uhr entdeckten Beamte der Guardia Civil die illegalen Einwanderer, die über Colonia Sant Jordi auf die Insel gelangen wollten. 14 Personen sollen sich an Bord des kleinen Holzbootes befunden haben. Nachdem ihre Personalien festgestellt wurden, werden sie in ihre Heimatländer abgeschoben.
Erst am Montag (12.7.) hatte ein Flüchtlingsboot mit 13 Personen Mallorca erreicht und am Freitag (7.7.) waren es sogar zwei Boote an einem Tag, die mit insgesamt 27 illegalen Immigranten im Süden der Insel und im Bereich von La Cabrera ins Land einreisen wollten.
Im gesamten Jahr konnte die Guardia Civil bisher 12 Flüchtlingsboote stoppen, weitaus mehr, als in den Vorjahren: 2016 und 2015 wurden jeweils gerade einmal 3 Boote mit illegalen Einwanderern vor Mallorca entdeckt.

Palmas Auditorium will Dachterrasse für Besucher öffnen
Die Betreiber von Palmas Auditorium am Paseo Marítimo planen, künftig die Dachterrasse des Gebäudes für das Publikum zu öffnen. Das schreibt die Tageszeitung Diario de Mallora. Bisher wurde die rund tausend Quadratmeter große Fläche, die sich im achten Stock des Gebäudes befindet, nur punktuell genutzt. Beispielsweise für private Feiern. Wenn es nach Marc Ferragut, dem Geschäftsführer des Auditoriums geht, soll sich das jedoch bald ändern. Er könnte sich vorstellen, die Dachterrasse in zwei Jahren, anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Auditoriums, zu öffnen.
Palmas Auditorium ist das erste, das in ganz Spanien gebaut wurde. Es hat das ganze Jahr über – bis auf den Monat Juli – geöffnet und bietet ein breites Spektrum an Veranstaltungen: von klassischer Musik über Musicals bis hin zu anderen Shows und Musikveranstaltungen.

Meer um Mallorca wird immer Wärmer
Das regionale Zentrum für Küstenüberwachung SOCIB schlägt Alarm. Das Meer rund um Mallorca war im Juni um 3,5 Grad wärmer, als zu dieser Jahreszeit normalerweise üblich. Mitte des Monats lag die Wassertemperatur sogar bei über 26 Grad Celsius, das sind etwa fünf Grad mehr, als in den letzten 30 Jahren. Aber auch im Mai war die Durchschnittstemperatur des Meeres rund um Mallorca mehr als zwei Grad höher. Die hohen Temperaturen machen vor allem dem in Balearengewässern heimischen Neptungras zu schaffen. Bereits ab einer Temperatur von über 25 Grad stirbt die sogenannte „posidonia“ ab. Im Gegenzug dazu siedeln sich hier immer mehr neue Algen- und Pflanzenarten an, die sich bislang nicht in Balearengewässern verbreiten konnten, so SOCIB.

Zeitarbeitsverträge dominieren Arbeitsmarkt auf den Balearen
Mehr als 80 Prozent der Arbeitsverträge, die auf den Balearen in der ersten Hälfte dieses Jahres abgeschlossen wurden, sind Zeitarbeitsverträge. Das zeigt jetzt eine aktuelle Statistik. Insbesondere Angestellte in Reisebüros bekommen immer häufiger ein zeitlich begrenztes Arbeitsverhältnis angeboten, das sich meist nur über die Sommermonate erstreckt. Demgegenüber gibt es für Angestellte an Hotelrezeptionen immer öfter auch unbegrenzte Arbeitsverträge. Gleichzeitig ist in diesem Jahr die Arbeitslosigkeit auf den Balearen so stark gesunken, wie in keiner anderen autonomen Region Spaniens. 9,5 Prozent mehr Menschen haben – im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2008 – einen Job gefunden.
Allerdings wurde durch eine Arbeitsmarktreform im Jahr 2012 die Vergabe von Zeitarbeitsverträgen für Arbeitgeber erleichtert. Das spiegeln auch die heutigen Daten nach wie vor wieder.

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