Die Woche | 20.04. – 26.04.2019

Der Wochenrückblick - präsentiert von Das Inselradio

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Palmas Flughafen muss eine Million Euro an die Stadt zahlen
Mallorcas Flughafen Son Sant Joan muss eine Million Euro an die Stadt Palma zahlen. Es geht dabei um eine Nachzahlung von Müllgebühren. Dieses Urteil hat Spaniens oberster Gerichtshof jetzt gefällt.
Bei der Summe geht es um Müllgebühren aus den Jahren 2012 und 2013, die Flughafenbetreiber Aena an Palmas Stadtwerke hätte zahlen müssen.
Der Flughafenbetreiber argumentierte, dass ein anderes Unternehmen mit der Müllentsorgung beauftragt hätte. Allerdings ändere das nichts an der fälligen Müllgebühr, da diese trotzdem gezahlt werden müsse, heißt es in dem Urteil.

Zäune für Lokale an der Playa de Palma
Die Lokale an der Playa de Palma umzäunen ihre Terrassen. In den vergangenen Tagen wurden zum Beispiel im Bierkönig in der Schinkenstraße Abgrenzungen aufgestellt. Das soll verhindern, dass Gäste auf der Straße Alkohol trinken, denn seit Anfang des Monats ist das verboten. Auch Essen darf nur noch innerhalb der Lokalterrassen konsumiert werden. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 3.000 Euro.
Das Alkoholverbot gilt zwischen April und September und es betrifft außer der Schinkenstraße auch den Paseo Marítimo, die Calle Joan Miró, Cala Major und die Innenstadt von Palma.
Neben alkoholischen Getränken sind dann auch Angebote wie „Happy Hours“ verboten und Diskos und Bars dürfen keine Flyer mehr an die Passanten verteilen.
Mit dieser neuen Verordnung hat die Stadt auf die Forderungen der Anwohner reagiert, die sich von dem massiven Party-Tourismus gestört fühlen.


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Passagierzuwachs bei Palmas Stadtbussen der EMT
9,5 Millionen Passagiere haben im ersten Quartal dieses Jahres Palmas Stadtbusse genutzt. Das waren rund 600.000 Fahrgäste mehr, als im gleichen Zeitraum 2018. Allein im Monat März dieses Jahres registrierte das Transportunternehmen EMT einen Passagierzuwachs von rund 225.000 Menschen, wie eine aktuelle Statistik belegt.
Sollte die Zahl der Fahrgäste bis Jahresende weiter in diesem Ausmaß steigen, wären es Ende 2019 rund 44 Millionen Menschen, die Palmas Stadtbusse in diesem Jahr genutzt haben.
Palmas Transportunternehmen erneuert seine Flotte in diesem Jahr um insgesamt 100 Stadtbusse. Die Fahrzeuge werden in Lyon in Frankreich gebaut und die ersten Busse werden im Mai in Palma erwartet.

Johannesnacht auf Menorca immer beliebter
Immer mehr Residenten zieht es über die Johannesnacht von Mallorca nach Menorca.
Aus diesem Grund haben die Fluggesellschaften AirNostrum und AirEuropa ihr Angebot jetzt noch einmal erweitert. Viele Flüge seien schon restlos ausgebucht heißt es und besonders schwierig sei es daher, noch günstige Flugtickets, für die Tage kurz vor oder nach dem 23. Juni zu erhalten. Der Preis für einen Hin- und Rückflug nach Menorca während der Tage rund um die Johannesnacht liegt bei mindestens 110 Euro.
Wesentlich kostengünstiger angeboten wird aktuell die Überfahrt mit der Fähre. Bis zur „Nit de Sant Joan“ sind es noch rund zwei Monate. In Palma wird das Fest, bei dem unter anderem am Strand gegrillt werden darf, besonders groß an der Playa Ca’n Pere Antoni direkt vor der Kathedrale zelebriert.

Mallorca-Gemeinden zeigen Interesse an Rauchverbot
Das balearische Gesundheitsministerium prüft aktuell ein mögliches Rauchverbot an mehreren Stränden auf Mallorca. Bereits in der letzten Woche hat es dazu eine gemeinsame Versammlung des Ministeriums mit mehreren Gemeindevertretern gegeben. Dabei wurden erste Szenarien des Verbots geprüft.
Laut Gesundheitsgeneraldirektorin Maria Ramos gehe es bei der „Rauchfrei Kampagne“ nicht darum, Rauchern bei Regelverstoß ein Bußgeld zu verhängen. Primär wolle man das Bewusstsein für rauchfreie Zonen stärken und Raucher somit darauf aufmerksam machen, wie schädlich der Konsum für Mitmenschen und Umwelt sei, so Ramos.
Während die Verantwortlichen der Tramuntana-Gemeinde Banyabulfar einem Verbot zusprachen, hielten sich die Vorsitzenden der Stadt Palma und der Gemeinde Capdepera noch bedeckt. Dort wolle man zuerst prüfen in welcher Form und an welchen Stränden ein Verbot realisierbar sei.

Positive Zahlen zur Semana Santa 2019 in Palma
Nach der Semana Santa auf Mallorca blicken Gastronomen und Unternehmer der Inselhauptstadt Palma auf eine erfolgreiche Osterwoche zurück. Während Restaurantbesitzer ihren Umsatz in diesem Jahr im Vergleich zur Semana Santa 2018 um rund 15 Prozent steigern konnten, stiegen die Einnahmen in den Geschäften um 20 Prozent. Autovermieter melden sogar einen Anstieg von über 40 Prozent. Grund für die positiven Zahlen sei vor allem das schlechte Wetter, so Ramón Reus vom Mietwagenverband Aevab. Aufgrund des Regens hat es Touristen während der Osterwoche auf Mallorca von den Küstengebieten vermehrt in die Inselhauptstadt gezogen.

„Día de Sant Jordí“ auf Mallorca
Am Dienstag (23.4.) hat man auf Mallorca den Welttag des Buches gefeiert. Der sogenannte „Día de Sant Jordí“, also der Namenstag des heiligen Georg, wird jedes Jahr am 23. April zelebriert. In katalanisch-sprachigen Gegenden Spaniens, auch hier auf Mallorca, tauschen dabei Pärchen ein Buch gegen eine Rose.
Viele Buchläden in Palma haben sich auf den „Día de Sant Jordi“ eingestellt und Literatur an Ständen im Freien verkauft.
Außerdem findet noch bis Anfang Mai im Kulturzentrum La Misericòrdia ein Markt mit gebrauchten Büchern statt. Geöffnet ist jeden Tag von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr und von 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr.

Mutmaßliche Brandstifter in Palma festgenommen
Die spanische Nationalpolizei auf Mallorca hat am Montag (22.4.) zwei Männer festgenommen, die im Zusammenhang mit mehreren Müllcontainerbränden in Palma stehen sollen. Den Verdächtigen wird zunächst vorgeworfen, am Sonntagmorgen zwei Müllcontainer in Palmas Stadtteil s’Escorxador in Brand gesteckt zu haben. Belastet werden die beiden Männer spanischer Herkunft von den Aufnahmen einer Videokamera. Die Beamten haben die Ermittlungen in dem Fall eingeleitet und ermitteln weiter, ob die Verdächtigen auch für andere Müllcontainerbrände in Palma verantwortlich sind. Seit Ende 2017 sind in Mallorcas Inselhauptstadt mehr als 350 Müllcontainer in Brand gesteckt worden, zuletzt brannten am Sonntagmorgen zwei der Container in der Calle Poeta Guillem Colom in Palma vollständig aus.

Balearen: Lebenserwartung und Durchschnittsalter gestiegen
20.400 Personen auf den Balearen, die älter als 80 Jahre alt sind, leben allein, also ohne Familienmitglieder, WG-Bewohner oder Pflegekräfte im selben Haushalt.
Laut Daten des Nationalen Statistikinstituts INE sind das doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. Zum größten Teil handelt es sich dabei um Frauen.
Die Studie belegt außerdem, dass die Lebenserwartung auf den Inseln stetig zunimmt. Im Schnitt liegt sie bei 83 Jahren. Aber nicht nur die Lebenserwartung auf den Balearen ist angestiegen, sondern auch das Durchschnittsalter der hier lebenden Personen, es liegt aktuell bei 41 Jahren.

Zahl illegal angebotener Mietobjekte auf Mallorca steigt an
Die Zahl illegal angebotener Ferienunterkünfte auf Mallorca steigt vor Beginn der Sommersaison deutlich an. Besonders wächst das Angebot auf den Plattformen Airbnb, HomeAway und Tripadvisor. Dort können zu Preisen zwischen 40 und 100 Euro pro Nacht einzelne Zimmer oder auch ganze Appartements gemietet werden.
Die meisten der illegal angebotenen Mietobjekte befinden sich in der Inselhauptstadt Palma, wo das Gesetz der Ferienvermietung erst im letzten Jahr streng verschärft wurde.
Airbnb und ähnliche Plattformen werden dafür verantwortlich gemacht, dass die Mieten in Spaniens Touristenzentren für viele Einheimische zu teuer geworden sind. Erst im letzten Jahr hat das balearische Tourismusministerium gegen die Vermietungsplattform eine Strafe von 300.000 Euro verhängt.

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