Die Woche | 25.05. – 31.05.2019

Der Wochenrückblick - präsentiert von Das Inselradio

Der Wochenrückblick - präsentiert von Das Inselradio

Wohnen auf Ibiza am teuersten
Spanienweit ist das Wohnen auf den Balearen am teuersten. Zumindest, wenn man von den Preisen beim Häuserkauf ausgeht. Mit 2.700 Euro pro Quadratmeter liegen die durchschnittlichen Kosten auf den Balearen rund 56 Prozent über dem nationalen Durchschnitt. Diese Zahlen gehen aus einem aktuellen Bericht des Technologieunternehmens urbanData Analytics hervor.
Auf Mallorca ist das Wohnen in der Gemeinde Calvià am teuersten. Hier liegt der Preis für einen Quadratmeter Wohnraum bei über 3.500 Euro. Jährlich steigt der Durchschnittswert laut der Studie um rund elf Prozent. Während das Wohnen auf nationaler Ebene in Madrid am teuersten ist, müssen die Bürger auf Mallorcas Nachbarinsel Ibiza am tiefsten in die Tasche greifen. Der Quadratmeterpreis in der Hauptstadt Ibiza-Stadt liegt bei fast 5.000 Euro.


Geldbußen gegen Haustierbesitzer auf Mallorca
Die Gemeinde Calviá auf Mallorca hat jetzt insgesamt 49 Geldbußen gegen Haustierbesitzer verhängt, weil sie die Vorschrift aus der örtlichen Tierschutzverordnung nicht eingehalten haben. Die Mehrzahl von ihnen waren Hundebesitzer. Die meisten Verwarnungen gab es, weil die Besitzer ihre Vierbeiner nicht angeleint hatten, ebenfalls Strafen gab es, weil sich Nachbarn von stundenlangem Bellen alleingelassener Hunde belästigt fühlten.
Durch die erst vor kurzem festgelegte Tierschutzverordnung sollen auch die örtlichen Tierheime und Hundewiesen verbessert werden. Im letzten Jahr nahm das Tierheim der Kommune fast 200 Hunde auf, elf Prozent davon wurden von ihren Besitzern abgegeben, 89 Prozent waren Straßenhunde.

Totes Mädchen auf Mallorca: Autopsie soll Klarheit bringen
Wie bereits berichtet, ist am Freitag (24.5.) ein fünfjähriges Mädchen in einer Schule in Palma gestorben, nachdem es vermutlich einen allergischen Schock erlitten hat. Kurz zuvor hatte das Kind in der Schule zu Mittag gegessen.
Mittlerweile wurde eine Autopsie durchgeführt. Laut Angaben der Tageszeitung Ultima Hora steht ein Eis, das das Mädchen zum Nachtisch gegessen hat, in Zusammenhang mit dem tragischen Tod. Das Kind soll unter mehreren Allergien gelitten haben, unter anderem gegen Milcheiweiß. Dieser Umstand war der Schule allerdings bekannt. Auch der allgemeine Gesundheitszustand des Mädchens war nicht sehr gut, deshalb konnte noch nicht eindeutig geklärt werden, ob tatsächlich die allergische Reaktion alleine den Tod verursacht hat. Die Untersuchungen in dem Fall dauern noch an.

Ex-König Juan Carlos zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück
Spaniens Alt-König zieht sich offiziell aus dem öffentlichen Leben zurück, er wird in Zukunft keine Termine in Staatsauftrag mehr wahrnehmen.
In einem öffentlichen Brief an seinen Sohn König Felipe schreibt Juan Carlos, dass es an der Zeit sei, ein neues Kapitel zu beginnen.
Der ehemalige König war früher sehr oft auf Mallorca, wo er im Sommer regelmäßig mit seiner Familie im Marivent-Palast in Cala Mayor Urlaub gemacht hat. Seit einigen Jahren sind seine Besuche auf der Insel aber selten geworden.
Juan Carlos wurde 1975 König und führte Spanien nach dem Tod von Diktator Franco in die Demokratie.

Polizei warnt vor falschen E-Mails des spanischen Finanzamtes
Die Polizei in Spanien warnt davor, dass derzeit gefälschte E-Mails des hiesigen Finanzamtes im Umlauf sind. Der Empfänger wird in dem Text darüber benachrichtigt, dass ihm eine Steuerrückzahlung zusteht. Um diese zu erhalten, soll er seine persönlichen Daten inklusive Kontonummer in ein Formular eintragen.
Bei den E-Mails handelt es sich jedoch um sogenannte „Phishing-Mails“, d.h. der Absender versucht so, an die persönlichen Daten eines Internetnutzers zu kommen, um zum Beispiel dessen Konto zu plündern.
Das spanische Finanzamt rät, solche E-Mails direkt zu löschen und auf keinen Fall Dateianhänge herunter zu laden. Gleichzeitig weisen die Verantwortlichen darauf hin, dass das Finanzamt niemals per E-Mail die persönlichen Daten eines Steuerzahlers anfordert.

Sommerprogramm in Palmas Museum Es Baluard
Palmas Museum Es Baluard hat jetzt sein diesjähriges Sommerprogramm vorgestellt. Es umfasst mehrere Musik-, Kunst- und Film-Festivals, die alle im Außenbereich des Museums für zeitgenössische Kunst ausgetragen werden. Der Veranstaltungszeitraum erstreckt sich von Juni bis September.
Start ist am 6., 14. und 15. Juni mit dem Summer Pie-Festival, bei dem hauptsächlich Musik aus dem Bereich Folk-Rock gespielt wird.
Zwischen dem 7. und 9. Juni findet zudem das neue Festival Cul de Sac statt, bei dem gratis-Aktivitäten und Konzerte angeboten werden. Danach geht es vom 1. bis 7. Juli im Es Baluard weiter mit dem Atlàntida Film Fest, das sich auf Filme made in Europa spezialisiert hat. Im August und September stehen im Es Baluard unter anderem das Kurzfilmfestival Mecal Air, das Mallorca Soul Weekend und das Directed by Women Festival auf dem Programm. Mehr Infos zum Sommerprogramm des Museums für moderne und zeitgenössische Kunst finden Sie auch im Internet unter https://www.esbaluard.org/actividad/fes19/

Mehr Direktflüge von Mallorca auf die Kanarischen Inseln
Die spanische Airline Binter bietet in diesem Sommer einen zusätzlichen Flug von Mallorca aus auf die Kanarischen Inseln an. Ab dem 1. August und bis zum 15. September geht es damit dreimal die Woche nach Gran Canaria und zweimal die Woche nach Teneriffa Nord. Aktuell werden nur zwei Verbindungen zwischen Palma und Gran Canaria angeboten. Die Direktflüge hatte Binter im vergangenen Jahr eingeführt.
Für Balearenresidenten gilt auch bei Flügen auf die Kanarischen Inseln der Residentenrabatt von 75 Prozent.

Buchungsportal Tripadvisor zahlt Bußgeld an Balearenregierung
Das Buchungsportal Tripadvisor hat jetzt das Bußgeld gezahlt, das dem Unternehmen von Seiten des balearischen Tourismusministeriums auferlegt wurde. 300.000 Euro, so hoch ist die Geldstrafe, die nach einem Gerichtsurteil gegen die Vermietungsplattform verhängt wurde. Grund dafür ist, dass Tripadvisor auf seiner Homepage Ferienwohnungen auf den Balearen angeboten hat, die über keine gültige Vermietungslizenz verfügen.
Aus dem gleichen Grund wurden auch die Portale Airbnb und Homeaway mit Strafen belegt. Während Homeaway noch Zeit hat, um das Bußgeld zu bezahlen, ist die Frist für Airbnb bereits abgelaufen. Hier wurde jetzt eine Pfändung eingeleitet. Obwohl Airbnb auf den Balearen schon mehrmals abgemahnt wurde, bietet die Ferienvermietungsplattform noch immer tausende von Unterkünften an, für die keine Lizenzen vorliegen.

Partytouristen sorgen für Auslastung an Mallorcas Playa de Palma
Im kommenden Monat Juni sind die Hotels an Mallorcas Playa de Palma so gut wie jedes Wochenende ausgebucht. Das schreibt die Tageszeitung Ultima Hora. Nach Angaben der dort ansässigen Hoteliers sind es vor allem Partytouristen, die ein verlängertes Wochenende auf Mallorca verbringen. Darunter Holländer und Deutsche, die die vielen Brückentage im Juni für einen Kurztripp nach Mallorca nutzen. Allein zwischen Freitag (31.5.) und Sonntag (2.6.) werden um die 440.000 Flugpassagiere an Palmas Airport abgefertigt. Der Tag mit den bisher meisten Flugbewegungen des Jahres ist morgen: Über 160.000 Menschen werden dann an Mallorcas Flughafen aus-, um- oder einsteigen. Auch für das kommende Wochenende, das Pfingstwochenende in Deutschland, sind die Prognosen ähnlich.
Zeitgleich mit dem Anstieg an alkoholisierten Urlaubern an der Playa de Palma sieht man dort auch immer mehr Hütchenspieler, Straßenhändler und Flyerverteiler.

Illegale Hochzeitsfeier an Mallorcas Es Trenc Strand verhindert
Von der Umweltschutzvereinigung Terraferida wurde Donnerstag (30.5.) eine illegale Hochzeitsfeier an Mallorcas Es Trenc Strand angezeigt. Daraufhin begaben sich Angestellte des balearischen Umweltministeriums zu der Stelle, an der bereits Bänke, Tische und Zelte aufgestellt waren. Die Verantwortlichen wurden dazu aufgerufen, das gesamte Equipment vom geschützten Dünenbereich zu entfernen. Der Es Trenc-Strand steht seit rund zwei Jahren unter Naturschutz, Events dieser Art sind in dem Gebiet also strengstens verboten. Erst im Sommer 2018 hatte Terraferida ebenfalls eine illegale Hochzeitsfeier am Es Trenc Strand zur Anzeige gebracht.

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