Die Woche | 26.08. – 01.09.2017

Teures Parken an Mallorcas Flughafen
Mallorcas Flughafenparkhaus gehört zu den teuersten in ganz Spanien. Das hat jetzt eine Erhebung des Internetportals liligo.com ergeben. Mit 16,50 Euro am Tag und etwas über 100 Euro in der Woche zahlt man nur in den spanischen Großstädten Madrid und Barcelona noch mehr. Hier liegen die Preise sogar doppelt so hoch, wie im spanischen Durchschnitt. Auch in Sevilla und Bilbao zahlt man mehr im Flughafenparkhaus, als in Palma.
Aber, es gibt auch Gegenbeispiele: In Almeria, Córdoba und Salamanca zum Beispiel, kann jeder sein Auto gratis am Airport abstellen.

Sturzbäche in Palma sind nicht vorbereitet auf Regen
Aufgrund der aktuellen Trockenheit sind die Flussbetten der Sturzbäche in Palma momentan ohne Wasser; sobald die ersten Regenfälle kommen, ändert sich das jedoch schlagartig. Wie die Tageszeitung Diario de Mallorca jetzt erklärt hat, sind die Bäche jedoch bisher nicht für Unwetter gewappnet. Grund sind Müllansammlungen in den stillgelegten Flussbetten. In Palmas Sturzbächen Sa Riera und Can Barbará zum Beispiel befinden sich ganze Abfallberge aus Plastik, Metall, Kleidung, Glas und Elektrogeräten.
Das große Problem ist zum einen, dass dieser Müll bei Regen bis ins Meer fließt. Zum anderen kann es durch die Ansammlungen zu Verstopfungen und Überflutunten kommen.
Die ersten Regenfälle könnte es schon bald geben, denn Anfang September tauchen hier in der Regel die sogenannten „gotas frías“ auf. Diese Unwetter gelten als Vorboten des Herbstes. Sie treten auf, weil kalte Luftmassen aus dem Norden die Temperaturen sinken lassen, während das Meer aber noch relativ warm ist.

Sa Feixina-Denkmal in Palma bleibt stehen
Das Sa Feixina-Denkmal in Palma bleibt stehen: Der zuständige Richter hat jetzt eine Gegenklage der Stadt Palma abgewiesen. Darin hatten die Verantwortlichen aus dem Rathaus gefordert, den Obelisken trotz Widerstands der Denkmalschutzvereinigung Arca abzureißen.
Unterdessen zeigt man sich in den Reihen der Denkmalschützer erfreut über diesen neuen Schritt in Richtung Erhaltung des Sa Feixina-Denkmals. Seit Wochen nimmt das Hin und Her um die Zukunft der Skulptur kein Ende.
Eingeweiht wurde sie im Jahr 1948 und umstritten ist das Denkmal, weil es unter dem spanischen Diktator Franco errichtet wurde.

Händler auf Mallorca nicht zufrieden mit Rebajas
Viele Händler auf Mallorca sind in diesem Jahr nicht zufrieden mit den Einnahmen aus den sogenannten „rebajas“, also dem Sommerschlussverkauf. Bereits seit Anfang Juli gelten die Rabatte von teilweise 70 Prozent. Laut Tageszeitung Diario de Mallorca beklagen insbesondere die kleineren Geschäfte jedoch einen Rückgang der Einnahmen: Zwischen zwei und drei Prozent weniger Umsatz machen sie, im Vergleich zum Vorjahr. Einen der Gründe sehen die Händler darin, dass zwar mehr Touristen in diesem Jahr Urlaub auf Mallorca machen, diese aber insgesamt über weniger Kaufkraft verfügen.
Der einzige Sektor, der steigende Verkaufszahlen verzeichnet, ist der Lebensmittelhandel. Das hängt damit zusammen, dass immer mehr Urlauber in Ferienapartments unterkommen und sich deswegen selbst versorgen müssen.
Unterdessen sind die größeren Einzelhändler durchaus zufrieden mit den Umsätzen aus dem Sommerschlussverkauf. Im Gegensatz zu den kleineren Geschäften verzeichnen sie einen Zuwachs bei den Rabatt-Verkäufen.

20,5 Millionen Euro für neuen Bodenbelag in Palmas Flughafen
20,5 Millionen Euro investiert Mallorcas Flughafen Son Sant Joan, um den Bodenbelag in den Terminals B, C und D zu erneuern. Wie Flughafenbetreiber AENA erklärt, wird in diesen Bereichen der jetzige Belag entfernt und dann ein neuer Boden mit einer Dämmschicht verlegt. Damit der Betrieb an Palmas Airport nicht beeinträchtigt wird, werden die Arbeiten in verschiedenen Phasen durchgeführt. Reisende sollen durch Hinweisschilder über die Bauarbeiten in den Terminals informiert und gegebenenfalls auf alternative Wege umgeleitet werden.
AENA hat erst kürzlich eine ganze Reihe an Verbesserungs-, Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt: Zum Beispiel wurden ein neuer Kurzzeitparkplatz sowie Auflade-Stationen für Elektrogeräte eingerichtet. Insgesamt investiert der Flughafenbetreiber in diesem Jahr über 100 Millionen Euro in den Umbau von Palmas Airport Son Sant Joan – so viel Geld wie nie zuvor innerhalb eines Jahres.

An bewölkten Tagen: 100.000 Touristen in Palmas Zentrum
Überfüllte Straßen und volle Parkhäuser: viele Besucher der Inselhauptstadt mussten in dieser Woche lange Zeit im Auto verbringen. Grund war, dass zahlreiche Strandurlauber die leicht bewölkten Tage in Palma verbringen wollten und dazu mit dem Mietwagen kamen.
Die Polizei hat dafür sogar einen Namen: „Operación Nube“, zu Deutsch „Operation Wolke“. An diesen Tagen ist der Verkehr so dicht, dass die Lokalpolizei das hohe Aufkommen in den Straßen regeln muss.
Auch die Gassen und Einkaufsstraßen im Zentrum waren gut besucht. Wie das Rathaus bekannt gegeben hat, sind an bewölkten Tagen im Sommer rund 100.000 Touristen in Palma unterwegs. Zählt man die knapp über 400.000 Einwohner der Stadt hinzu, kommt man auf über eine halbe Million Menschen.
Das Rathaus rechnet damit, dass die Menschendichte im Zentrum künftig etwas nachlässt, da durch das neue Ferienvermietungsgesetz nicht mehr so viele Urlauber in Wohnungen in der Stadt untergebracht werden können.

Michelle Obama macht Urlaub auf Mallorca
Michelle Obama ist seit Dienstag (29.8.) auf Mallorca. Die ehemalige First Lady verbringt hier einen einwöchigen Urlaub und wird dabei von einer ganzen Reihe an Sicherheitskräften begleitet.
Wie die Vanity Fair online berichtet, ist Michelle der Einladung des Ex-US-Botschafters für Spanien, James Costos und dessen Ehemann Michael Smith gefolgt und will hier die Sehenswürdigkeiten der Insel besichtigen. Untergebracht ist sie auf der Finca Ses Planes in Esporles.
Es ist das zweite Mal, dass Michelle Obama auf Mallorca ist. Im Jahr 2010 war sie mit Tochter Sasha hier und besuchte unter anderem den Marivent-Palast in Cala Mayor, wo die beiden mit dem damaligen Königspaar Juan Carlos und Sofia sowie mit Kronprinzessin Letizia zu Mittag aßen.

Ausflüge auf Mallorcas Fischkuttern werden beliebter
Seit letztem Jahr dürfen Mallorca-Touristen auf Kuttern mitfahren und den Fischern bei ihrer Arbeit auf dem Meer über die Schulter schauen. Mittlerweile verfügen rund 30 Boote über eine Lizenz zur Beförderung von Urlaubern. Wie die Firma Pescaturismo aus Palma erklärt hat, wurden auf der Insel bereits 200 solcher Ausflüge mit insgesamt 500 Touristen gemacht.
Die Fischereivereinigung der balearischen Inseln hatte sich schon seit Jahren für eine solche Regelung stark gemacht, da die Fischer so die Möglichkeit haben, sich noch etwas dazuzuverdienen.
Jeder Fischer, der auf seinem Kutter Urlauber befördern will, muss sich vorher bei der Balearenregierung registrieren lassen und dort eine Genehmigung einholen. Zu den weiteren Voraussetzungen gehört eine Personenschäden abdeckende Versicherung, außerdem müssen die Urlauber während der gesamten Fahrt eine Schwimmweste tragen. Maximal können, je nach Bootslänge, zwischen zwei und acht Personen auf einem Fischerboot mitfahren.

Müll, Kakerlaken und Ratte – Palmas Bürger klagen
Palmas Bewohner sind genervt. Vor allem die, die in der Nähe des Parc de les Estacions, der Plaza de Toros, der Plaza París und der Plaza Alexander Fleming wohnen. Sie beklagen sich bei der Stadt darüber, dass sich hier Kakerlaken und Ratten ausbreiten und niemand etwas dagegen tut.
Wie Anwohner gegenüber der Zeitung El Mundo erklärt haben, seien vor allem die Müllansammlungen in den Straßen rund um die Parks der Grund für die Ungeziefer-Plagen. Sie fordern die Stadt zum Handeln auf. Das Rathaus von Palma bittet die Bürger darum, keine Essensreste für streunende Katzen auszulegen, da das zusätzliche Kakerlaken und Ratten anlocke.
Die Stadt hat bereits angekündigt, im kommenden Jahr rund 1,65 Millionen Euro in die Hand zu nehmen, um die von Ungeziefer geplagten Gebiete der Stadt zu säubern. Das ist doppelt so viel Geld wie in diesem Jahr. Zudem hat Bürgermeister Antoni Noguera versprochen, dass das Müllproblem bis Ende des Jahres behoben sei. 20 Millionen Euro werden in Container und Reinigungsfahrzeuge investiert.

Bald geführte Rundgänge durch Höhle Avenc de Son Pou?
Die Höhle Avenc de Son Pou in Mallorcas Inselmitte ist seit Monaten für Besucher geschlossen. Eine Kette vor dem Eingang sowie ein Infoschild weisen darauf hin, dass der Zutritt verboten ist. Balearenregierung und die Grundstücksbesitzer hatten sich im Frühling auf diese Maßnahme geeinigt. Grund waren die großen Menschenanstürme der letzten Jahre, die deutliche Spuren hinterlassen haben. So war die Höhle zwischen Santa Maria und Orient unter anderem durch Graffitis und hinterlassenen Müll stark verschmutzt.
Jetzt will die Gemeindeverwaltung von Santa Maria sich der Sache annehmen. Die Verantwortlichen planen, künftig geführte Rundgänge durch die Höhle Avenc de Son Pou anzubieten und dabei auch darauf zu achten, dass die Besucher nichts beschädigen. Das Rathaus arbeitet derzeit einen detaillierten Plan aus, der dann dem balearischen Umweltministerium vorgelegt werden soll. Wer sich die Höhle momentan ansehen will, der muss sich eine entsprechende Genehmigung bei der Balearenregierung einholen.

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