Die Woche | 26.11. – 02.12.2017

Balearenregierung rechnet 2018 mit 120 Millionen Euro aus „ecotasa“
120 Millionen Euro – so viel Geld soll die Touristensteuer 2018 auf den Balearen in die Kassen spülen. Das wäre dreimal so viel wie im letzten Jahr, als die sogenannte „ecotasa“ eingeführt wurde. Das hat der balearische Tourismusminister Biel Barceló jetzt bekannt gegeben. Der enorme Anstieg der Einnahmen ist auf die geplante Erhöhung der Touristenabgabe zurückzuführen. In der kommenden Hauptsaison soll die ecotasa das Doppelte kosten. Dann zahlen Urlauber in den Sommermonaten, je nach Art der Unterkunft zwischen einem und vier Euro extra pro Übernachtung. Bislang sind es zwischen 50 Cent und zwei Euro pro Nacht.
In diesem Zusammenhang gab Barceló auch bekannt, das gut 70 Prozent der Projekte, die aus Mitteln der ecotasa 2016 finanziert wurden, bereits in Angriff genommen worden sind.
Die Einnahmen aus der „ecotasa“ auf Mallorca und Co kommen vor allem der Natur und der Kultur auf den Inseln zugute.

Januar bis Oktober: 13,5 Millionen ausländische Balearen-Urlauber
Von Januar bis Oktober haben rund 13,5 Millionen ausländische Touristen Mallorca und die Nachbarinseln besucht, sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Etwa 40 Prozent davon waren Deutsche.
Allein im Oktober reisten etwa 1,2 Millionen Touristen aus dem Ausland nach Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera.
Hinter Katalonien und den Kanaren waren die Balearen somit das beliebteste Reiseziel.
Insgesamt reisten in den ersten zehn Monaten dieses Jahres fast 73,4 Millionen Urlauber nach Spanien. Die meisten Urlauber, nämlich knapp elf Millionen, kamen aus Deutschland, gefolgt von britischen Touristen.
Diese Daten hat das Nationale Statistikinstitut INE jetzt bekannt gegeben.

Pink Panthers für Raubüberfall in Puerto Portals verantwortlich?
Für den Raubüberfall in das Juweliergeschäft in Puerto Portals am vergangenen Dienstag (28.11.) könnten die besten Juwelendiebe der Welt verantwortlich sein, die Pink Panthers. Alle Indizien deuten darauf hin, dass die drei Männer, die kurz vor Ladenschluss in das Geschäft eingedrungen sind, dieser kriminellen Vereinigung angehören. Sie besteht aus mehr als 200 Mitgliedern. Bei dem Raubüberfall bedrohten sie einen Wachmann und die Angestellte der Relojeriá Alemana mit Schusswaffen und sperrten sie in ein Zimmer ein. Innerhalb von weniger als zwei Minuten räumten sie die Vitrinen aus und erbeuteten so hochwertige Uhren im Wert von einer Millionen Euro. Mit einem Fluchtwagen verließen sie den Tatort und obwohl die Guardia Civil nur Minuten später eintraf, fehlt von den Tätern jede Spur.
Die Pink Panthers gelten als erfolgreichste Juwelendiebe der Welt. Sie sollen insgesamt schon Schmuck im Wert von mehr als 300 Millionen Euro erbeutet haben. Ihre Mitglieder stammen überwiegend aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Flugzeug-Oldtimer auf Mallorca bleibt unter Denkmalschutz
Flugreisende auf Mallorca haben es vielleicht schon gesehen: Das ausrangierte Flugzeug am Ende der nördlichen Landebahn an Palmas Flughafen. Eigentlich wollte Mallorcas Inselrat den Denkmalschutz des maroden Flugzeuges aufheben und die Maschine entfernen lassen, die Inselpolitiker haben sich jetzt aber doch für den Erhalt entschieden. Begrüßt wird die Entscheidung von der Denkmalschutzvereinigung ARCA. Die Maschine des Typs „Coronado“ wurde 1962 in Kalifornien gebaut und 1972 von der spanischen Airline Spantax gekauft. Damit wurde in den 60er und 70er Jahren eine wichtige Etappe im Tourismus auf Mallorca eingeleitet. Für den Erhalt des Flugzeug-Oldtimers hat sich die Vereinigung „Amics de Son Sant Joan“ eingesetzt.
Die Maschine an Palmas Flughafen ist eines der letzten Überbleibsel der kanarischen Airline Spantax, die Ende der 80er Jahre ihren Betrieb einstellen musste.

Teure Weihnachts-Flüge auf das spanische Festland
Wer von einer der balearischen Inseln über Weihnachten auf das spanische Festland fliegen möchte, muss tief in die Tasche greifen: Trotz des Residentenrabatts von 50 Prozent sind die Flug-Tickets viel teurer als zu anderen Zeiten des Jahres. An Heiligabend zahlen Residenten auf einigen Strecken – wie zum Beispiel Palma-Madrid – 165 Euro statt rund 25 Euro, was dem Durchschnittspreis entspricht. Auch um Silvester und den Tag der heiligen drei Könige sind die Flugpreise regelrecht explodiert, so dass Flüge von den Balearen nach London teilweise günstiger sind, als auf das spanische Festland.
Ein Phänomen, das sich jedes Jahr wiederholt und auf das – laut dem balearischen Verkehrsminister Marc Pons – auch die Regionalregierung keinen Einfluss nehmen kann.
Einzig und allein die Fluggesellschaften sind es, die die Höhe der Flugpreise festsetzen. Hinzu kommt, dass etwa 80 Prozent der Festlandflüge zu Weihnachten bereits verkauft sind, so dass die übrigen 20 Prozent dementsprechend teuer angeboten werden können.

An Silvester fahren die Züge auf Mallorca auch nachts
An Silvester fahren Mallorcas Züge auch nachts. Wie der balearische Verkehrsminister Marc Pons erklärt hat, werden in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar Züge von Palma nach Manacor sowie nach Sa Pobla fahren – und zwar zwischen 1:00 Uhr nachts und 6:00 Uhr morgens, im Anderthalbstunden-Rhythmus.
So soll verhindert werden, dass sich Menschen, die die Silvesternacht in Palma verbringen, aber außerhalb wohnen, alkoholisiert hinter das Steuer setzen.
Die Verantwortlichen haben auch angekündigt, die Bahnfrequenzen im kommenden Jahr an den Wochenenden zu erhöhen und einen Nachtzug einzuführen. Dafür muss aber erst das Personal aufgestockt werden, so Pons weiter.

Tourismusbranche in Palma rechnet mit bestem Dezember aller Zeiten
Seit Jahren werben die Inselpolitiker mit ihrer Kampagne „Better in Winter“ auf internationalen Tourismusmessen für die Balearen als Ganzjahresurlaubsziel. Diese Arbeit scheint jetzt Früchte zu tragen, vor allem in der Inselhauptstadt. Laut Angaben der Verantwortlichen kommt auf die Hoteliers, Restaurants und Einzelhändler in Palma der umsatzstärkste Dezember zu, den es je gab.
Verantwortlich dafür sind vor allem die Ausländer, die Mallorca im Winter für einen Kurztrip nutzen. Es haben mehr Hotels geöffnet als in den Vorjahren und auch das Flugangebot ist deutlich größer. Diesen Winter gibt es Verbindungen zwischen Palma und 60 spanischen und europäischen Städten. Im Dezember sollen an Mallorcas Flughafen Son Sant Joan rund 800.000 Passagiere abgefertigt werden, zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

17 Wassermühlen auf Mallorca werden vom Inselrat renoviert
Die Wassermühlen im Pla de Sant Jordi, also dem Flachland rund um Mallorcas Flughafen, sind in einem desolaten Zustand. Aus diesem Grund greift der Inselrat den Eigentümern der Mühlen unter die Arme. Diese hatten bis letzten Freitag (24.11.) Zeit sich, um sich für ein Subventionsprogramm zu bewerben. Insgesamt 17 Eigentümer haben sich bei dem Inselrat gemeldet, so Inselratspräsident Miquel Ensenyat. Der Inselrat wird die Instandsetzungsarbeiten dieser Windräder zu 100 Prozent übernehmen, einzige Voraussetzung dafür ist, dass sich die Eigentümer um die Ausführung der Arbeiten kümmern und sich auch dazu bereit erklären, dass die Bauten nach der Renovierung mit Voranmeldung besichtigt werden dürfen.
Insgesamt nimmt Mallorcas Inselrat für das Programm bis 2019 gut 1,4 Millionen Euro in die Hand. Zum Teil wird das Projekt auch mit Geld aus der Touristensteuer gezahlt.

Bei Steuererhöhung: Kreuzfahrtschiffe meiden die Balearen
Die Balearenregierung plant, die im letzten Jahr eingeführte Touristensteuer „ecotasa“ im kommenden Jahr zu verdoppeln. Diese Ankündigung hat bereits für viel Kritik gesorgt. Jetzt hat sich auch die Internationale Vereinigung der Kreuzfahrschiffe (CRIA) zu Wort gemeldet. Die Verantwortlichen versichern, dass im Falle einer Steuererhöhung viele Kreuzfahrtschiffe die balearischen Häfen in Zukunft meiden werden. Das berichtet die britische Online Zeitung „Mail Online“.
Bislang mussten Kreuzfahrpassagiere, die weniger als zwölf Stunden auf der Insel waren, die „ecotasa“ nicht bezahlen. Das soll sich im kommenden Jahr ändern.
Dann sollen alle Balearen-Urlauber, je nach Art der Unterkunft, zwischen einem und vier Euro extra pro Nacht bezahlen. Die Einnahmen aus der „ecotasa“ kommen vor allem der Natur und der Kultur auf den Inseln zugute.

Palma will Ausweis für Straßenkünstler einführen
Die Stadt Palma will einen Ausweis für Straßenkünstler einführen. In einem ersten Schritt wollen die Verantwortlichen eine Erhebung dazu machen, wie viele Straßenkünstler tatsächlich je nach Jahreszeit in der Inselhauptstadt auftreten. Danach sollen diese einen Ausweis bekommen und im Sinne der Vielfalt auf die einzelnen Straßen und Plätze verteilt werden.
Ziel dieser Maßnahme ist es zum einen, einen besseren Überblick über die Musiker, Zeichner und anderen Darsteller zu bekommen, die regelmäßig die Innenstadt zu ihrer Bühne machen. Zum anderen sollen dadurch Konflikte – sowohl der Straßenmusikern untereinander – also auch zwischen den einzelnen Künstlern und den Anwohnern vermieden werden.
Hauptkritikpunkte sind zum Beispiel nicht eingehaltene Ruhezeiten oder – insbesondere bei Musikern – ein sich ständig wiederholendes Repertoire. Die Stadt denkt auch darüber nach, insbesondere die Musiker zunächst einer Qualitäts-Prüfung zu unterziehen, bevor diese in der Öffentlichkeit auftreten dürfen.

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