Die Woche | 28.09. – 04.10.2019

Der Wochenrückblick - präsentiert von Das Inselradio

Der Wochenrückblick - präsentiert von Das Inselradio

Verkehrskontrollen auf den Balearen
Die spanische Verkehrsbehörde DGT führt noch bis Sonntag (06.10.) verstärkt Verkehrskontrollen auf den Balearen durch. Im Fokus steht es dabei, Autofahrer aus dem Verkehr zu sehen, die keinen Sicherheitsgurt benutzen bzw. deren Kinder keinen altersgerechten Kindersitz benutzen. Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass derartige Verkehrskontrollen durchgeführt werden. Während der Kampagne im vergangenen März wurden mehr als 400 Bußgelder gegen Autofahrer verhängt.

TÜV-Preise auf Mallorca sinken
Wer sein Auto auf Mallorca zum TÜV bringt, um die sogenannte ITV-Plakette zu bekommen, der muss ab dem nächsten Jahr weniger dafür bezahlen. Das hat das zuständige Amt für Verkehr und Infrastruktur jetzt mitgeteilt.
Die Kosten, die für die technische Inspektion von Fahrzeugen anfallen, werden um rund 25 Prozent sinken. Eine weitere Änderung ab 2020 wird sein, dass die maximale Wartezeit für einen TÜV-Termin bei maximal dreizehn Tagen liegen darf. Diese Maßnahme soll wiederum schrittweise umgesetzt werden. Grund für die Neuerungen ist, dass ab Januar der Inselrat für den TÜV auf Mallorca zuständig ist.


Gedenkkonzert in der Gemeinde Sant Llorenç
In der Gemeinde Sant Llorenç auf Mallorca findet am Samstag, den 12. Oktober ein Gedenkkonzert statt. Dort soll an die Opfer erinnert werden, die bei der Flutkatastrophe am 9. Oktober des letzten Jahres ums Leben gekommen sind. Das hat das Rathaus der Gemeinde jetzt bekannt gegeben. Insgesamt 13 Menschen verloren bei dem Unglück vor einem Jahr ihr Leben. Das Konzert trägt den Titel „Tribute to the people of Sant Llorenç des Cardassar“ und wird vom Stadtrat und der Balearenregierung organisiert. Veranstaltungsort ist der Rathausplatz der Gemeinde, Beginn ist an dem Samstag um 19:45.

40.000 Arbeitslose auf den Balearen im September
Die Zahl der Arbeitslosen auf den Balearen ist im September gegenüber dem Monat August leicht angestiegen. Das belegt eine Statistik des nationalen Statistikinstituts INE. Rund 40.000 Menschen auf den Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera waren im letzten Monat ohne Job, im Vergleich mit der Zahl der Arbeitslosen im August entspricht das einem Anstieg von rund vier Prozent. Spanienweit waren im September über drei Millionen Menschen auf Jobsuche, das waren so wenige, wie seit dem Jahr 2008 nicht mehr.

Reich versus arm: Einkommensranking auf Mallorca
Sechs Gemeinden auf Mallorca stehen im spanienweiten Einkommens-Ranking ganz oben: Die wohlhabendsten Einwohner der Insel leben in Valldemossa, gefolgt von Puigpunyent, Bunyola, Esporles, Calvià und Alarò. Damit gehören diese Gemeinden auch zu den 100 einkommensstärksten Regionen in ganz Spanien. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Finanzamtes hervor. Der durchschnittliche Jahresverdienst der Einwohner von Valldemossa liegt bei rund 40.500 Euro, das ist doppelt so viel, wie die Balearenbewohner allgemein im Schnitt verdienen. Die reichsten Menschen Spaniens leben allerdings in der zu Madrid gehörenden Gemeinde Pozuelo de Alarcón mit einem durchschnittlichen Einkommen von fast 73.000 Euro pro Jahr. Die einkommensschwächste Gemeinde auf Mallorca ist Capdepera.

Sommerbilanz: Über 400 Festnahmen an der Playa de Palma
Die spanische Nationalpolizei, die in den Sommermonaten an der Playa de Palma aktiv war, hat jetzt die offiziellen Zahlen zu ihren Einsätzen veröffentlicht.
Die Bilanz zeigt: Fast 430 Personen wurden in der Urlaubsregion festgenommen und rund 265 Verfahren eingeleitet.
Die häufigsten Straftaten waren Diebstähle, gefolgt von gewaltsamen Raubüberfällen. Bei ihren Diebeszügen nutzen die Täter meist die Unachtsamkeit ihrer Opfer aus: Diese waren häufig betrunken oder liessen ihre Wertsachen zurück, während sie nachts im Meer schwammen. Die Mehrzahl der Festgenommenen in diesem Sommer an der Playa de Palma waren Spanier, gefolgt von Senegalesen, Rumänen und Deutschen.

Guido Maria Kretschmer hat sein Haus auf Mallorca verkauft
Guido Maria Kretschmer hat seine Villa auf Mallorca verkauft. Nach 22 Jahren haben sich der deutsche Modedesigner und sein Mann Frank Mutters, von ihrem Anwesen in Sa Cabaneta in der Gemeinde Marratxí getrennt. Der neue Besitzer soll sogar schon die Schlüssel übernommen haben, heißt es.
Die 1971 erbaute Villa steht auf einem mehr als 2.300 Quadratmeter großen Grundstück. Das Haus selbst hat eine Wohnfläche von 230 Quadratmetern.
Bekannt ist Guido Maria Kretschmer nicht nur als Modedesigner, sondern auch als Modeexperte in verschiedenen TV-Sendungen. Die populärste ist wohl „Shopping Queen“ auf Vox.

Rund 180 Flüchtlinge im September auf den Balearen angekommen
Allein im September dieses Jahres sind auf den Balearen genauso viele illegale Bootsflüchtlinge angekommen, wie im gesamten Jahr 2018. Das hat jetzt das spanische Innenministerium bekannt gegeben. Mehr als 180 Migranten haben die Inseln letzten Monat erreicht.
Am ersten Septemberwochenende beispielsweise wurden vier Boote mit insgesamt 60 Personen registriert. Grund für den Anstieg soll ein Strategiewechsel der Migranten sein. Die Großzahl der Flüchtlinge kommt aus Algerien und Marokko und will über die Balearen unter anderem nach Belgien und Frankreich.

Bauarbeiten an Palmas Paseo Marítimo verzögern sich
Die groß angelegten Bauarbeiten, in deren Rahmen der Paseo Marítimo in Palma zu einem Boulevard umgebaut werden soll, verzögern sich. Eigentlich hätte das Projekt bereits 2018 beginnen sollen, doch die Arbeiten wurden immer weiter aufgeschoben. Jetzt heißt es, dass mit dem Bau frühestens Ende 2020 angefangen werden soll. Der Paseo Marítimo wird dann in einen Boulevard umgebaut, an dem es viel Platz für Fußgänger und Radfahrer geben soll. Die Straße wird dann zwischen der Avenida Argentina und dem Club Tito’s in jede Richtung nur noch zwei anstatt wie bisher drei Spuren haben.

Palma will Straßennamen aus der Franco-Zeit ändern
Das Rathaus von Palma plant, Straßen mit Namen aus der Franco-Zeit umbenennen. Stadtrat Llorenç Carrió spricht dabei von einer „Säuberungsaktion“.
Vor allem die Avenida Joan March ist der Stadtregierung ein Dorn im Auge. March war maßgeblich an der Finanzierung des Putsches 1936 beteiligt.
Zu den weiteren Straßennahmen, die geändert werden sollen gehören die Straßen Brunete und Alfambra. Auch sie erinnern an politische Vorfälle aus der Franco-Zeit.
In Spanien haben die Straßen nach dem Ende der Diktatur von Francisco Franco 1975 meist ihre Namen behalten. Erst viele Jahre später wurde damit begonnen, sie zu ändern.

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