Die Woche | 29.12.2018 – 04.01.2019

Der Wochenrückblick - präsentiert von Das Inselradio

Der Wochenrückblick - präsentiert von Das Inselradio

5,5 Prozent weniger Arbeitslose auf den Balearen
Gute Zahlen für den Arbeitsmarkt auf den Balearen: Im letzten Monat des vergangenen Jahres waren knapp 60.000 Menschen auf den Inseln arbeitslos, das waren über fünf Prozent weniger, als im Vorjahresmonat. Das geht aus einer veröffentlichten Statistik des spanischen Arbeitsministeriums hervor.
Auch spanienweit ist die Zahl der Jobsuchenden noch einmal nach unten gegangen: Ende 2017 hatten rund 19 Millionen Menschen im Land eine Arbeit, der zweitbeste Wert nach 2007.

Tempolimit 90 auf Mallorcas Landstraßen
Noch in diesem Jahr wird es eine Änderung in Sachen Tempolimit auf Mallorcas Landstraßen geben. Die spanische Zentralregierung hat beschlossen, die Höchstgeschwindigkeit spanienweit von 100 km/h auf 90 km/h herab zu setzen. Ziel ist es, so die Anzahl an tödlichen Verkehrsunfällen zu reduzieren. In den kommenden Monaten sollen die Verkehrsschilder entsprechend angepasst werden. Wie viele Straßen konkret auf Mallorca von der Änderung betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Für LKWs, Busse und Lieferwagen sinkt das Tempolimit von 90 auf 80 km/h. Auch in den Nachbarländern Portugal und Frankreich sind die Geschwindigkeitslimits ähnlich.


Unter 16-jährige fahren gratis Bus in Palma
Seit diesem Jahr fahren alle unter 16-Jährigen gratis Bus in Palma. 2018 lag die Altersgrenze für kostenlose Fahrten mit den Stadtbussen noch bei 14 Jahren. Vor 2016 lag sie bei vier Jahren.
Die neue Regelung gilt auch für Palmas Flughafenbusse, Kinder und Jugendliche mit Wohnsitz in Palma sparen also 0,67 Euro pro Fahrt.
Mit dieser Maßnahme will die Balearenregierung unter anderem erreichen, dass Kinder und Jugendliche vermehrt den öffentlichen Nahverkehr nutzen, um zur Schule zu kommen, anstatt von den Eltern mit dem Auto gefahren zu werden.
Auch für Mallorcas Metro und die roten Überlandbusse wurde die Altersgrenze noch einmal angehoben: Von allen unter Zwölfjährigen können beide Verkehrsmittel ab sofort gratis genutzt werden.

2018: Eines der regenreichsten Jahre in Spanien
Das Jahr 2018 war laut staatlichem Wetterdienst AEMET eines der drei regenreichsten Jahre in Spanien in den letzten 30 Jahren. Die meisten Niederschläge gab es im Oktober und November, in den beiden Monaten fiel rund 30 Prozent mehr Regen, als normalerweise in Spanien üblich. Besonders sticht dabei der 9. Oktober hervor, als im Osten Mallorcas innerhalb von nur vier Stunden mehr als 230 Liter Regen fielen. In den Sturzfluten, die sich dadurch bildeten, kamen insgesamt 13 Menschen ums Leben.
Im Gegensatz dazu war das Wetter im Dezember auf der Insel sehr mild und trocken.

Die Tage von Palmas Hundestaffel sind gezählt
Palmas Hundestaffel der Lokalpolizei steht das Dienstende bevor. Das schreibt die Tageszeitung Ultima Hora. Grund sind zum einen die hohen Kosten, die die Einheit verursacht und zum anderen, dass sie fast keine Aufgaben übernehmen kann, da sich nur noch ein Hund im Dienst befindet. Alle anderen Tiere sind mittlerweile zu alt geworden und neue Polizeihunde werden nicht mehr ausgebildet.
2012 hatte die Hundestaffel in Palma ihren Dienst mit insgesamt sechs Tieren aufgenommen. Ihr Sitz befindet sich, genau wie der der berittenen Polizei, am Castillo Bellver in Palma.

Kostenlose Krankenhausparkplätze auf Mallorca
Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 ist das Parken an Mallorcas Zentralkrankenhaus Son Espases und an der Klinik Can Misses auf Ibiza gratis. Das hatte die Balearenregierung schon vor einigen Wochen bekannt gegeben. Für die offenen Schranken muss das Gesundheitsministerium in den nächsten 20 Jahren gut 22 Millionen Euro in die Hand nehmen, also 1,1 Millionen Euro pro Jahr.
Seit dem 1. Januar sind auch 300 der über 500 neu gebauten Parkplätze am Son Espases geöffnet, die restlichen folgen in den kommenden Monaten. Insgesamt stehen den Angestellten, Besuchern und Patienten an Palmas Großklinikum Son Espases dann knapp 2.900 Parkplätze zur Verfügung.

Hotelmodernisierungen 2019 auf Mallorca
Auch im neuen Jahr 2019 wird auf Mallorca an der Modernisierung der Hotels gearbeitet. Vor allem an der Playa de Palma und im Zentrum von Palma. Allein die Hotelkette Riu renoviert aktuell fünf ihrer Hotels, neu eröffnet werden soll im Mai das zuvor vollständig abgerissene Hotel Riu Playa Park.
Jeweils ein neues 4- und 5-Sterne Luxushotel baut die Kette Pabisa an der Playa de Palma. Die Eröffnung beider Häuser ist für 2020 geplant, die Kosten für die beiden Bauprojekte belaufen sich auf rund 40 Millionen Euro.
Laut Balearen-Vizepräsidentin Bel Busquets sind bereits 60 Prozent der Hotels auf Mallorca in den vergangenen Jahren modernisiert worden, damit gehören die Häuser mit zu den modernsten in ganz Spanien.

Neues Parkverbot vor Palmas Seehandelsbörse
Vor Palmas Seehandelsbörse La Lonja gilt ab sofort ein Parkverbot. Das hatte die städtische Verkehrsbehörde schon vorab angekündigt. Die rund 15 Stellflächen, die sich vor dem denkmalgeschützten Gebäude befinden, wurden abgeschafft. Stattdessen haben Anwohner die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge zu einem vergünstigten Tarif im Parkhaus unter der Calle Antoni Maura abzustellen. Allerdings ist die Anzahl der preisreduzierten Monats- bzw. Jahrestickets begrenzt.
Ziel des Parkverbots vor der Seehandelsbörse ist es zum einen, das historische Gebäude vor weiterem Verfall zu schützen und zum anderen den Ort optisch aufzuwerten.

Bilanz der Waldbrandsaison 2018 auf Mallorca
2018 ist bei Waldbränden auf den Balearen so wenig Fläche verbrannt worden, wie den letzten zehn Jahren nicht mehr.
Das hat jetzt die Naturschutzbehörde Ibanat bekanntgegeben. In Folge von 69 Bränden wurden insgesamt 27,3 Hektar Land auf den Inseln vernichtet, das sind zusammengefasst rund 70 Prozent weniger als noch im Jahr 2017. 95 Prozent der im Jahr 2018 verbrannten Fläche befindet sich auf Mallorca, auf Menorca sind im Vergleich nur 0,1 und auf Ibiza 1 Hektar verbrannt. Die Waldbrandsaison auf den Balearen geht vom 1. Mai bis zum 15. Oktober, in dieser Zeit ist das Verbrennen von Gartenabfällen sowie das Grillen strengstens verboten. Im Falle eines Feuers auf Mallorca, Menorca, Ibiza oder Formentera ist die erste Anlaufstelle die Notrufnummer 112.

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