Die Woche | 31.08. – 06.09.2019

Lesedauer des Artikels: ca. 7 Minuten -

Spanienweit höchste Kriminalitätsrate auf den Balearen
Die Balearen haben spanienweit die höchste Kriminalitätsrate. Im zweiten Quartal 2019 wurden auf den Inseln rund 68 Delikte pro tausend Einwohner registriert. Das entspricht einem Anstieg von 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der spanienweite Durchschnitt liegt bei 47 Delikten pro tausend Einwohner. Diese Daten hat jetzt das spanische Innenministerium veröffentlicht. Auf den Rängen direkt hinter den Balearen in Sachen Kriminalitätsrate liegen Melilla, Katalonien und Madrid. Tötungsdelikte und Mord sind die Straftaten, deren Anzahl auf den Inseln am stärksten angestiegen ist, nämlich um 83 Prozent. Unter den Delikten, die den größten Rückgang verzeichnen, befindet sich zum Beispiel der Autodiebstahl

Die Woche | 31.08. – 06.09.2019

Alarmstufe „Vorwarnung“ wegen Trockenheit auf fast ganz Mallorca
Auf der Warnskala für Trockenheit gilt in fast allen Gebieten auf Mallorca ab sofort „prealerta“, also die „Vorwarnstufe“. Ausgenommen ist das Gemeindegebiet von Artà und die Inselmitte.
Der Grund ist, dass die meisten Wasserreservoirs auf der Insel derzeit durchschnittlich zu weniger als 50 Prozent, nämlich 49 Prozent gefüllt sind. Damit gibt es diesen Sommer weniger Wasserreserven, als noch letztes Jahr, als der Pegelstand im Schnitt bei 52 Prozent lag.
Insgesamt hat die Warnskala für Trockenheit vier Stufen, sie reichen von „Stabil“ über „Vorwarnung“ und „Alarm“ bis hin zu „Notstand“.
Grund für die Warnung ist, dass die Reserven wegen der vielen Menschen, die sich in den Sommermonaten auf der Insel aufhalten, relativ schnell abnehmen könnten, so die Verantwortlichen des balearischen Umweltministeriums. Auch, wenn die Wasserreserven durch Niederschläge in den kommenden Wochen wieder ansteigen, wird die Vorwarnstufe bis November deswegen nicht aufgehoben.

Tren de Sóller wird nicht verkauft
Der Tren de Sóller auf Mallorca wird nicht verkauft.
Das hat jetzt die Mehrheit der Mitglieder des zuständigen Aufsichtsrats entschieden.
Zehn der Elf Vorsitzenden, die zusammen 57 Prozent der Aktien besitzen haben sich gegen einen Verkauf ausgesprochen. Damit ist es der Investorengruppe Goros unmöglich, mehr als 50 Prozent der Aktien zu erhalten. Die mallorquinischen, spanischen und europäischen Unternehmer aus dem Transport- und Tourismussektor hatten der Firma Tren de Sóller 25 Millionen Euro geboten. Sie wollten die Bergbahn, die zwischen Palma und Sóller verkehrt, in Zukunft barrierefrei machen kulturelle Veranstaltungen im Zug organisieren um dadurch auch mehr Einheimische anzulocken.

Hafenumbau in Porto Cristo kostet 18.000 Euro
Der Umbau des Hafens von Porto Cristo kostet 18.000 Euro. Die Erweiterung ist notwendig, damit Mallorcas Tennisstar Rafael Nadal dort mit seiner neuen Megayacht anlegen kann.
Für den Umbau gab es bereits grünes Licht von der Balearenregierung. Damit die Yacht des Sportlers am Club Naútico von Porto Cristo Platz hat, werden dort insgesamt sechs Liegeplätze von jeweils zehn auf acht Meter verkürzt und von 3,8 auf 3,5 Meter verschmälert, so die Behörden.
Rund einen Monat soll der Umbau dauern. Dann kann Nadal mit seinem neuen 24 Meter langen und zwölf Meter breiten Katamaran dort vor Anker gehen.

200.000 Menschen auf den Balearen sollen sich impfen lassen
Obwohl die Weltgesundheitsorganisation seit den 80er Jahren versucht, die Masern auszurotten, ist die mitunter tödliche Krankheit jetzt in Europa auf dem Vormarsch.
Spanien hat bereits reagiert, alle 40 bis 50-Jährigen sollen sich impfen lassen, auch auf den Balearen. Hier auf den Inseln ist von einer dringenden Empfehlung die Rede, eine Impfpflicht gegen die Krankheit, hier „sarampión“ genannt, gibt es aber noch nicht.
Laut Experten des Großklinikums Son Espases gehören Menschen, die zwischen 1970 und 1980 geboren wurden, zu den Risikogruppen. Grund ist, dass das Masern-Virus während dieser Zeit nicht so präsent war und viele deshalb nicht geimpft wurden.
Auf Mallorca und den Nachbarinseln sind rund 200.000 Menschen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren gemeldet.

Ryanair-Streik wird konkreter
Der seit Wochen angekündigte Streik des irischen Billigfliegers Ryanair wird konkreter. Nach gescheiterten Gesprächen hat die spanische Pilotengewerkschaft den Streik jetzt offiziell angemeldet. Demnach sind Flugausfälle für den 19., 20., 22., 27. und 29. September geplant, inwieweit Mallorca davon betroffen ist, ist noch nicht bekannt.
Grund für die Streiks ist die von Ryanair angekündigte Schließung der Standorte auf den Kanarischen Inseln. Insgesamt 500 Mitarbeiter könnten dadurch ihren Job verlieren.

RCD Mallorca leiht Chelsea-Spieler
Inselclub Real Mallorca hat am Deadline Day noch einmal kräftig auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Wie der Verein bei Twitter mitgeteilt hat, einigte man sich unter anderem mit dem FC Chelsea auf eine Leihe von Außenverteidiger Abdul Rahman Baba.
Der 25-Jährige, der in der Bundesliga unter anderem schon für den FC Augsburg und den FC Schalke 04 aktiv war, verlängerte seinen Vertrag bei den Blues bis 2021, bis zum Saisonende trägt er das Trikot vom RCD. Weiter verpflichtete der Club Íñigo Ruiz von UD Las Palmas und den Torhüter Fabricio Agosto Ramírez vom FC Fulham.

Tourismusausgaben auf den Balearen im Juli gestiegen
Balearen-Urlauber haben im Juli mehr Geld auf den Inseln gelassen als 2018. Und das, obwohl die Zahl der Urlauber im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist. 2,3 Millionen Touristen haben im Juli insgesamt über 2,8 Millionen Euro ausgegeben, knapp zwei Prozent mehr als 2018.
In den ersten sieben Monaten dieses Jahres registrierten die Inseln fast acht Millionen Urlauber. Experten gehen davon aus, dass die Zahlen im August und September erstmals seit dem Jahr 2000 zurückgehen könnten.

Immer mehr Müll entlang von Mallorcas Autobahnen
Entlang von Mallorcas Autobahnen bilden sich immer mehr illegale Müllhalden. Das schreibt die Tageszeitung Diario de Mallorca. Zum Beispiel entlang der Flughafenautobahn. Dort gelangt der Abfall sogar bis in die Sturzbäche oder auf die Standstreifen und stellt damit eine Gefahr dar.
Aber auch entlang der Autobahn nach Andratx bzw. Inca wird immer mehr Müll abgeladen. Oftmals befinden sich darunter auch Möbel, große Elektrogeräte oder Badezimmerinventar. Mittlerweile sind die Müllhalden so groß, das Mallorcas Inselrat kaum mit der Reinigung nachkommt. Vor allem im Camino Sart in Llucmajor hat sich aktuell so viel Abfall angesammelt, dass dort ein Wasserablauf vollkommen verstopft ist.

Neue Taxi-Tarife in Palma lassen auf sich warten
Die neuen Taxi-Tarife, die die Stadt Palma bereits vor Monaten angekündigt hat, lassen noch auf sich warten. Bisher wurden sie noch nicht von der Balearegierung genehmigt. Unter den Taxifahrern herrscht deswegen bereits Unmut, sie kritisieren, dass ihnen durch die Verzögerung Einnahmen verloren gehen. Geplant ist, die Taxi-Tarife um durchschnittlich 2,43 Prozent anzuheben, was eine Forderung der Taxifahrervereinigung war, nachdem die Preise sieben Jahre lang auf Eis lagen.
Außerdem sollen Flughafen- und Kofferzuschläge zu einem einzigen, einheitlichen Tarif zusammengefasst werden. Angehoben werden soll auch der Mindestpreis für Fahrten ab dem Flughafen: Aktuell liegt er bei 13 Euro, mit Inkrafttreten der neuen Tarife soll die Fahrt 16 Euro kosten. Ausgenommen sind Taxifahrgäste, die eine Bürgerkarte vorzeigen können, also in Palma gemeldet sind.

Der Wochenrückblick - präsentiert von
Der Wochenrückblick – präsentiert von “Das Inselradio”