Der spanische Arbeitsmarkt erlebte im Jahr 2022 einige bedeutende Veränderungen, wie aus der jährlichen Gehaltserhebung des spanischen Statistikamtes (INE)hervorgeht. Das Durchschnittsgehalt in Spanien sank in diesem Jahr auf 14.586,44 Euro brutto. Diese Verschiebung ist auf die Erhöhung des Mindestlohns zurückzuführen, durch die viele Arbeitnehmer mit niedrigerem Einkommen in die Gehaltskategorie zwischen 14.000 und 15.000 Euro fallen.
Die Daten des INE für das Jahr 2022 zeigen, dass das häufigste Gehalt, das 4,2 % der Arbeitnehmer repräsentiert, bei 14.586,44 Euro lag. Gehälter von 16.495,84 Euro und 18.494,32 Euro waren mit 4,2 % bzw. 4,1 % der Gesamtbeschäftigten ebenfalls ähnlich häufig.
Der Mindestlohn im Jahr 2022 wurde auf 14.000 Euro pro Jahr festgelegt, was 1.000 Euro pro Monat, verteilt auf 14 Zahlungen, entspricht. Dies bedeutet eine Erhöhung um 3,6 % gegenüber 2021. Laut Statistik verdiente fast jeder fünfte Arbeitnehmer (17 %) im Jahr 2022 nicht mehr als den Mindestlohn, während 48 % das Ein- bis Zweifache des Mindestlohns erhielten, also mindestens 2.000 Euro pro Monat.
Laut Statistik lag der durchschnittliche Jahreslohn pro Arbeitnehmer im Jahr 2022 bei 26.948,87 Euro, was einem Anstieg von 4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit diesem Anstieg ist das Durchschnittsgehalt nun schon neun Jahre in Folge gestiegen. Frauen verdienten im Durchschnitt 24.359,82 Euro, während Männer rund 29.381,84 Euro erhielten.
Der einträglichste Wirtschaftszweig war im Jahr 2022 die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Dampf und Klimaanlagen mit einem Jahreseinkommen von 55.470 Euro, doppelt so viel wie der nationale Durchschnitt. Es folgt der Finanz- und Versicherungssektor mit einem Einkommen von 47.239,5 Euro, gefolgt von den Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mit 37.438 Euro pro Jahr. Die mineralgewinnende Industrie und der öffentliche Sektor folgen mit 36.308 Euro bzw. 34.036 Euro.
Im Gegensatz dazu erhielten die Beschäftigten im Gastgewerbe (16.274,7 Euro pro Jahr) und im Bereich der sonstigen Dienstleistungen (18.269,9 Euro) die niedrigsten Löhne, die fast 40 % bzw. 32 % unter dem Durchschnitt lagen.
Die Unterschiede zwischen den autonomen Regionen haben sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht wesentlich verändert. Im Jahr 2022 waren die Gehälter im Baskenland (32.313,73 Euro pro Jahr und Arbeitnehmer), in der Region Madrid (31.230,7 Euro) und in Navarra (29.189,5 Euro) am höchsten. Die niedrigsten Gehälter gab es dagegen in der Extremadura (21 922,7 Euro), auf den Kanarischen Inseln (23 096,9 Euro) und in Kastilien-La Mancha (23 751,7 Euro).
Quelle: Agenturen





