Ab dem 2. Februar erhebt die Gemeinde Calvià auf Mallorca eine Gebühr von 0,25 € pro kWh an ihren öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Das Parken bleibt für die ersten vier Stunden kostenlos, danach wird eine Gebühr von 3 € pro Stunde erhoben.
Diese neue Regelung wirft Fragen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Einwohner und Urlauber auf. Einerseits ermöglicht die Gebühr der Gemeinde, die Wartung und den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu finanzieren, was grundsätzlich positiv ist. Andererseits entstehen potenzielle Hürden, insbesondere für Pendler, Anwohner und kleine Unternehmen, die auf bezahlbare Ladelösungen angewiesen sind.
Für Touristen mag eine gut funktionierende Ladeinfrastruktur mit einfacher Bezahlung von Vorteil sein. Es bleiben jedoch Fragen offen: Gibt es gestaffelte Tarife für Schnell- und Normalladung? Werden Nachttarife angeboten? Wie wird die Abrechnung bei Teilaufladungen gehandhabt?
Zudem ist unklar, wie die Gemeinde das Blockieren von Ladestationen durch nicht-elektrische Fahrzeuge oder unnötig lange Parkzeiten verhindern will. Die ausschließliche Nutzung einer App zur Freischaltung und Bezahlung könnte zudem bestimmte Nutzergruppen ausschließen, beispielsweise Touristen ohne spanische SIM-Karte oder Personen ohne Smartphone oder Bankverbindung.
Eine umfassendere Betrachtung der Vor- und Nachteile sowie klarere Informationen zu den genannten Aspekten wären wünschenswert, um die Auswirkungen der neuen Regelung vollständig zu bewerten.
Quelle: Agenturen





