Am frühen Sonntagmorgen (30.03.2025) versammelten sich etwa 6.000 Gläubige im Sportzentrum Germans Escales in Palma, um gemeinsam das Ende des Ramadan zu feiern. Auch in anderen Gemeinden mit großen muslimischen Gemeinden, wie Sa Pobla, versammelten sich die Menschen früh am Morgen, um zu beten und zu feiern.
Auf den Balearen leben schätzungsweise 60.000 Muslime, von denen die meisten aus Marokko stammen. Während des Eid al-Fitr, dem Fest des Fastenbrechens, versammeln sich die Familien zum Gebet, um zu danken und traditionelle Gerichte zu teilen. In Palma konnten in diesem Jahr aufgrund des Feiertags, der auf einen Sonntag fiel, mehr Menschen als in den Vorjahren am gemeinsamen Morgengebet teilnehmen.
Laut Francisco Javier Jiménez, Sprecher der Ihsan-Moschee in Son Gotleu, ist das Fest des Fastenbrechens eine Zeit der Freude und Besinnung zugleich: „Wir danken Allah dafür, dass er das Opfer, das wir im vergangenen Monat erbracht haben, angenommen hat.“ Nach dem Morgengebet kehren die Familien nach Hause zurück, um den Tag mit Treffen, Essen und Beten zu begehen.
In Sa Pobla, wo schätzungsweise 20 % der Bevölkerung muslimisch sind, versammelten sich Hunderte von Männern im Sportzentrum zu einem gemeinsamen Gebetsgottesdienst. Die Atmosphäre war ausgelassen und friedlich, und Gläubige aus den umliegenden Dörfern nahmen an der Feier teil.
Das Opferfest markiert das Ende eines Monats, in dem Muslime zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang fasten. Das Fasten wird traditionell mit Datteln und Wasser gebrochen, gefolgt von Gerichten wie Harira (Suppe), Couscous und Tajine. Im Vorfeld des Festes wird oft ein Lamm geschlachtet, dessen Fleisch mit der Familie, Nachbarn und Bedürftigen geteilt wird – ein Ritual, bei dem es um Solidarität und Zusammengehörigkeit geht.
Obwohl die muslimische Gemeinschaft auf Mallorca in den letzten Jahren gewachsen ist, gehen lokale Quellen davon aus, dass der Zustrom abnehmen wird, da die Nachfrage nach Arbeitskräften im Agrarsektor – einem Sektor, in dem traditionell viele Migranten arbeiten – sinkt.
Quelle: Agenturen





