Die Regierung der Balearen plant, die Einfahrt von Fahrzeugen auf die Inseln zu beschränken. Dies geschieht vor dem Hintergrund zunehmender Verkehrsprobleme, insbesondere auf Formentera und Ibiza, die bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen haben. Ziel ist es, ein inselweites „Rahmengesetz“ zu schaffen, das die Einfahrt von Fahrzeugen reguliert.
Die Regierung unter Marga Prohens wird sich in Kürze mit den Präsidenten der Inselräte treffen, um die Details zu besprechen. Mallorca plant ebenfalls, die Anzahl der einfahrenden Fahrzeuge und Mietwagen zu begrenzen.
Die balearische Regierung betont jedoch, dass das laufende Verfahren, das voraussichtlich noch in diesem Jahr im Inselparlament und im ersten Quartal des kommenden Jahres im Parlament verabschiedet wird, um im Sommer in Kraft zu treten, nicht verändert wird.
Die Umsetzung gestaltet sich jedoch schwierig, da die Regierung im Consell, bestehend aus PP und Vox, gespalten ist. Die Volkspartei (PP) benötigt die Unterstützung der Linken, um die Maßnahme durchzusetzen, da ihre Partner sie ablehnen. Gespräche mit PSIB oder Més sind notwendig, wobei diese Parteien Gegenleistungen fordern könnten.
Die Verhandlungen stehen noch am Anfang, und die Fraktionen halten sich bedeckt, aber es herrscht Optimismus, dass eine Einigung erzielt werden kann. Nach einer Einigung im Plenum der Inselverwaltung muss das Gesetz auch im Parlament der Balearen verabschiedet werden, wo die PP erneut auf die Unterstützung der linken Opposition angewiesen ist. Die Regierung legt Wert darauf, dass die Beschränkungen rechtlich abgesichert und widerspruchsfrei sind.
Der Gesetzentwurf sieht Bußgelder für Privatpersonen und Autovermietungen vor, die gegen die Vorschriften verstoßen. Autovermietungen, die die Kennzeichen der eingeführten Fahrzeuge nicht melden, müssen mit hohen Strafen von bis zu 30.000 Euro rechnen. Zudem drohen die vorübergehende Stilllegung des Fahrzeugs oder der Entzug der Zulassung.
Auch Nutzer, die Einreiseerlaubnisse fälschen, oder Unternehmen, die Mietwagen ohne Einhaltung der Beschränkungen vermieten, müssen mit Strafen rechnen. Leichte Verstöße werden ebenfalls geahndet. Die Regierung erhofft sich durch diese Maßnahmen eine deutliche Entlastung des Straßennetzes und eine Verbesserung der Lebensqualität auf den Inseln.
Quelle: Agenturen




