Taylor Hokanson, Professor am Columbia College Chicago und internationaler Student des Bachelor of Fine Arts von Adema, präsentierte am Freitag (10.01.2025) in Inca die Performance „How the sausage gets made“.
Die Performance, die im Rahmen eines Seminars für Studenten des Bachelor of Fine Arts an der Adema University School erläutert wurde, erforscht die Verbindungen zwischen Chicago und Mallorca durch das Essen, wobei das Schweinefleisch den Punkt des Zusammentreffens bildet, so eine Pressemitteilung der Universität.
Hokanson gab an, dass er mit dieser Untersuchung verschiedene Vorstellungen von der kulturellen und gemeinschaftlichen Umwandlung von Lebensmitteln und den sie umgebenden Traditionen erforschen will, wofür er Skulptur und Video kombiniert hat.
Seit heidnischen Zeiten gelten Schweine als Tiere, die mit der Fähigkeit zur Transformation assoziiert werden. Auf Mallorca manifestiert sich diese Beziehung in den ‚matances‘, einer Familientradition, bei der die Verwandlung des Schweins in Sobrasada gefeiert wird, um eine kulturelle und gastronomische Verbindung aufrechtzuerhalten.
Obwohl diese Praktiken zurückgegangen sind, bleibt die Tradition in den mallorquinischen Supermärkten erhalten, wo die Produkte aus gepökeltem Schweinefleisch von ihrem Erbe zeugen. In diesem Sinne setzt der Künstler die mallorquinische Insel mit Chicago in Verbindung, das als Schweineschlachthof der Welt bekannt ist.
„Die industrielle Verarbeitung von Fleisch begann im Jahr 1865. Dieses System erleichterte den Zugang zu Fleisch, entpersönlichte jedoch den Prozess und entfernte den Verbraucher von der Realität der Tierschlachtung. So entstanden Produkte wie der Hotdog, ein Symbol für ein Lebensmittel, das von seinen biologischen Wurzeln losgelöst ist“, erklärte Hokanson.
In der heutigen Zeit, die von politischer Polarisierung geprägt ist, zeigt „How the sausage gets made“, dass der Akt des gemeinsamen Essens revolutionär sein kann. Das Projekt regt zum Nachdenken darüber an, wie Essen und kulturelle Praktiken Menschen miteinander verbinden und wie diese Interaktionen menschliche Beziehungen verändern können. In der Arbeit werden digitale und traditionelle Elemente miteinander verschmolzen, indem Masken, die von kulturellen Festivals inspiriert sind, und Skulpturen, die moderne Formen neu interpretieren, integriert werden, um eine neue visuelle Sprache zu schaffen, die verschiedene Kulturen miteinander verbindet.
Quelle: Agenturen





