Etihad-Verbindung Mallorca–Abu Dhabi in der Schwebe?

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Die geplante Etihad-Verbindung von Mallorca nach Abu Dhabi, die ab dem 12. Juni mit drei wöchentlichen Flügen starten sollte, sieht sich aufgrund der Iran-Krise mit einem deutlichen Rückgang der Buchungen konfrontiert.

Dies wirft Fragen nach den Risiken und Verantwortlichkeiten auf. Trägt Etihad das volle Risiko, oder ist auch Mallorca betroffen? Kann eine einzelne geopolitische Krise eine neue Langstreckenverbindung von Mallorca ausbremsen, noch bevor sie überhaupt begonnen hat? Und was bedeutet das für die Wirtschaft der Insel?

Die Faktenlage ist eindeutig: Die neue Verbindung, die Palma direkt mit Abu Dhabi verbinden sollte, steht auf der Kippe. Etihad plante den Einsatz eines Airbus A321LR mit 195 Sitzen, aufgeteilt in Economy und Business Class. Erwartungen zufolge sollten etwa 37 Prozent der Passagiere von den Balearen stammen. Die aktuelle Iran-Krise und die damit verbundene Unsicherheit haben jedoch zu einem erheblichen Einbruch der Buchungen geführt.

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Die Auswirkungen sind in Palma spürbar. Etihad hat seine Planung offenbar stark auf die lokale Nachfrage ausgerichtet, was sich als riskante Strategie erweist, wenn ein erheblicher Teil der Kunden aus einer einzigen Region stammt und geopolitische Ereignisse plötzliche Kaufzurückhaltung auslösen.

Fluggesellschaften berücksichtigen zwar viele Variablen, aber die Abhängigkeit von einer einzigen Nachfragequelle erhöht die Anfälligkeit. Hinzu kommt das ungünstige Timing: Der Start inmitten einer Phase erhöhter globaler Unsicherheit und hoher Treibstoffpreise schmälert die Gewinnmargen.

Die Flugzeiten mögen operativ sinnvoll sein, beeinträchtigen jedoch die Attraktivität für Umsteiger und Freizeitreisende, insbesondere wenn Preis und Risiko steigen.

Quelle: Agenturen