EU ruft zum Kraftstoff-Sparen auf

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Etwas langsamer auf der Autobahn fahren, seltener das Flugzeug nehmen und öfter zu Hause den Laptop aufklappen. Das weckt Erinnerungen an die Corona-Zeit, aber die Europäische Kommission hält diese Empfehlungen wieder für absolut aktuell. Es geht nicht um massive Eingriffe, sondern um kleine Veränderungen in der Art und Weise, wie wir uns täglich fortbewegen. Man fragt sich fast, ob es sich um einen vorgezogenen Aprilscherz handelt oder ob man das in Brüssel wirklich ernst meint.

Laut Berichten des Nachrichtenportals 20minutos setzt die Kommission vor allem auf eine Änderung unseres Verhaltens. Die Idee ist einfach: Wer das Gaspedal weniger tief durchdrückt, verbraucht weniger Kraftstoff. Für einen einzelnen Autofahrer mag das vielleicht vernachlässigbar erscheinen, aber auf europäischer Ebene summiert sich das erheblich. Vor allem jetzt, wo der Energiemarkt nach wie vor ein heikles Thema bleibt.

Auch die Online-Zeitung Euronews merkt an, dass der Luftverkehr unter die Lupe genommen wird. Vor allem Kurzstreckenflüge müssen dafür herhalten; diese sollten laut Brüssel häufiger durch den Zug ersetzt werden. Für Geschäftstermine werden erneut digitale Alternativen wie Videokonferenzen in Betracht gezogen, um unnötige Reisen zu vermeiden.

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Zudem wird das Arbeiten von zu Hause aus wieder ausdrücklich als clevere Lösung gefördert. Weniger Pendlerverkehr bedeutet schließlich weniger Autos auf den Straßen und damit einen geringeren Kraftstoffverbrauch. In Brüssel ist man sich zwar bewusst, dass dies nicht für jeden möglich ist, doch ist hybrides Arbeiten mittlerweile für viele Menschen zur Norm geworden.

Auffällig ist, dass es sich hierbei um Empfehlungen und nicht um Verpflichtungen handelt. Die Mitgliedstaaten können selbst entscheiden, ob und wie sie diesen Empfehlungen folgen. Einige Länder haben bereits Schritte unternommen, beispielsweise durch die Senkung der Höchstgeschwindigkeit oder die Förderung von Homeoffice. Andere Länder warten noch ab und beobachten die Entwicklung.

Spanien hat inzwischen bereits ein Paket von achtzig Maßnahmen eingeführt, um die steigenden Kosten für die Bürger abzufedern. Eine der auffälligsten Maßnahmen dort ist die Senkung der Mehrwertsteuer auf Benzin, Strom und Gas. Dadurch ist das Autofahren für die Spanier sogar deutlich günstiger geworden.

Der Gedanke dahinter ist klar. Europa will weniger abhängig von Energie aus anderen Teilen der Welt sein und sucht nach Lösungen, die sofort Wirkung zeigen. Die Änderung der eigenen Gewohnheiten ist dann ein logischer erster Schritt. Das ist auf dem Papier nicht kompliziert, in der Praxis jedoch ziemlich einschneidend für diejenigen, die an ein gewisses Maß an Komfort gewöhnt sind.

Ob die Menschen auch wirklich bereit sind, ihren Lebensstil anzupassen, ist noch fraglich. Weniger zu fliegen und langsamer zu fahren mag zwar vernünftig klingen, berührt aber unmittelbar unser Gefühl von Komfort und Freiheit. Vorerst scheint Brüssel vor allem auf ein wachsendes Bewusstsein unter den Bürgern zu hoffen. Die Praxis wird zeigen müssen, ob das ausreicht.

Quelle: Agenturen