Der Export von Falken aus Spanien in die Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Millionen-Geschäft, steht jedoch derzeit aufgrund der Spannungen im Nahen Osten unter Druck. Die Branche verfolgt die Entwicklungen rund um den Konflikt mit dem Iran aufmerksam, da diese Auswirkungen auf Transport und Handel haben können.
Spanien ist nämlich der wichtigste Exporteur von Raubvögeln in die Emirate. Vor allem Hybridfalken, eine Kreuzung zwischen einem Gierfalken und einem Wanderfalken, sind dort sehr begehrt. Diese Vögel werden für die traditionelle Falknerei, aber auch für Geschwindigkeitsrennen und die Jagd auf die Houbara, einen Vogel, der dem Großtrappe ähnelt, verwendet.
Der Export dieser Tiere bringt der Branche jährlich mehr als 10 Millionen Euro ein. Nach Angaben des spanischen Falkenvereins ist die Branche jedoch von internationaler Stabilität abhängig. Wenn sich der Konflikt im Nahen Osten weiter verschärft, könnte dies den Transport und Handel erschweren.
Die meisten Falken werden normalerweise zwischen Juni und September in die Emirate geschickt. Daher bleibt noch etwas Zeit, bis klar wird, ob die Spannungen tatsächlich Auswirkungen auf den diesjährigen Export haben werden.
Spanien hat eine starke Position auf diesem Markt. Das liegt unter anderem daran, dass Falken hier oft einige Wochen früher geboren werden als in Ländern wie Deutschland oder dem Vereinigten Königreich. Dadurch können spanische Züchter früher liefern.
Darüber hinaus ist die spanische Zucht international für ihre hohe Qualität bekannt. Nach Angaben der Branche ist es gerade diese Kombination aus Timing und Qualität, die spanische Falken bei Käufern in der Golfregion so beliebt macht.
Quelle: Agenturen





