Fast alle Urlaubsziele gelten wegen steigender Covid-19-Zahlen als Risikogebiete

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Was ist bei der Einreise von Mallorca kommend nach Deutschland, insbesondere ab Sonntag (08.11.2020) zu beachten? Wann ist ein Corona-Test fällig, und wann droht eine Quarantäne? Von einem Risikogebiet ist unter anderem dann die Rede, wenn die Zahl an Neuinfizierten innerhalb der vergangenen sieben Tage höher lag als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner (Inzidenz-Wert).

Ein Land nach dem anderen in Europa wird von der Bundesregierung auf die Corona-Risikoliste gesetzt. Ab dem 8. November sind auch Regionen in Norwegen und Estland als Risikogebiete genannt. Damit gibt es in Europa kein komplett “risikofreies” Land mehr.

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Neue Quarantäne-Regeln für Einreisen zum 8. November

Zum 8. November führt die Bundesregierung für Rückkehrer aus Risikogebieten eine digitale Einreiseanmeldung ein, zudem erlassen die Bundesländer neue Quarantäne-Regeln. Diese werden sich voraussichtlich alle an der Muster-Quarantäneverordnung der Bundesregierung orientieren. Bayern, Berlin, Brandenburg und Hessen haben dies bereits bestätigt. Die wichtigsten Neuregelungen:

Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss nach der Einreise umgehend in Quarantäne und sich für einen Zeitraum von zehn Tagen nach der Einreise ständig dort aufhalten

Reisende sind verpflichtet, unverzüglich nach der Einreise die für sie zuständige Behörde zu kontaktieren und auf das Vorliegen der Quarantänepflicht hinzuweisen.

Die Quarantäne endet grundsätzlich frühestens fünf Tage nach der Einreise, wenn der Person ein negatives Testergebnis vorliegt, das bestätigt, dass keine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Der Test darf frühestens am fünften Tag nach Einreise durchgeführt werden, muss danach zehn Tage aufbewahrt und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorgelegt werden.

Bei Nichtbeachtung der neuen Verpflichtung droht ein Bußgeld.

So soll die digitale Einreiseanmeldung funktionieren: Wer seine Angaben in dem Portal eingibt, erhält eine Bestätigung, die er bei einer Kontrolle – etwa am Flughafen durch die Bundespolizei – vorzeigen soll. Gleichzeitig gehen die Daten auch an das jeweils zuständige Gesundheitsamt.

Ausnahmeregelungen kann es weiterhin für Berufspendler, Ehe- und Lebenspartner, Eltern mit geteiltem Sorgerecht und andere Reisende im sogenannten kleinen Grenzverkehr geben.

Die Ausnahmen für Quarantänebestimmungen regeln die Länder in eigenen Verordnungen.

Quelle: dpa