Ein Forscherteam der Universität der Balearen (UIB) auf Mallorca hat die Anwendung „Invasapp“ auf den Markt gebracht, mit der das Vorhandensein von invasivenInsekten erkannt und gemeldet werden kann und deren Morphologie und Verhalten bekannt ist.
Ziel dieser „bürgerwissenschaftlichen“ Initiative ist es, so die UIB, die erwartete Ankunft von 24 potenziell gefährlichen Insektenarten, die sich in Europa ausbreiten, zu kontrollieren. Dazu gehören Coleopteren wie der Chili-Rüsselkäfer und der Asiatische Laubholzbockkäfer, Dipteren wie die Apfelfliege, Lepidopteren wie die Buchsbaumraupe und Hymenopteren wie die Hornisse.
Sie alle sind in verschiedenen Katalogen invasiver Arten und prioritärer Schädlinge sowohl in Spanien als auch in der Europäischen Union aufgeführt und „stellen eine potenzielle Bedrohung für die biologische Vielfalt und die Landwirtschaft dar und haben auch erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen“, so die UIB.
Mit der App können die Nutzer diese Schädlinge identifizieren und ihre Ergebnisse den Forschern melden, die allesamt der Biologieabteilung der UIB angehören und die 2015 zum ersten Mal das Vorkommen der Asiatischen Wespe auf Mallorca entdeckt und fünf Jahre später zu ihrer Ausrottung beigetragen haben. Zu diesem Zweck haben sie auch eine App, Vespapp, ins Leben gerufen, die nun von Invasapp übernommen wird.
Die Entwicklung der App ergänzt das Überwachungsnetz des Projekts „STOP Invasives“, das mehrere Fallen in Häfen, Flughäfen und Vertriebsstellen für pflanzliche Produkte auf den Balearen aufstellt, um die Verbreitung dieser Insekten zu verhindern.
Quelle: Agenturen




