Frankreich schickt Fregatte nach Zypern

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Frankreich wird Raketenabwehr- und Anti-Drohnen-Systeme sowie eine Fregatte nach Zypern schicken, nachdem am Montag (02.03.2026) ein britischer Luftwaffenstützpunkt auf der Insel mit Drohnen angegriffen worden war, teilte die zyprische Regierung am Dienstag mit.

Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis bestätigte in einer Pressekonferenz den französischen Militärbeitrag, der zu dem Einsatz von vier Kampfflugzeugen und zwei Fregatten durch Griechenland zur Verteidigung der Mittelmeerinsel, einem Partner der Europäischen Union (EU), hinzukommt.

Letymbiotis fügte hinzu, dass die zyprische Regierung in einem Telefongespräch am Montag auch einen ähnlichen Antrag auf Unterstützung an den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz gestellt habe.

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Der Sprecher erklärte, dass die deutsche Antwort positiv ausgefallen sei, obwohl der Prozess zur Formalisierung der Hilfe noch nicht abgeschlossen sei.

Der Angriff am Montag richtete sich gegen die Hoheitsgebiete des Vereinigten Königreichs in Zypern, darunter die Einrichtungen der britischen Luftwaffe in Akrotiri, und die zyprische Regierung machte die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah, einen Verbündeten des Iran, dafür verantwortlich.

Obwohl der Angriff keine Opfer forderte, erhöhte der Vorfall die Sicherheitswarnstufe und verdeutlichte die zunehmende Gefährdung Zyperns durch regionale Spannungen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und Israel mit dem Iran, da es weniger als 250 Kilometer vom Libanon entfernt liegt.

Am Montag kam es zu zwei separaten Vorfällen mit Drohnen: Zunächst stürzte eine iranische Shahed-Drohne auf der Landebahn der Basis Akrotiri ab und verursachte begrenzte Schäden, später wurden zwei weitere unbemannte Flugzeuge abgefangen.

Anscheinend wurden die Flugzeuge von den Luftabwehrsystemen nicht entdeckt, da sie in sehr geringer Höhe flogen. Athen schickte bereits am Montag vier F-16-Kampfflugzeuge nach Zypern, während zwei Fregatten auf dem Weg zur Insel sind, von denen eine mit einem Centauro-Anti-Drohnen-System ausgestattet ist, das Ziele in geringer Höhe identifizieren und neutralisieren kann.

Die britischen Stützpunkte in Zypern, die nach der Unabhängigkeit der Insel im Jahr 1960 eingerichtet wurden, sind ein wichtiger Knotenpunkt für Operationen im Nahen Osten und im östlichen Mittelmeerraum, was ihre strategische Bedeutung im aktuellen Konflikt erhöht hat.

Quelle: Agenturen