Frankreich hat einen wichtigen Schritt unternommen, um Kinder besser vor dem Einfluss sozialer Medien zu schützen. Das französische Parlament hat einem Gesetzentwurf zugestimmt, der die Nutzung sozialer Netzwerke für Jugendliche unter 15 Jahren verbietet.
Nach einer langen Debatte stimmte eine große Mehrheit der französischen Abgeordneten für den Vorschlag. Das Ziel ist klar: weniger Kontakt mit süchtig machenden Apps, schädlichen Inhalten und Algorithmen, die Jugendliche immer weiter in ihren Bann ziehen. Das Gesetz muss noch vom Senat verabschiedet werden, aber die politische Unterstützung ist groß.
Nach Ansicht der Initiatoren sind soziale Medien für kleine Kinder nicht unbedenklich. Sie verweisen auf Schlafstörungen, Konzentrationsverlust, psychischen Druck und das Risiko, mit gefährlichen Inhalten in Kontakt zu kommen. Der französische Präsident unterstützt die Maßnahme und ist der Meinung, dass die Grenzen in Bezug auf Kinder und Technologie klarer gezogen werden müssen.
In Spanien gibt es derzeit kein generelles Verbot von sozialen Medien für Kinder unter einem bestimmten Alter. Es gilt zwar offiziell ein Mindestalter von 14 Jahren, um selbstständig ein Konto zu erstellen, aber diese Regel wird in der Praxis kaum kontrolliert. Viele spanische Kinder nutzen bereits in jungen Jahren Plattformen wie Instagram und TikTok.
Die spanische Regierung entscheidet sich daher vor allem für andere Maßnahmen. So liegt der Schwerpunkt auf Aufklärung, digitaler Bildung und strengeren Regeln für Technologieunternehmen. Darüber hinaus wird an Plänen gearbeitet, um Eltern mehr Kontrolle über das Online-Verhalten ihrer Kinder zu geben und schädliche Inhalte schneller zu entfernen.
Auch in den Schulen unternimmt Spanien Schritte. In immer mehr Regionen werden Mobiltelefone während der Schulzeit eingeschränkt oder vollständig verboten, insbesondere in Grundschulen. Ziel ist es, die Konzentration und den sozialen Kontakt zwischen den Schülern zu verbessern.
Während Frankreich sich für ein klares gesetzliches Verbot entscheidet, versucht Spanien, junge Menschen vor allem durch Aufklärung und Vereinbarungen zu schützen. Die Frage ist nun, ob das ausreicht oder ob Spanien in Zukunft doch dem französischen Beispiel folgen wird.
Quelle: Agenturen





