Wer in letzter Zeit an einer Tankstelle in Spanien anhält, merkt es sofort: Es ist voller als sonst. Und das liegt nicht nur an den spanischen Autofahrern. Immer mehr Franzosen und Portugiesen überqueren die Grenze, um hier ihren Tank zu füllen – ganz einfach, weil es billiger ist.
Der Grund dafür sind die niedrigeren Kraftstoffpreise in Spanien. Durch eine Steuersenkung sind Benzin und Diesel hier derzeit günstiger als in den Nachbarländern. Für viele Autofahrer kann das schnell mehrere Dutzend Euro pro Tankfüllung ausmachen, und das macht eine Fahrt nach Spanien plötzlich lohnenswert.
Vor allem in Grenzgebieten ist der Unterschied deutlich zu sehen. An Tankstellen bilden sich lange Schlangen und es gibt einen ständigen Strom ausländischer Kennzeichen. Unternehmer profitieren davon, denn ihr Umsatz steigt dank dieser zusätzlichen Kunden erheblich.
Interessant ist auch: Nicht nur Franzosen und Portugiesen profitieren davon. Deutsche Autofahrer, die in Spanien leben, überwintern oder dort Urlaub machen, können natürlich genauso gut von den niedrigeren Preisen profitieren. Ein kurzer Tankstopp während des Aufenthalts kann also eine schöne Ersparnis bringen.
Doch der Andrang hat auch eine Kehrseite. Für einheimische Autofahrer bedeutet dies manchmal längere Wartezeiten an der Zapfsäule. Gerade zu Stoßzeiten kann es eine Weile dauern, bis man eine freie Tankstelle findet.
Wie lange diese Situation anhält, ist noch ungewiss. Solange der Preisunterschied besteht, werden ausländische Autofahrer wahrscheinlich weiterhin kommen. Wenn jedoch andere Länder ihre Preise anpassen, kann der Effekt genauso schnell wieder verschwinden.
Für den Moment ist jedenfalls klar: Spanien ist vorübergehend zu einem wahren Tankparadies für alle geworden, die clever mit ihren Kraftstoffkosten umgehen wollen.
Quelle: Agenturen




