Frauen verdienen deutlich weniger als Männer

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Die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen in Spanien ändern sich kaum. Laut einem aktuellen Bericht der Gewerkschaft Comisiones Obreras verdienen Frauen immer noch durchschnittlich 20 Prozent weniger als Männer. Das entspricht einer Differenz von 5.158 Euro brutto pro Jahr.

Der Bericht wird am Europäischen Tag der gleichen Bezahlung am 22. Februar vorgestellt. Daraus geht hervor, dass sich die Lücke in den letzten Jahren zwar etwas verringert hat, nun aber deutlich stagniert. Bei der derzeitigen Geschwindigkeit würde es noch mindestens 16 Jahre dauern, bis Männer und Frauen in Spanien im Durchschnitt gleich viel verdienen.

Einer der Hauptgründe dafür ist die hohe Zahl von Frauen, die in Teilzeit arbeiten. Etwa 22 Prozent der Frauen haben einen Teilzeitjob, gegenüber nur 7 Prozent der Männer. Dieser Unterschied wirkt sich stark auf das durchschnittliche Jahresgehalt aus. Würden Frauen genauso oft Vollzeit arbeiten wie Männer, könnte die Lohnlücke laut Gewerkschaft fast halbiert werden.

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Darüber hinaus spielen Betreuungsaufgaben eine große Rolle. Frauen übernehmen nach wie vor den größten Teil der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Familienangehörigen. Im Jahr 2024 entfielen fast 87 Prozent der langfristigen Unterbrechungen der beruflichen Laufbahn aus Betreuungsgründen auf Frauen. Solche Unterbrechungen haben oft langfristige Auswirkungen auf das Gehalt und die Karrierechancen.

Auch Lohnzuschläge und Sonderzulagen sorgen für Unterschiede. Diese werden häufiger an Arbeitnehmer mit längeren Arbeitszeiten oder mehr Flexibilität gewährt. Das sind Merkmale, die häufiger bei Männern vorkommen, sodass sie im Durchschnitt mehr Zusatzeinkommen zu ihrem Grundgehalt erhalten.

Dank des starken Anstiegs des Mindestlohns seit 2018 wurden jedoch einige Fortschritte erzielt. Der Mindestlohn wurde um mehr als 60 Prozent erhöht, wovon relativ viele Frauen profitieren. Dennoch betont die Gewerkschaft, dass strukturelle Maßnahmen wie eine bessere Regulierung der Teilzeitarbeit und eine gerechtere Verteilung der Betreuungsaufgaben weiterhin notwendig sind.

Quelle: Agenturen