Frist für den Abriss der Wohnungen in der Cala Llamp ist abgelaufen – dennoch nix passiert

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Die Frist für den Abriss der illegalen Wohnungen in Cala Llamp auf Mallorca ist am 31. März 2021 abgelaufen und noch immer ist kein einziger Stein bewegt worden. Der vom Ajuntament d’Adratx an die Firma Amer e Hijos vergebene Auftrag für die Abbrucharbeiten sah vor, dass die Abbrucharbeiten vor Ende des ersten Quartals 2021 abgeschlossen sein sollten. Ein Verstoß dagegen ist jedoch weder von der Baufirma noch vom Konsistorium zu vertreten.

Die x-te Verzögerung des Abrisses der beiden Blöcke, in denen die 12 illegalen Wohnungen untergebracht sind, die 2013 vom Verwaltungsgericht Nr. 2 von Palma rechtskräftig angeordnet wurden, kommt diesmal durch dasselbe Gericht zustande.

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Laut dem Bürgermeister von Andratx, Joan Manera (Més), wartet die Gemeinde immer noch darauf, dass das genannte Gericht den Beginn der Abrissarbeiten genehmigt, nachdem die Eigentümer der illegalen Grundstücke, die unter dem Schutz einer 2005 vom damaligen Bürgermeister Eugenio Hidalgo erteilten Baugenehmigung gebaut wurden und die 2013 von den Gerichten für null und nichtig erklärt wurden, keinen Einspruch gegen das jüngste Gerichtsurteil des Richters Alejandro Gómez Mariscal de Gante eingelegt haben, das zum x-ten Mal die Abrissverfügung bestätigte.

Am vergangenen 21. Oktober beantragte das Ajuntament d’Adratx beim Gericht für Verwaltungsstreitigkeiten Nr. 2 in Palma die Eintragung des Interesses an den Häusern, um mit deren Abriss fortzufahren.

Ein Ansinnen, das auch damals schon zu spät kam, denn gerade als die Abrissarbeiten im vergangenen Januar beginnen sollten, griffen die Eigentümer der Wohnungen zu einem letzten juristischen Trick, um ihre Immobilien vor dem Abriss zu retten. Eine Verzweiflungsaktion, die das gleiche Gericht verwarf, aber nicht ohne eine weitere Verzögerung des Baubeginns zu vermeiden.

Nun wird das Konsistorium in Erwartung der Gerichtsentscheidung sicherlich gezwungen sein, den bereits im Dezember an Amer & Söhne vergebenen Auftrag über 240.000 Euro zzgl. MwSt. neu zu definieren, da die im Dokument festgelegten Fristen hnfällig sind.

Beitrag aktualisiert am 06.04.2021 | 10:05