Galicien verbietet Energy-Drinks für Minderjährige

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In der spanischen Region Galicien ist seit diesem Wochenende ein neues Gesetz in Kraft, das Energy-Drinks für Minderjährige verbietet. Damit ist die Region dem Rest Spaniens voraus und hat eine der strengsten Regelungen Europas in diesem Bereich.

Nach dem neuen Gesetz dürfen Jugendliche unter 18 Jahren keine Energy-Drinks mehr kaufen, konsumieren, besitzen oder transportieren. Wer gegen die Vorschriften verstößt, muss mit einer Geldstrafe von mindestens 200 Euro rechnen, die bei Wiederholungsfällen bis zu 3000 Euro betragen kann. Geschäfte müssen außerdem das Alter überprüfen, wenn Zweifel bestehen.

Die Maßnahme scheint bereits Wirkung zu zeigen. Zahlen aus dem nationalen Drogenplan zeigen, dass der Konsum von Energy-Drinks unter Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren in Galicien stark zurückgegangen ist. Vor zwei Jahren gaben noch 46 Prozent der Jugendlichen an, diese Getränke im letzten Monat getrunken zu haben. Mittlerweile sind es nur noch 32 Prozent.

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Experten zufolge ist dieser Rückgang vor allem darauf zurückzuführen, dass schon seit langem über das neue Gesetz diskutiert wurde. Durch die öffentliche Aufmerksamkeit und Warnungen vor Gesundheitsrisiken sind sich viele Jugendliche und Eltern der möglichen Gefahren bewusster geworden.

Das Gesetz geht über ein Verkaufsverbot hinaus. Energy-Drinks dürfen auch nicht mehr in Schulen, Krankenhäusern oder bei Veranstaltungen, die speziell für Jugendliche organisiert werden, angeboten werden. In Supermärkten müssen die Getränke außerdem getrennt von Erfrischungsgetränken platziert werden.

Die Vorschriften gelten für alle Getränke, die mindestens 32 Milligramm Koffein pro 100 Milliliter enthalten. Oft sind darin auch andere stimulierende Substanzen wie Taurin, Guarana oder Ginseng enthalten.
Ärzte sind seit Jahren besorgt über den zunehmenden Konsum von Energy-Drinks unter Jugendlichen. In Krankenhäusern sehen sie immer häufiger Beschwerden wie Bluthochdruck, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Herzklopfen und sogar Ohnmachtsanfälle aufgrund übermäßigen Konsums dieser Getränke.

Quelle: Agenturen