Häuser in Spanien sind teurer geworden. Im Jahr 2024 wird ein bestehendes Haus durchschnittlich 2.271 Euro pro Quadratmeter kosten. Dadurch ist es für Menschen schwieriger geworden, ein Haus ohne finanzielle Probleme zu kaufen. Einige Menschen entscheiden sich daher für eine ungewöhnliche Lösung: Sie kaufen ein Haus, das bereits von Hausbesetzern bewohnt wird.
In Spanien stehen derzeit mehr als 20.000 solcher Häuser zum Verkauf. Das sind weniger als 3 % aller zum Verkauf stehenden Häuser. Der Vorteil ist, dass diese Häuser viel billiger sind. In Städten wie Madrid und Barcelona kann man fast 60 % sparen. In anderen Städten wie Sevilla oder Murcia sogar noch mehr.
Laut der Website pisos.com ist es völlig legal, ein solches Haus zu kaufen, solange sowohl der Käufer als auch der Verkäufer über die Situation informiert sind. Der niedrige Preis ist attraktiv für Menschen, die dort selbst wohnen möchten, aber auch für Investoren. Sobald das Haus leer steht und renoviert wurde, steigt der Wert oft erheblich.
Es gibt aber auch Nachteile. Oft weiß man nicht, wie das Haus von innen aussieht, weil man es nicht sehen kann. Es kann auch viel Zeit und Geld kosten, die Hausbesetzer auf gerichtlichem Wege zu vertreiben. Und manchmal sind diese Häuser beschädigt oder in schlechtem Zustand, was bedeutet, dass man viel renovieren muss.
Diese Häuser werden in der Regel von Personen verkauft, die sich keinen langen Rechtsstreit leisten können, oder von Banken und Investmentgesellschaften. Ein auf Immobilien als Kapitalanlage spezialisiertes Unternehmen sagt, dass diese Art von Käufen riskant ist, aber auch Chancen bietet. Man muss über ausreichend Eigenkapital verfügen, da es oft schwierig ist, eine Hypothek zu bekommen. Die Banken gewähren in der Regel keine Darlehen für Häuser, die man nicht besichtigen oder schätzen lassen kann.
Kurz gesagt: Der Kauf eines Hauses mit Hausbesetzern kann viel Geld sparen, aber man sollte sorgfältig überlegen und sich beraten lassen, bevor man einen solchen Schritt unternimmt. Es ist nicht ohne Risiken und oft mit viel Ärger verbunden.
Quelle: Agenturen





