Sind Sie schon einmal auf einer Fahrgemeinschaftsspur in Spanien gefahren? Dann ist ab 2026 echte Vorsicht geboten, denn die Kontrollen werden deutlich strenger. Die spanische Verkehrsbehörde DGT führt nämlich brandneue, intelligente Kameras ein, die fehlerfrei überprüfen können, wie viele Personen sich tatsächlich in Ihrem Auto befinden.
Carpool-Spuren, die die Spanier VAO-Spuren nennen, dienen natürlich dazu, den Verkehr auf den Straßen etwas zu entlasten. Die Idee ist einfach: Man darf sie nur nutzen, wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist. In der Praxis gehen jedoch ziemlich viele Alleinfahrer das Risiko ein. Sie hoffen, den Stau zu umgehen, wodurch das gesamte System natürlich sein Ziel verfehlt.
„Manchmal steht man da im Stau und sieht, wie ein Auto nach dem anderen ganz allein über diese leere Spur saust. Irgendwie ist es verständlich, dass sie jetzt wirklich eingreifen.“
Die DGT lässt das nicht länger zu. Dank moderner Technik und intelligenter Algorithmen können die neuen Kameras nicht nur Köpfe zählen, sondern auch kreative Schmuggelversuche durchschauen. Wir kennen die Geschichten: von Schaufensterpuppen auf dem Beifahrersitz bis hin zu großen Teddybären mit einer Mütze auf dem Kopf. Diese Tricks funktionieren bald einfach nicht mehr.
Die erste Generation von Kameras wird auf den verkehrsreichsten Strecken rund um Metropolen wie Madrid und Barcelona installiert. Das ist auch logisch, denn dort ist das Verkehrsaufkommen am höchsten und es wird am meisten mit den Regeln geschummelt. Wenn sich diese Testphase als erfolgreich erweist, kann man sie in kürzester Zeit überall in Spanien erwarten.
„Ich habe einmal jemanden gesehen, der eine Perücke auf die Kopfstütze gelegt hatte. Es ist schon bizarr, was sich die Leute alles einfallen lassen, nur um fünf Minuten schneller zu Hause zu sein.“
Wirst du erwischt, während du alleine auf dieser Spur fährst? Dann droht dir eine saftige Rechnung. Die Bußgelder können bis zu 200 Euro betragen. Ein ordentlicher Schlag auf die Finger also, der vor allem dafür sorgen soll, dass sich die Leute es sich noch zweimal überlegen, bevor sie auf diese Schnellspur abbiegen.
Diese neuen Kameras stehen übrigens nicht für sich allein. Die DGT greift immer häufiger auf technologische Hilfsmittel zurück, um den Verkehr sicher und fair zu halten. Dabei geht es nicht nur um Fahrgemeinschaften, sondern auch um die Kontrolle der Handynutzung am Steuer oder der Geschwindigkeit an gefährlichen Stellen.
Unter dem Strich ist das Ziel natürlich klar: weniger Staus, geringere Emissionen und eine gerechtere Verteilung der Straßenkapazität. Ob diese intelligenten Kameras tatsächlich etwas bewirken und den Verkehr auf den spanischen Straßen flüssiger machen, werden wir in naher Zukunft von selbst feststellen.
Quelle: Agenturen





