Gentrifizierung des alten Küstenviertels in Port de Sóller?

Vorlesen lassen? ↑↑⇑⇑↑↑ | Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

Die Bewohner des Küstenviertels Santa Catalina in Port de Sóller auf Mallorca, die vor einigen Tagen eine Kampagne zur Anfertigung von Bannern mit der Botschaft ‚S.O.S. veïnats‘ als Zeichen des Protests gegen die fortschreitende Touristik und Gentrifizierung der Wohngebiete gestartet haben, haben begonnen, die Plakate an den Fassaden ihrer Häuser aufzuhängen.

Nach Angaben eines Anwohners „haben viele Hausbesitzer im Viertel, vor allem in der ersten Reihe, ihre Plakate bestellt und werden sie nach und nach als Zeichen des Protests aufhängen, da die Lebensqualität in diesem Viertel des Hafens stark gesunken ist“.

Lesetipp:  Sa Pobla erhöht die IBI-, Müll- und Parkgebühren
Gustav Knudsen | What about Love? What about Trust?

Die Anwohner wollen klarstellen, dass sie nicht „gegen den Tourismus“ sind, sondern gegen die Tatsache, dass eine ruhige Gegend, die traditionell von Fischern und Einwohnern von Port de Sóller bewohnt wurde, jetzt „voller Terrassen und mit einem hohen Prozentsatz von Immobilien für die Ferienvermietung“ ist.

Sie behaupten, dass es sich um eine Kampagne von Anwohnern handelt, die sich persönlich beteiligen, da sie von keiner Organisation oder Vereinigung dazu aufgefordert wurden. Die Betroffenen sind der Meinung, dass das Problem der Verdrängung traditioneller Wohnungen durch Unternehmen „ein ernstes Problem ist, das bereits mehrere Gebiete des Hafens und von Sóller betrifft“, und sie wollen die Anwohner dazu aufrufen, Plakate zu bestellen und sie als Zeichen des Protests an ihren Fassaden aufzuhängen.

Einige der betroffenen Gebiete sind zum Beispiel die Avinguda Antoni Montis im Hafen oder das Gebiet Pont d’en Barona. Die Anwohner, die sich der Kampagne angeschlossen haben, haben 30 Euro pro Transparent bezahlt, und in einigen Häusern wurden gleich mehrere aufgehängt.

Einige der Betroffenen weisen darauf hin, dass das Problem in der Überfüllung der Ferienhäuser in einigen Vierteln liegt, die auch dazu führt, dass nachts mehr Menschen auf der Straße sind, da sich Bars und Restaurants im Erdgeschoss der Häuser ausgebreitet haben. Seit der Neugestaltung des Hafens hat die Zahl der Geschäfte in diesem Gebiet weiter zugenommen.

Quelle: Agenturen