Gericht lehnt die Angebote für Majórica ab und eröffnet eine “Versteigerung”

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Das Gericht lässt den Verkauf von Majórica auf Mallorca “in der Luft hängen” und ruft eine “Versteigerung” aus, bevor er die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Perlenunternehmens trifft. Das Handelsgericht weicht von dem Kriterium des Insolvenzverwalters ab, der auf die Durchführung der Operation gesetzt hatte und sie an Majorperla vergab, das dem französischen Geschäftsmann Gregorie Agustin Bontoux-Halley, einem Direktor von Carrefour, gehört.

Der Betriebsrat hatte sich gegen diese Variante ausgesprochen, die nur den Erhalt von 96 der 277 Arbeitsplätze vorsah.

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Gericht lehnt die Angebote für Majórica ab und eröffnet eine "Versteigerung"

Die Entscheidung eröffnet eine Frist für dieses Unternehmen und Jofra Deca, innerhalb von fünf Tagen Verbesserungen vorzulegen, und dann wird der Richter sich für das eine oder das andere entscheiden. Es ist jedoch möglich, dass die Konkursverwaltung eine Öffnung für die übrigen Bieter beantragt.

Im Vergabeverfahren wurden zwei Kriterien zur Entscheidung herangezogen: das wirtschaftliche Angebot und der Erhalt von Arbeitsplätzen. Der Insolvenzverwalter, Fernando Martínez Sanz, entschied sich für Majorperla als denjenigen, der mehr Geld auf den Tisch legte und somit als einziger auf die Schulden reagierte, die Majórica zum Insolvenzverfahren führten.

Der Richter Víctor Heredia del Real weicht von dieser Einschätzung ab und ist der Meinung, dass keines der vier Unternehmen, die ein Angebot abgegeben haben, ein optimales Gleichgewicht zwischen den beiden gestellten Anforderungen gewährleistet. In Bezug auf Majorperla ist er der Ansicht, dass das Projekt den Abbau von zwei Dritteln der Belegschaft vorsieht, so dass es zwar als einziges mit den Gläubigern übereinstimmt, aber das Kriterium der Erhaltung der Beschäftigung nicht erfüllt.

Der Magistrat eröffnet ein neues Versteigerungsverfahren, in dem alle Unternehmen, die sich um die Übernahme von Majórica beworben haben, ihre bisherigen Angebote verbessern können. Neben Majorperla haben sich vier weitere Unternehmen für den Kauf entschieden: Nova Mallorca Investments, geführt von Gabriel Uguet; Jofra Deca, ein Händler für Schmuck aus Eivissa; Perlas Orquídea, mit dem Namen Cas Germans Investments und Groupe Marcel Robbez, ebenfalls mit französischem Kapital. Diese Unternehmensgruppe verpflichtete sich, mehr als 120 Arbeitsplätze zu erhalten, obwohl ihr wirtschaftliches Angebot deutlich niedriger war (rund zwei Millionen Euro) als das von Majorperla.