Der Außenminister des Iran, Abbas Araqchi, versicherte am Sonntag (15.03.2026), dass das gesamte anreicherte Uran, das das Land entwickelt hatte, unter den Trümmern der gemeinsamen Angriffe liege, die die Vereinigten Staaten und Israel im vergangenen Sommer durchgeführt hatten: 440 Kilogramm, die Teheran, so versicherte der Minister, nicht ohne die Zusammenarbeit der Atomenergiebehörde der Vereinten Nationen bergen wolle.
„Ja, sie sind dort, unter den Trümmern. Unsere Nuklearanlagen wurden angegriffen und alles wurde verschüttet. Natürlich besteht die Möglichkeit, sie zu bergen, aber unter der Aufsicht der Behörde“, erklärte Araqchi in einem Interview mit dem US-Sender NBC.
Die von Araqchi genannte Menge, die 440 Kilogramm, entspricht genau der Menge, die die Internationale Atomenergie-Organisation seinerzeit (IAEO) angegeben und überprüft hatte.
„Wir haben hier keine Geheimnisse. Die Behörde hat in vielen ihrer Berichte erklärt, dass dies genau die Menge ist, die wir angereichert haben“, fügte Araqchi hinzu, bezogen auf ein Atomprogramm, das die USA und Israel im vergangenen Sommer als „Kriegsgrund“ bezeichneten und das auch Anlass für die neue gemeinsame Offensive war, die Ende Februar begann und die gesamte Region ins Chaos gestürzt hat.
Araqchi bedauerte erneut, dass die Verhandlungen mit den USA über das iranische Atomprogramm auf einem guten Weg waren, bis, seiner Darstellung zufolge, US-Präsident Donald Trump beschloss, sie einseitig abzubrechen.
„Wir haben angeboten, dass wir bereit waren, dieses angereicherte Material zu verdünnen oder dessen Konzentration, wie man so sagt, auf einen geringeren Prozentsatz zu senken. Das war ein großartiges Angebot, ein großes Zugeständnis, um zu zeigen, dass der Iran niemals Atomwaffen gewollt hat und sie niemals wollen würde“, erklärte Araqchi.
Der Konflikt hat vorerst jede Möglichkeit einer Rückkehr zu den Gesprächen zunichte gemacht. „Nun, im Moment liegt nichts auf dem Tisch. Alles hängt von der Zukunft ab. Wenn wir uns irgendwann entscheiden, Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten oder anderen Gesprächspartnern aufzunehmen, dann können wir entscheiden, welche Vorschläge wir unterbreiten. Im Moment gibt es nichts Konkretes“, erklärte er.
Quelle: Agenturen





