Ein Urlaub auf Mallorca bedeutet für viele Menschen Entspannung, gutes Essen und sonnige Tage am Meer. Wer dabei eine Vape nutzt, muss sich allerdings auf einige neue Spielregeln einstellen. Die spanische Regierung hat die Gesetze rund um das Rauchen und Dampfen deutlich verschärft. Vapes werden rechtlich mittlerweile genau wie klassische Tabakzigaretten behandelt. Das bedeutet schlichtweg: Wo das Rauchen verboten ist, bleibt auch die elektrische Zigarette aus. Wer sich im Vorfeld nicht informiert, riskiert schnell hohe Bußgelder, die das Urlaubsbudget unnötig belasten. Dieser Text zeigt detailliert, worauf Dampfer bei der Anreise, am Strand, auf der Restaurantterrasse und beim Einkaufen auf der Insel achten müssen.
Vapes im Flugzeug und am Flughafen Palma
Der Urlaub beginnt schon beim Packen, und hier gelten für E-Zigaretten klare internationale Sicherheitsvorschriften. Akkus und Batterien stellen im Frachtraum eines Flugzeugs eine Brandgefahr dar. Deshalb gehören alle Vapes und Ersatzakkus zwingend ins Handgepäck. Im aufgegebenen Koffer haben diese Geräte nichts zu suchen und werden bei der Durchleuchtung oft rigoros vom Sicherheitspersonal entfernt.
Bei den E-Liquids greift die bekannte Flüssigkeitsregel. Alle Fläschchen müssen in einem transparenten, wiederverschließbaren Plastikbeutel mit maximal einem Liter Fassungsvermögen verstaut werden. Jedes einzelne Fläschchen darf dabei nicht mehr als 100 Milliliter fassen. Wer größere Mengen Liquid auf die Insel bringen möchte, muss diese gut verschlossen im normalen Aufgabegepäck unterbringen.
Am Flughafen in Palma de Mallorca angekommen, gilt absolute Rauchfreiheit in allen Innenbereichen. Es gibt keine speziellen Raucherkabinen im Terminalgebäude. Wer nach der Landung dampfen möchte, muss den Flughafen komplett verlassen und die gekennzeichneten Bereiche im Freien nutzen. Gleiches gilt für den Rückflug: Vor dem Betreten des Terminals ist die letzte Chance, die Vape zu nutzen. Wer drinnen auf der Toilette oder heimlich am Gate dampft und erwischt wird, muss sofort mit einer Geldstrafe rechnen.
Strenge Vorgaben für Strände, Pools und Restaurantterrassen
Spanien geht konsequent gegen den Konsum von Tabak und Vapes im öffentlichen Raum vor. Die Zeiten, in denen man an jedem Ort auf Mallorca entspannt dampfen konnte, sind endgültig vorbei. Besonders an den Stränden greifen die Kommunen hart durch. Immer mehr Küstenabschnitte werden zu rauchfreien Zonen, sogenannten „Playas sin humo“, erklärt. Dieses Verbot schließt E-Zigaretten ausdrücklich ein. Warnschilder an den Strandzugängen weisen deutlich darauf hin. Orte wie Santa Ponsa oder Cala Estància setzen diese Verbote bereits strikt um. Das Ziel der Behörden ist es, die Badegäste nicht zu stören und Müll durch weggeworfene Geräte oder Akkus im Sand zu verhindern.
Auch abseits der Strände hat sich die Lage stark verändert. Das Dampfen auf Restaurantterrassen, in Außenbereichen von Bars oder an Gemeinschaftspools von Hotelanlagen ist in den allermeisten Fällen verboten. Die aktuelle Gesetzgebung sieht vor, dass Vapes in der gesamten Außengastronomie untersagt sind, es sei denn, der Betreiber weist explizit einen sehr klar abgegrenzten Bereich dafür aus. Solche speziellen Bereiche sind in der Praxis jedoch selten. Ebenso ist das Dampfen in der Nähe von Schulen, Krankenhäusern oder Kinderspielplätzen strikt untersagt. Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt seine Elektro-Zigarette auf dem eigenen Hotelbalkon oder beim Spaziergang auf Straßen, die nicht direkt an einem der genannten Verbotsorte liegen.

Einweg-Vapes und Liquids: Was Sie vor Ort kaufen können
Wer seine Liquids zu Hause vergisst oder wem der Vorrat ausgeht, findet auf Mallorca in der Regel schnell Ersatz. Der Verkauf von Tabakwaren und Vapes ist in Spanien staatlich kontrolliert. Sie erhalten E-Zigaretten und das nötige Zubehör in den offiziellen „Estancos“. Das sind staatlich lizenzierte Tabakläden, die leicht an ihrem markanten rot-gelben Logo über dem Eingang erkennbar sind. Zusätzlich gibt es in der Hauptstadt Palma und in den größeren Ferienorten spezialisierte Geschäfte für den Dampfbedarf.
Das Sortiment ändert sich derzeit allerdings massiv. Einweg-Vapes, also Geräte, die nach einmaliger Nutzung weggeworfen werden, verschwinden nach und nach komplett aus den Regalen. Spanien setzt hier ein klares Verbot um, das den Verkauf dieser Einweggeräte stoppt. Urlauber sollten sich also nicht darauf verlassen, an jedem Kiosk schnelle Wegwerf-Vapes kaufen zu können. Wer dampft, sollte zwingend ein wiederaufladbares System nutzen und auf die Reise mitnehmen.
Für E-Liquids gelten die EU-weiten Richtlinien. Liquidflaschen mit Nikotin dürfen maximal 10 Milliliter enthalten. Der maximale Nikotingehalt ist gesetzlich auf 20 Milligramm pro Milliliter begrenzt. Größere Flaschen gibt es ausschließlich ohne Nikotin. Die dazugehörigen Nikotin-Shots müssen separat erworben und selbst beigemischt werden. Die Preise für Liquids und Zubehör sind auf Mallorca oft etwas höher als auf dem spanischen Festland, entsprechen aber in etwa dem Niveau im restlichen Westeuropa.
Harte Strafen und Kontrollen auf der Insel
Die spanischen Behörden ahnden Verstöße gegen das Tabakgesetz konsequent. Die Kontrollen durch die Lokalpolizei wurden stark ausgeweitet, insbesondere in den touristischen Hochburgen und an den ausgewiesenen Stränden. Wer in einem der rauchfreien Bereiche dampft, riskiert sofort ein Bußgeld. Die Strafen beginnen bei leichten Vergehen meistens bei rund 100 Euro, können aber schnell auf 750 Euro ansteigen, wenn der Verstoß an Orten mit besonderem Schutzstatus stattfindet.
Noch teurer wird es, wenn Müll im Spiel ist. Wer ein leeres Liquid-Fläschchen oder gar eine komplette E-Zigarette am Strand, im Meer oder in einem Naturschutzgebiet entsorgt, begeht eine schwere Ordnungswidrigkeit. In solchen Fällen drohen hohe Strafen, die bei 1.500 Euro beginnen und 3.000 Euro erreichen können. Die Polizei ist angewiesen, solche Vergehen ausnahmslos zu ahnden. Unwissenheit schützt auch Touristen nicht vor einem Bußgeld.
Das Alter spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Der Erwerb und die Nutzung von Vapes sind in ganz Spanien erst ab 18 Jahren erlaubt. Supermärkte, Kioske und Tabakläden fordern beim Kauf konsequent einen Ausweis. Die Weitergabe von Vapes an Minderjährige wird gesetzlich empfindlich bestraft.
Wie Urlauber teure Fehler und Stress vermeiden
Ein entspannter Urlaub ist leicht möglich, wenn man sich vorab mit den lokalen Gegebenheiten vertraut macht. Die wichtigste Regel für Dampfer auf Mallorca lautet: Beobachten Sie aufmerksam die Beschilderung und fragen Sie im Zweifel direkt nach. Wenn Sie ein Restaurant oder eine Bar besuchen, erkundigen Sie sich beim Personal, ob und wo das Dampfen erlaubt ist. Ein kurzes „Se permite fumar?“ reicht oft aus, um sofort Klarheit zu schaffen.
Achten Sie an den Stränden auf Schilder mit der Aufschrift „Playa sin humo“ oder „No Fumar“. Wenn diese Schilder aufgestellt sind, bleibt die E-Zigarette ausnahmslos in der Tasche. Nehmen Sie immer einen kleinen, verschließbaren Müllbeutel für leere Fläschchen oder verbrauchte Coils mit, um diese später im Hotel ordnungsgemäß im Restmüll zu entsorgen.
Packen Sie Ihr Equipment vorausschauend. Nehmen Sie ausreichend Ersatz-Coils und Liquids aus der Heimat mit, besonders wenn Sie bestimmte Marken oder Geschmacksrichtungen bevorzugen, die auf der Insel eventuell schwer erhältlich sind. Da Einweggeräte nicht mehr zuverlässig verfügbar sind, ist ein robustes, nachfüllbares Pod-System für die Reise die beste Wahl. Laden Sie Ihre Geräte vor Ausflügen gut auf, da es an den Stränden logischerweise keine Steckdosen gibt. Wer diese einfachen und klaren Regeln beherzigt, kann seinen Aufenthalt auf Mallorca ohne Konflikte mit dem Gesetz genießen.





