Gesundheitsversorgung und medizinische Hilfsmittel werden teurer

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Spanische Familien geben durchschnittlich 1,4 Milliarden Euro pro Jahr für Produkte und Dienstleistungen im Bereich ihrer Gesundheit aus, die nicht von der öffentlichen Gesundheitsversorgung erstattet werden. Das geht aus einer neuen Studie der Verbraucherorganisation OCU hervor. Vor allem Zahnbehandlungen, Brillen und Medikamente verursachen hohe Kosten, weshalb viele Haushalte notwendige Behandlungen aufschieben.

Laut der Studie gab jede spanische Familie im vergangenen Jahr durchschnittlich 1.351 Euro für Gesundheitsprodukte und medizinische Dienstleistungen außerhalb des öffentlichen Gesundheitswesens aus. Es handelt sich um eine Umfrage unter 1.278 Haushalten mit Teilnehmern im Alter zwischen 18 und 74 Jahren.

Wenn die Kosten für eine private Krankenversicherung nicht mitgerechnet werden, sinkt dieser Durchschnitt auf 994 Euro pro Jahr. Fast die Hälfte der Befragten zahlt für eine solche Versicherung, deren durchschnittliche Kosten bei 765 Euro pro Jahr liegen.

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Medikamente stellen die häufigste Ausgabe dar. Haushalte, die verschreibungspflichtige Medikamente kauften, zahlten dafür durchschnittlich 222 Euro. Bei rezeptfreien Medikamenten lag dieser Durchschnitt bei 175 Euro. Dennoch ist die Zahnpflege der teuerste Posten. Die Hälfte der Haushalte hatte Zahnarztkosten und zahlte dafür durchschnittlich 667 Euro.

Auch Brillen und Kontaktlinsen verursachen erhebliche Kosten, mit durchschnittlichen Ausgaben von 361 Euro bei 43 Prozent der Haushalte. Für Physiotherapie und Rehabilitation zahlten 20 Prozent durchschnittlich 376 Euro. Psychologische oder psychiatrische Hilfe wurde bei 11 Prozent der Familien in Anspruch genommen, mit durchschnittlichen Kosten von 542 Euro.

Die hohen Kosten haben auch Konsequenzen. Etwa 22 Prozent der Haushalte geben an, dass sie notwendige Gesundheitsleistungen aufgeschoben oder sogar ganz darauf verzichtet haben, weil sie zu teuer waren. Vor allem Zahnbehandlungen werden oft aufgeschoben. Danach folgen Brillen und Kontaktlinsen, aber auch Medikamente, Rehabilitation, psychologische Hilfe und Hörgeräte werden aufgeschoben.

Laut der Studie hatte diese Entscheidung in 43 Prozent der Fälle negative Auswirkungen auf die Gesundheit oder Lebensqualität. In 9 Prozent der Fälle waren die Folgen sogar schwerwiegend. Die höchsten Gesundheitsausgaben werden in Murcia, Galicien und auf den Kanarischen Inseln verzeichnet. In Kastilien-La Mancha, Katalonien und Andalusien sind diese Kosten hingegen am niedrigsten.

Die OCU ist daher der Ansicht, dass die Regierung die öffentliche Kostenübernahme unter anderem für Zahnbehandlungen und psychische Gesundheitsversorgung ausweiten muss. So muss die Grundversorgung für alle bezahlbar bleiben, insbesondere für Menschen, die finanziell am stärksten benachteiligt sind.

Quelle: Agenturen